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... ging dieser schweigend aus dem Zimmer. Er setzte sich draußen auf die Bank vor dem Haus, schnitt sich einen frischen Priem von der dicken, klebrigen Stange und murmelte: „Ein leerer Topf klingt am lautesten.“ So war er, mein Großvater. Eine Handvoll Worte, und alles war gesagt, was zu sagen war. Damals habe ich viele Leute reden hören, und viele Lehrer haben sich um mich bemüht, aber: was er sagte, habe ich behalten! Und es hat mir im Leben viel genützt. Wenn ich heute so manche Werbung mit dem Produkt vergleiche, um das es darin geht, fällt mir Großvaters Bemerkung ein: „Viele ziehen ihren Kohl besser als ihre Kinder.“ Zweifeln Sie daran, daß mein Großvater ein ausgezeichneter Automobil-Kritiker geworden wäre? Nur zweimal fuhr er in einem Auto, einmal im offenen Opel meines Vaters, Ende der zwanziger Jahre. Und da mischte sich gleich ein Dorfgendarm ein, was meinen Vater sehr erboste, meinen Großvater aber nur zu der Bemerkung veranlaßte: „Wo Frösche sind, da sind eben auch Störche!“ Das zweite Mal fuhr er in einem großen, schwarzen Protos, und ich hätte gern gewußt, was er dazu zu sagen gehabt hätte. Aber der Weg ging zum Friedhof, es war sein letzter. Ich bezweifle, daß er mit dem großen Protos zufrieden gewesen wäre. Er hielt nicht viel von den Leuten in den großen, damals durchweg schwarzen Limousinen. Er meinte: „Nicht jeder ist Zar, der im ...
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