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... im Rückspiegel hatte - und ein paar Tage später hatte derVerlag eine neue Offertanfrage für eine Zeitschriftentour, weil der «Verfolger», ohne angefragtworden zu sein, einen besseren Preis gemacht hat. Deshalb brauchen sich die Kilometerfresser bloss theoretisch keine grossen Sorgen umihren Job zu machen. Die PTT will mit massiven Tarifzuschlä- gen das Defizit im Zeitungsverteildienst abtragen, die Verleger drohen mit eigenen Zustelldiensten bis ins letzte Dorf Immerhin: Die zwei grossenZürcher Tageszeitungen haben ihren Vertrieb schon seit einigerZeit teilweise zusammengelegt und sparen damit Hunderte vonLitern Treibstoff. Ob diese Synergienutzung aus ökologischenoder aus profaneren Kosten- überlegungen zustande gekommen ist? J. Wiek Verrückt? So einfach ist das nicht. Erstens gilt in der Schweiz ein Nachtfahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 t, aber die Zeitungsverträ-ger wollen die Ware um vier Uhr in der Früh übernehmenkönnen. Und zweitens müssen die Bündeli feinverteilt werden, was mit einem Lastwagen, auchwenn er die ganze Fracht aufnehmen könnte, nicht zu schaffen wäre. 5700 Depotstellenund 280 Automaten werden mit «Tages-Anzeigern» bedient. Der Leser ahnt: Hinter der Zeitungszustellung versteckt sicheine komplizierte Logistik. Und in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag verfahrensie die «SonntagsZeitung», ergibt schätzungsweise 5000 kmpro Woche ...
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