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... Plymouths und Dodges,macht sie vor einem hochgestapelten Autowrack halt. «Der Tatraplan gehörte einst dem Schwiegersohn General Guisans», sagt sie. Tscheche mit Segelohren Der fehlende Bodenkontakt beschert dem Tatraplan kein hüb -sches Mooskleid, sondern ein rostiges Gewand. Maurice Decoppet war ungefähr zwölf, als sein Vater Gaston Decoppet, ein Berner Chirurg, das Auto in den Fünfzigerjahren kaufte. Die Mutter war die Generalstochter Miriam Guisan. «Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Tatraplans im Westen selten anzutreffen», erinnert sich Maurice Decoppet, heute siebzig, pensionierter Swissair-Pilot und Präsident der General-Guisan-Stiftung inLausanne. «Wer ein tschechisches Auto fuhr, galt beinaheals Kommunist.» Sein Vater hatte mit dem Kommunismus nichts am Hut, sondern einen Garagisten als Freund, der dietschechische Marke in der Schweiz vertrat. Die Decoppets wohnten am Bellevueplatz in Bern, wo der Vater seine Arztpraxis führte. InZimmerwald, einem Dorf elf Kilometer von der Hauptstadtentfernt, verbrachte die Familie die Ferien. Im Winter spannte der Vater ein langes Seil an den Tatraplan und zog die Kinderauf Skis über die verschneiten Landstrassen. Nicht nur als improvisierter Skilift und wegender tschechischen Herkunft erregte der Tatraplan Aufmerksamkeit: Die segelohrenförmige Luftkühlung sei damals«eine technische Neuheit, wenn auch ...
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