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... haftenden heutigen Rennreifen läßt sich die - geringere - Motorleistung weit leichter auf den Boden bringen als mit den schmalen, bretthart aufgepumpten Rädern von damals. Respekt vor Caracciola, Rosemeyer & Co. Aber eine Feststellung ist doch unumgänglich. Die legendäre schnellste Trainingsrunde von 1937 fuhr damals Bernd Rosemeyer mit 9 Minuten und 46,2 Sekunden. Es war etwa zur gleichen Zeit, als Professor Porsche, Konstrukteur von Rosemeyers Auto Union-Rennwagen, auch letzte Hand an die Konstruktion eines unschein baren kleinen Autos legte, des Volkswagens. Jetzt, im August 1970, fand auf dem Nürburgring zwar kein Grand Prix, aber ein Formel V-Rennen statt. Bei diesem Rennen mit Rennwagen auf VW-Basis betrugen die besten Rundenzeiten, gefahren mit einem 80 PS VW-Motor, 9:39 min! Noch weit schneller sind natürlich die Rennwagen der Formel 1. Die schnellsten Runden liegen bei ca. 7:40 min. Die Erklärung für diese mit weit geringerer Leistung erreichten Rundenzeiten liegt in der enormen Verbesserung der Straßenlage, die bei den modernen Rennwagen erreicht wurde. Rennen sind heute keine PS-Spektakel mehr, aber sie sind Demonstrationen eines optimal schnellen Kurvenfahrens, das an Fahrer und Wagen keineswegs geringe Anforderungen stellt: Die Fahrer sind psychisch pausenlos zu optimaler Konzentration gezwungen, die leichten Fahrwerke werden ...
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