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... mit dem Lampredi gleichziehen konnte. Ein Colombo-V12 besitzt neben viel Substanz einen gewissen Glamour. Er ist nicht nur kräftig, melodisch und hübsch, sondern auch ein guter alter Haudegen. »Das sind kräftige und kaum tot zu kriegende Motoren«, schwört James Cottingham von DK Engineering, dem bekannten englischen Spezialisten für die Wartung und Vorbereitung solcher V12 für Straßenund Renneinsätze. »Während wir Aston-Martinoder Jaguar-XK-Motoren gerne mal intensiver anfassen, beschränken wir uns bei Colombo-Motoren auf Kleinigkeiten. Meistens lassen wir sie im Originalzustand.« Das verrät viel über einen Motor, der bei 1,5 Liter Hubraum startete und im Laufe der Zeit auf den dreifachen Hubraum gesteigert wurde – verbunden mit nur einer größeren Maßänderung am Zylinderblock. Seinen Urschrei tat der Motor 1946 im ersten Auto, das Enzo Ferraris Namen trug. Colombo und Ferrari arbeiteten schon seit 1929 zusammen. Enzos Scuderia Ferrari leitete das Alfa-Romeo- Werksteam, und Gioacchino war Protégé von Vittorio Jano, der den Alfa-8C-Motor (und noch einige mehr) gezeichnet hatte. So war der Lehrling des Meisters die natürliche Wahl, als es nach dem Krieg an den ersten hauseigenen Ferrari-Motor ging. Und was für ein feiner Motor es doch wurde: 1496 Kubik, proportioniert auf zwölf winzige Zylinder, mit einer Bohrung von 55 und einem Hub von 52,5 mm ...
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