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... schlugen. Es regnete. Die Blitze wurden deutlicher und flogen, langfädig, gelb von den Wolken ausgespieen, nieder. Weit, ganz weit, im Nebel verloren, erkannte man schwach, einen, zwei Türme von Neuenburg. Wir waren allein auf dem kleinen Boot, mitten in den von allen Seiten aufeinanderprallenden Wogen. Aber ruhig stand Herr Cuenod am Volant, wartete ihre höchste Höhe ab und fuhr dann darüber, bevor sie wieder getrennt, beidseitig über dem Schiff zusammenschlagen konnten. Die Kaltblütigkeit, die unvergleichliche Sicherheit, mit der er die Wellen brach, mochte dem oder jenem unter uns, der sich nicht mehr so ganz sicher einmal noch am Ufer sah, doch wieder völlig beruhigen. Aber da brachen zwei Wellen tückisch über uns zusammen. An die Pumpe! Ich pumpe aus Leibeskräften. «Platz, Platz! das Volant will mir nicht mehr gehorchen, » ruft Herr Cuenod, stelzt über uns hinweg und pflanzt sich mächtig an das Handsteuer. Eben fahren wir durch ein grosses Wellental, wie ein Schifflein in einer Webmaschine, mutwillige, wahnsinnige Arabesken in das blaue Tuch hineinstickend. Wieder wirft uns eine unsichtbare Hand einen ganzen Korb voller weisser Spitzen überschwänglich über die Köpfe. Hinund hergeworfen wird das Boot, wir halten uns alle vor den andringenden Wellen geduckt, und nur der eine, Herr Cuenod, steht aufrecht, ruhig da, misst die tobende Weite mit scharfem Auge und ...
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