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... wie ein Originalvan- Gogh zu einem flauen Dreifarbdruck. Natürlich spielen in dieses Problem auch ästhetische Fragen hinein. Je knalliger eine Farbe, um so eher gerät sie in die Kitsch- Empfindung. Unzweifelhaft besitzt der orangefarbene 230 SL diese unerwünschte Nebenwirkung (mitgehörtes Gespräch von zwei Beobachtern: „Mit dem hat einer ge wettet, ob er sich traut, mit diesem An strich durch die Stadt zu fahren!"), was auch aus der Umfrage eines Daimler-Benz- Ingenieurs hervorgeht, die dieser ange sichts des geparkten Wagens mit Passan ten durchgeführt hat. Die meisten lachten kopfschüttelnd oder rümpften die Nase. Er fragte: „Warum lachen Sie über den Wa gen?“ Und die Antwort war durchweg: „Die Farbe ist unmöglich!“ Die Reaktion schien allein vom Pigment abhängig. Die ablehnenden Urteile spielten auf das grelle Orange, nicht aber auf den fluoreszieren den Effekt an. Es ist denkbar, daß ein leuchtendes Kirschrot ebensoviel Rück strahlungseffekt und Erkennungswert er reicht, ohne das instinktive Mißfallen zu implizieren, das ein Orange auslöst. So ungewöhnlich und revolutionär solche Farbversuche im heutigen Verkehr sich auch ausnehmen mögen: es besteht kein Zweifel, daß von ihren Ergebnissen die Sicherheit im Straßenverkehr auf die Dauer ungleich viel mehr profitieren wird als von Schüssellenkrädern und gepolsterten Ar ...
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