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... jetzt genauer. Sein Bekenntnis zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung im Verkehrswesen tönte nicht sehr überzeugend. Viel genauer sind seine Vorstellungen über den Umwandlungsprozess von der sektoriellen zur gesamtheitlichen Verkehrspolitik. Aus seiner Sicht heisst das für den Strassenverkehr: Erhöhung und Harmonisierung der Motorfahrzeugsteuern, Autobahngebühren und Vignetten, Tunnelgebühren, Schwerverkehrssteuer, Sonderbelastung für Ausländer. Ganz deutlich hat er aber die Katze aus dem Sack gelassen mit der Forderung «Erhöhung der Treibstoffzölle zugunsten des öffentlichen Verkehrs». Der Redner bedauerte gelegentlich mit seinen Zitaten, dass nicht er allein, der zu mutigen Taten für die Sanierung der Bahnen aufgelegt wäre, sondern auch die Parlamentarier ein Wort mitzureden hätten und dass Verfassungs- änderungen nicht nur Zeit in Anspruch nehmen, sondern auch der Zustimmung des Volkes und der Stände bedürfen. Diese Feststellung gibt der Rede des «Eisenbahnministers» einen ganz besondern Aspekt. Sie war eine gut getarnte Vorschau auf die Umwege, auf denen Bundespräsident Ritschard, mit Unterstützung des Eidgenössischen Amts für Verkehr, die Erfüllung seiner Forderungen schmackhaft machen wird. Da werden die Nahverkehrsfahrer gegen die Autobahnbenützer ausgespielt, weil erstere den andern die Autobahnen als schnelle und rationelle Verkehrswege ...
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