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... — und damit die Konjunkturskeptiker — jeden Tag neuen Zulauf, aber das schwindende Häuflein der Optimisten (oder nur Opportu nisten) hat immerhin noch die Tatsachen auf seiner Seite, einen starken Bundesgenossen also. Und so lassen sich auch die Schwarzseher nichts anmerken und verkaufen, solange es halt geht; zitternd zwar, aber über das Ergebnis keineswegs unzufrieden. Es ist aber nicht zu verkennen, daß die Nervosität wächst — allgemein. Angestrengt lauscht man „drinnen“ in der Industrie auf die Stimmung der Käufer, „draußen“ —wo man die Dispositionen der Hersteller nicht kennt — horcht man nicht minder scharf in Richtung auf die Zulieferindustrie, denn von 1966 her ist noch in Erinnerung, daß die Konjunkturbalken dort am ehesten zu knistern anfangen. Pünktlich vor Beginn der Winterflaute waren denn auch die ersten Nachrichten aus dieser Ecke aufzufangen, die das nahende Ende des Autobooms anzukündigen schienen. Kurzarbeit kann ohnehin nicht verborgen bleiben, und vom Stornieren eines einigermaßen nennenswerten Auftrags an einen Zulieferer wissen zu viele Leute, als daß Geheimtuerei auf die Dauer Erfolg haben könnte. Wenn das Reden anfängt — so hatte man vor vier Jahren gelernt —, ist es auch bald aus mit der Hochkonjunktur: Zuviel psychologisches Treibgas steckt in dem dick aufgeblasenen Ballon, und entscheidend ist schließlich ...
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