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... immer wieder versprach. Zwar ist sie in diesem strengen Euroexamen auch nicht sangund klanglos durchgefallen. Aber die Abkehr von der kompromisslosen «Bishierherundnichtweiter»- Mentalität bedeutet doch mehr als bloss ein klitzekleines Konzessiönchen an die Adresse der EWR-Verhandlungspartner in Brüssel. Gemessen an all den forschen Tönen, die seit Jahrenaus dem Bundesratszimmer und aus dem Eidg. Verkehrsund Energiewirtschaftsdepartement (EVED) zu vernehmen waren, kommt die Gewährung von Ausnahmebewilligungen für 40-Tönner auf unserer wohl bald mit dem «Umwelttempo» 70/100 belegten Nord-Süd-Achse dem stillschweigenden Eingeständnis nahe, man habe sich mit dem knallharten Nein auf den verschlungenenPfaden der EWR-Verhandlungen in eine Sackgassehineinmanövriert. Die Einsicht Bundesrat Ogis, die Schweiz werde überhaupt nichts erhalten,wenn sie weiterhin auf stur schalte, ist richtig. Sie hat bloss einen Makel: denjenigen der Verspätung. «Vor Illusionen wird gewarnt», titelten wir am 2. Juni 1988 an dieser Stelle, als wir den ersten Auftritt Ogis auf demglatten Parkett der Konferenz der europäischen Verkehrsminister (CEMT) kommentierten, wo der frischgebackene EVED-Chef seinen Ministerkollegen die schweizerische «Schienestatt- Strasse»-Strategie schmackhaft zu machen suchte. Zwar ist man auf seiten der EG mittlerweilen auch ...
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