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... Anomalie des gestiegenen Absatzes in Italien erklärt sich in erster Linie aus dem Phänomen der Überalterung des italienischen Wagenparks. Italien ist wahrscheinlich in Westeuropa das Land mit den meisten «Veteranen» im Dienst. Es schleppte jahrelang den Mangelbedarf aus den Jahren der grossen Energiekrise mit sich herum. Dies erhellt aus der Tatsache, dass die Verkaufszahlen erst 1979 wieder den Stand von 1973 erreichten. 1980 war offensichtlich das Jahr, in dem viele Italiener sich entschlossen, den immer wieder hinausgeschobenen Austausch «Alt gegen neu» vorzunehmen, da a) das Altvehikel wirklich schrottreif war, b) man mit Recht ein weiteres Anziehen der Inflationsschraube befürchtete und daher einen Vorgriff wagte. Dabei spielte sicher die Überlegung eine Rolle, dass die Listenpreiserhöhungen auf dem Inlandmarkt effektiv unter dem Entwertungsrhythmus lagen, während die Herstellungskosten sich naturgemäss. diesem Rhythmus anpassten. Diese «Schere» bildet das grosse Problem für Italiens Automobilindustrie im laufenden Jahr. Die Energielücke und die Rohstoffarmut des Landes bringen es mit sich, dass die italienischen Hersteller gegenüber denen anderer europäischer Länder und der Vereinigten Staaten - vom japanischen Sonderfall sehen wir hier ab - gehandicapt sind. Zwar schafft die Liraabwertung für den Auslandabsatz - vorübergehend - ...
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