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... oder hinzugefügt werden müsste – ein Ausdruck seiner vortrefflichen Ästhetik. Bracq entwarf auch den riesigen Mercedes-Benz 600, der so pharaonenhaft und wuchtig war wie die Pagode aristokratisch und zart – und dennoch ein Wagen mit anmutigem Profil und außergewöhnlich luftigem Glasaufbau. Es folgten noch die Entwürfe für den 250 S, den 250 SE, den 300 SE und den /8, doch 1967 ging der Designer – wahrscheinlich ungeduldig ob seines langsamen Aufstiegs bei Mercedes – zurück nach Frankreich und heuerte beim Karosseriebauer Brissonneau & Lotz an. Dort arbeitete er zusammen mit Jacques Cooper, einem Raymond-Loewy-Schüler, am »train à grande vitesse«, dem TGV der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. 1970 stieg Bracq als Designdirektor bei BMW ein. Doch bei den Münchnern, wo er zunächst eine neue Designsprache für die 3erund die 5er-Serie etablierte, erwies er sich als Unheilbringer, als launenhafter Außenseiter: Unwillig, zu einem kooperativen Designprozess beizutragen, zog er sich in sein Büro zurück und produzierte Entwürfe, die in Konkurrenz zu denen seines eigenen Teams standen. Diesem störrischen Charakter ist es wohl auch zuzuschreiben, dass er, nachdem er BMW verlassen hatte, 1974 bei Peugeot lediglich den Posten als Leiter des Innenraumdesigns einnehmen durfte. Hinzu kam, dass Pininfarina den Hauptauftrag für das Peugeot-Design ...
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