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... Bürgerinitiativen in Hannover fordern z. B. für ihre Wohngebiete verkehrsberuhigte Zonen oder nennen ihre Kampagnen Kampf dem Schleichweg. Niemand soll dort mit dem Auto hineindürfen — außer den Anliegern selbst. »Das geht aber nur dann«, muß Oberrat Ulrich Berndt vom Polizeipräsidium Hannover die meist wenig sachkundigen Antragsteller belehren, »wenn die städtischen Hauptverkehrsstraßen die ausgesperrten Autos überhaupt noch aufnehmen können. Und daran hapert's oft. Denn sonst würde dort der Verkehr total zusammenbrechen.« Auch der oft gewünschten Verlagerung des Autoverkehrs in die Nachbarschaft einer Wohnstraße oder -Siedlung kann die Polizei meist nicht zustimmen. Berndt: »Ich kann doch nicht dem Bürger Maier was Gutes tun, wenn ich dabei den Bürger Schulze belästigen muß.« Der Wunsch nach Verbannung der Autos aus den Wohngebieten ist also nur selten zu realisieren. Bürgerinitiativen, die das erkannt haben, präsentieren den Behörden daher einen anderen Vorschlag: Wenn man die Autos schon nicht aus den Wohngebieten aussperren kann, dann sollen sie wenigstens zum Langsamfahren gezwungen werden. Auch dazu gibt's verschiedene Variationen. In den Straßen der Bochumer Rosenberg-Siedlung prangen z. B. seit Frühjahr 30 km/h-Schilder. 5 Kinder- Unfälle waren der Grund, daß die Stadtverwaltung dem Antrag der ...
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