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... gebaut, die sich in keiner Weise von herkömmlichen Landstraßen unterscheiden: Es gilt Tempo 100, es herrscht Gegenverkehr, und auch Fahr rädern und landwirtschaftlichen Ge fährten ist der Zutritt nicht verboten. „Das ist doch besser als gar keine Straße“, rechtfertigt Ewald Stöwe, Pressesprecher im Verkehrsministe rium, den Gscheidle-Einfall, der an derswo als Schlitzohrigkeit bezeichnet wird. Das Unfallgeschehen auf jenen im Ministerium offiziell als Autobahnen geführten Landstraßen soll, so beru higt Stöwe, jedoch nicht den eigentli chen Autobahnen zugerechnet werden. Erst nach 1985 denkt man im Ministe rium an den kompletten Ausbau auf vier Fahrspuren. Dann allerdings ge rät die nachträglich verbreiterte Auto bahn zu einer teuren Angelegenheit: Die Mehrkosten durch die doppelte Ar beit liegen bei mindestens 20 Prozent gegenüber einer in einem Arbeitsgang gefertigten Autobahn. Bis 1985 werden die, vorzugsweise in verkehrsschwächeren Regionen ge bauten, halben Autobahnen (Gesamt länge: 1100 Kilometer) oder schmale ren Strecken (Gesamtlänge: 900 Kilo meter) einen Anteil von immerhin 20 Prozent am Gesamtnetz haben. Ledig lich noch 500 Kilometer Autobahn mit 3,75 Meter breiten Fahrspuren sollen bis 1985 fertiggestellt werden. Die Frage nach einem bereits fest ein geplanten Tempolimit auf den schma leren und deshalb gefährlicheren Fern strecken ...
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