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... — liebt, einen Wagen von sogar 30 Steuerpferden haben muß. Solche Betrachtungen wurden in meiner Berliner Schofförschule nicht angestellt. Kam es doch jedem Besucher — auch mir — nur darauf an, in möglichst kurzer Zeit den Führerschein zu erhalten, den ich nach ca. 8 Tagen bekam, nicht angekränkelt von der Gedanken Blässe. Ich kann jedenfalls beeiden, daß niemals von sechszylindrigen Wagen gesprochen wurde. Daß es Wagen gibt, die kein Getriebe, kein Kardan, keine Hinterachsenübertragung, kein Differential haben, wäre mir ein Novum gewesen. Von luftgekühlten Motoren wurde ernsthaft überhaupt nicht gesprochen; erstklassige Wagen hatten ganz selbstverständlich Wasserkühler. Was war natürlicher, daß, als ich an die Anschaffung eines eigenen Wagens denken mußte, weil meine ärztliche Praxis zum großen Teil auf dem Lande lag und die Droschkenschofföre weite Wagenfahrten wegen der Gumminot nicht ausführen wollten, für mich ein vierzylindriger Wagen, wassergekühlt, in Frage kam. Ein Zweisitzer kam nicht in Betracht, die Anschaffung wurde gar nicht erörtert. Wiarum auch? Der Krieg, so meinte man 1915, sei bald zu Ende, und — so folgerte man weiter — alsdann mache man auch mit der Familie Spazierfahrten So fuhr ich meinen Viersitzer mit 2 Personen, nämlich meinem Schofför, die ganzen Kriegsjahre hindurch. Ich gestehe, in der Schofförschule wurde die Frage ...
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