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... nur zwei Zehntelsekunden exakt mit der gewünschten Gasmenge zu füllen. Nur die Auslösung blieb im mer noch problematisch. Allein die Suche nach dem richtigen Zündzeitpunkt verschlimmerte rein theoretisch die Folgen des Unfalls: Der Dummy wurde ge legentlich aus dem Fenster ge drückt. Und bei Versuchen mit vier gleichzeitig gezündeten Airbags flogen schon mal die Scheiben aus dem Auto. Mißtrauen war auch bei den Analysen der entweichenden Gaswolken angebracht, die im wesentlichen aus 99 Prozent Stickstoff und etwas Wasser, Asche und Staub bestehen. In ersten Versuchen über ihre Verträglichkeit besann man sich auf eine alte Bergmanns weisheit, der zufolge Kanarien vögel die Anwesenheit von dikker Luft durch schnelle Ohn macht zuverlässig anzeigen. Also wurde ein gutes Dut zend Kanaris im Käfig zum Air bag-Test auf den Rücksitz eines Test-Mercedes gebeten. Als beide Airbags kurz nacheinan der zündeten, vollführten die Vögel alle miteinander einen gewaltigen Luftsprung. Doch sie signalisierten schon nach kurzer Erholung von dem 160 Dezibel-Knall wieder au ßerordentliches Wohlbefinden. Das blieb auch so, solange sie unter ständiger Beobachtung der Airbag-Techniker im Labor waren. Außer einer enormen Fruchtbarkeit waren keine auf fälligen Symptome festzustel len. Und so konnten nach ei nem Jahr fünfzehn Test-Kanaris plus deren ...
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