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... greifbar vor Augen zu führen. All das geht uns durch den Sinn, während wir, für heute nachmittag mal befreit von des Dienstes ewig gleichgestellter Uhr — hier bei uns vor Verdun mit ihren plötzlichen, meist eiligen Tagund Nacht-Fahrten ein eigentlich ziemlich unangebrachtes Zitat — auf den das liebliche Maastal östlich begießenden, von herrlicher Septembersonne überfluteten Höhen uns dem altertümlichen Landstädtchen Mouzon nähern, das mit seinem alten, efeuumrankten Torturm, der einen reizenden Durchblick auf die enge, bucklige Hauptstraße mit der Kirche als Abschluß zeigt, uns ganz traulich, heimisch und friedlich entgegenwinkt — an ihm ging die Brandfackel des heutigen Weltkrieges vorüber! Überhaupt schauen unsere Augen hier, kaum einige 20 km hinter der Verduner Kampffront, nur ein Bild des Friedens. Auf den Feldern regt sichs auf allen Seiten, unser braver feldgrauer Landsturm schafft hier im Feindesland ebenso eifrig an dem Einbringen der Ernte, wie er es gelernt hat, in gesegneten Friedensjahren der eigenen Scheuer die goldenen Gaben heimatlichen Bodens zuzuführen; schwer beladen schwankt vor uns ein hochgetürmter Erntewagen durch das Tor, das die schwere Last der körnerperlenden Garben kaum durchzulassen vermag — doch kein braves Bauernrößlein zieht, mit Glöcklein geschirrt, den Erntesegen herein — fauchend und polternd ...
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