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... schon gegen einen Baum, in den Graben oder sonstwie zuschandenfuhren, weil sie einer schusseligen Oma oder einem unberechenbaren Kind auswichen, sind — schlechte Schützen, Sonntags jäger! Eine sanfte Anfrage: Wozu wurde die Eisenbahn erfunden? Und wozu das Auto? Nun hat sich allerdings die Eisenbahn nicht so holterdipolter und wildwuchernd entwickelt wie der Autoverkehr. In der Hauptsache sorgte also die Schienengebundenheit der Eisenbahn dafür, daß die Fußgänger wußten, wo Hoheitsgebiet der Eisenbahn ist. Und so erleben wir es auch nur bei kleinen Kindern, daß sie auf einem Bahnhof die Füße über die Bahnsteigkante stellen. Das dauert nicht lange, denn die Erwachsenen wissen, daß es Etikette ist, gut einen Meter und mehr Abstand von der Bahnsteigkante zu halten. Ersetzt man aber die Bahnsteigkante durch eine Bürgersteigkante, dann gilt diese Etikette nicht. Das hat zum Teil historische Gründe, entwicklungsgeschichtliche sogar. Das Auto brauchte sich anfangs keine besonderen Straßen zu bauen wie die Eisenbahn, es konnte so ungefähr jeden Feldweg befahren und tat dies auch knallend und prustend zum Ärger der Spaziergänger. Diese Fußgänger waren damals bestenfalls an den „Auspuff“ des 1-PS-Hafermotors gewöhnt, den sie vor ihren kleinen Landauer spannten. Und fuhren sie vierund sechsspännig, so pufften nur selten einmal zwei dieser Motoren gleichzeitig ...
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