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... dass die Atemzüge tief und ruhig werden. Ich verschränke die Hände im Nacken. Ich mache kein Licht. Ich sehe den Schattenspielen an der Decke zu. Sie tanzen den Nachtwind. Nur nicht wieder denken. Lieber etwas ausdenken, die Sinne anklammern an etwas. Horch: das Ticken meiner Taschenuhr. Das Flüstern der Blätter. Und jetzt: Stimmen vom Lützowplatz. Ich brauche nicht ans Fenster zu treten: ich weiss, da ist die Tankstelle, da ist die Kaffeebude. Da warten die Taxis. Da unterhalten sie sich: die Fahrer, die Zeitungshändler der Nachtausgaben und der Mann von der Kaffeebude. Steif sind die Knochen der Fahrer vom langen Hocken auf dem Führersitz. Laut schwatzen sie. und die grauen, erloschenen Wände der Häuser werfen das Echo zurück: Männergesprä- che, von Automarken, Unfällen und Rennen. Es glimmen die Zigaretten, und der heisse Kaffeedampf steigt ihnen ins Gesicht. Und jetzt: hallende Fusstritte über den leeren Platz. Hart knallt ein Stock auf dem Asphalt. Die Gespräche stocken: wird der Passant ein Auto wollen? — Nein. Er ist betrunken. Er hat kein Geld. Ab zieht er, dem Tiergarten zu. Und Jetzt: klapp — klapp, Pferdehufe. Das Pferd geht Schritt, es zieht einen beladenen Wagen. Es kommt über die Herkulesbrücke, und ich höre da, wo die Brücke sich senkt, die Bremsen quietschen. Wie primitiv ist eine Pferdewagenbremse. Man dreht eine geschlängelte Kurbel auf dem ...
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