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... abspielt: «Was? Schon wieder Geld? Vor acht Tagen habe ich dir doch erst einen Fünfliber gegeben I» den Dandy Alkibiades, den Leutnant Xenophon und andere vermögliche junge Leute, die ihn dafür zu Symposien, d. h. Gelagen einluden, bei welchen schwere griechische Weine unverdünnt getrunken wurden. Ich frage: Welche ehrbare Frau hätte nicht das Recht, sich zu empören, wenn ihr Mann statt zu arbeiten sich auf dem Markt herumtriebe und gar ein Trinker würde? Nein, Xanthippe war kein bö- ses und schlechtes Frauenzimmer — sie hat bloss zum Rechten gesehen, genau so wie Sofia Andrejewna, die Gattin Tolstois, alle Hebel in Bewegung setzen musste, damit ihr Mann in einer Anwandlung von Grossmut und Schwäche nicht sein ganzes Gut Jasnaja Poljana an die Armen verschenkte. Und so wie es mit diesen beiden Frauen war, so ist es mit uns allen. Denn Männer sind egoistisch; sie geben am Montag der Hausfrau zehn Franken, beklagen sich dann täglich über das Essen, wollen. Fleisch, Pastete und weiss der Kuckuck was für Leckerbissen für dies Geld auf dem Tisch sehen, und wenn man es wagt, Lappalie! » Im Nu wird man als Xanthippe bezeichnet, als häuslicher Drache, nur weil man das Wohl der Familie im Auge hatte. A propos Xanthippe — die Männer haben die Gemahlin des Sokrates zu einem zänkischen, tyrannischen Weib gestempelt und ihr einen schlechten Ruf angehängt. War sie wirklich so ...
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