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... gibt, dafür aber auch befreundete Menschen, Aufführungen von Mozart und Schubert und dergleichen geliebte Dinge. O wie schnell ist das wieder gegangen mit dem Herbstwerden ! Dies Jahr war es wieder ein wunderbar schöner Spätsommer, er schien nie ein Ende nehmen zukönnen, Tag um Tag wartete man, nach scheinbar sicheren Anzeichen, auf Regen, auf Wind, auf Nebe], aber Tag um Tag stieg klar, golden und warm aus dem Luganeser Seetal herauf, nur dass die Sonne Tag für Tag um ein Unmerkliches später kam, sie kam nun nicht mehr über die selben Berge herangestiegen wie die Sommersonne, sondern ihr Aufgangspunkt war weit vorgeschoben, gegen Como hin — aber all dies bemerkte man nur, wenn man nachrechnete und kontrollierte, die Tage selbst waren einer wie der andere, Sonnentage, die Morgen kräftig leuchtend, die Mittage heiss und brennend, die Abende farbig verglühend. Und dann kam, nach einem ganz kurzen Wetterwechsel, der bloss zwei Tage dauerte, dennoch auf einmal der Herbst herangeschlichen, und es kann nun am Mittag noch so warm und am Abend noch so strahlend farbig werden, es ist doch längst kein Sommer mehr, es ist Sterben und Abschied1 in der Luft, und die Nächte sind kalt. Abschied nehmend — denn morgen will ich für Monate fortreisen — schlenderte ich durch den Wald. Von weitem sieht dieser Wald noch beinahe grün aus. in der Nähe aber sieht man wohl, dass auch ...
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