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... eine Moments. Eine Zeitaufnahme von damals wie auch heute, denn mit der Versteigerung ist auch dieser kurze Zeitpunkt, in dem wir die Sammlung in diesem Zustand erleben durften, schon wieder vorbei. Bei diesem Spagat zwischen schillernden Besseralsneu-Restaurierungen und der enigmatischen Zurschaustellung des Zerfalls, kam mir ein Gedanke: Es ist das kleine Wort »Zustand«, das den Wert eines Klassikers bestimmen soll. Wie aber kann ein Wort, in dem »Stand« steckt, einen Wert beschreiben, der sich doch erst durch Fortbewegung in seiner ganzen Bedeutung erfassen lässt? Ein Auto soll doch rollen, rennen, rasen, laufen, cruisen, rattern, kreisen, glei ten, gondeln, gasen, holpern, federn – kurzum: sich bewegen. Die Zustandsbeschreibung eines alten Autos ist in der Sekunde, in der das beschriebene Objekt seiner Bestimmung zugeführt wird, ungültig. Sie fragen mich jetzt sicher hohnlachend, wie eine gültige und verständliche Bewertung dann aussehen müsste? Da dürfen wir – Sie und ich – hier an dieser Stelle eine sehr komplexe, wissenschaftlich fundierte nachvollziehbare Liste an Eigenschaften vorschlagen. Zu bewerten wäre an erster Stelle die Emotionalität, der wohl wichtigste Grund für einen Autokauf (Nein, wir – Sie und ich – gehen natürlich vollkommen rational an die Sache, diese Liste ist wirklich nur für blutige Anfänger!). Also Gefühl: Wie ...
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