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... Mann ist sich seiner automobilen Vergehen durchaus bewußt: „Eigentlich würde ich solche Autos heutzutage nicht mehr machen“, sagt Frank M. Rinder knecht, Chef des Zürcher Umbaubetriebs Rinspeed, über seine frühen Werke: vorwie gend Porsche Turbo im Breitwandformat und mit Testarossa-Flanken zumeist, die dann R 69 hießen. Das war Mitte der achtziger Jahre, als die Söhne der Scheichs und Sultane sich noch so austoben durften, daß sie nach dem dritten Turbo von der Stange auch noch einen sündhaft teuren Umbau von Gemballa, Chris Hahns Styling Garage oder Rinspeed an der nächsten Dattelpal me zerlegen konnten. Damals begann die hohe Zeit der 345er Bereifung, möglichst vorn und hinten, der Flügeltüren, der surfbrettgroßen Spoiler, des Schwarzgelds und der Schüttelschecks. Uwe Gemballa ging und kam und ging und kam. die Styling Garage driftete unter Hahn in die Liquidation - nur Rinderknecht hat die Ära „der Indianerautos“ (Chris Hahn über seine damaligen Umbauten) ohne Crash überstanden. Der 39jährige war Schweizer genug, stets über den Rand seiner Kotflügel-Ver breiterungen hinauszuschauen. Als es sich seine Klientel nicht mehr leisten wollte, ihren Reichtum per Kunststoff-Bomber unverblümt der Öffentlichkeit und dem Finanzamt zu präsentieren, besann sich Rinderknecht auf die inneren Werte eines Automobils: Feine Lederarbeiten fürs In- 305 PS ...
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