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... (330 km von Genf). Wenn Sie aber je dort hinunterkommen, dann scheuen Sie den Umweg von einigen Kilometern nicht und fahren Sie herseits die Strasse gegen Uzes; es lohnt sich. Prächtig ist der Anblick des Aquädukts, dem Sie sich in weitem Bogen langsam nähern, der hinter einer Böschung wieder verschwindet, um dann plötzlich in seiner ganzen Grosse vor Ihnen zu stehen. 41 km weit her haben die Römer, aus ergiebigen Quellen der Cevennen, ihr Wasser nach Nimes geleitet, und der Pont du Gard ist das grandiose, turmhoch über das fast 300 m breite Tal des Gard gespannte Stück dieser gigantischen Wasserleitung. Wir fahren über die an den ^Fuss des Aquädukts gelehnte moderne Strasse zum andern Ufer, klettern an der steilen Böschung empor, staunen ob den riesigen Quadern, die Stück auf Stück getürmt, ohne Mörtel, zu Bögen ausgeschwungen, in drei Galerien übereinander, ein gigantisches Fundament für die unscheinbare 50 m hoch über den Abgrund geleitete Wasserrinne bilden. Seit den Zeiten der Römer bis in unsere Tage sind keine Brücken von solcher Kühnheit geschlagen worden. Dass die Römer sie schon mit ihren primitiven technischen Hilfsmitteln auszuführen vermochten, muss uns mit höchster Bewunderung erfüllen. Um so mehr als hier Material, Technik und Zweckmässigkeit des Baues eine so wundervolle Einheit bilden, dass wir das Werk unmittelbar als schön empfanden. Ich ...
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