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... die neue, grosse Mode. Das sind keine Jumper oder Pullover -mehr, die auf wenige Standardformen festgelegt waren. Ueber Nacht hat man hier eine ganz neue Möglichkeit entdeckt, Blusen in allen Variationen werden nicht mehr aus Wolle oder Seide gearbeitet, man strickt sie jetzt. Sie sind knapp und kurz und werden im Rock getragen, sie haben Schösschen und werden mit einem Gürtel gehalten, sie haben eingearbeitete oder angenähte Kragen, sie haben lange, kurze, enge oder weite Aermel, sie sind glatt und schlicht oder durch Knöpfe und grosse Schleifen verziert, aber fast immer sind sie in zweierlei Farben und zwei verschiedenen Strickarten gearbeitet Hohe und niedrige Hüte. Hoch und Niedrig trägt niedrig und hoch! Nach den Fladen, die auf einem Auge schwebten, nach den Kappen — alles ist relativ—, kamen uns die 'Matrosenhütchen schon hoch vor. Aber die Phantasie der Modistinnen scheint immer höher zu streben. Jene weichen Toques aus leuchtendem, schwarzem dickem Satin sollen durchund aufgesetzt werden, die so hoch drapiert sind, und die sich, dem schiefen Turm von Pisa gleich, ein wenig zur Seite neigen. Auch der hohe Direktoirehut aus englischem Stroh mit Ripsband umlegt spukt zurzeit wieder im Hirn der Modeschaffenden. Wer jung ist, am Hinterkopf einen Lockenkranz zu eigen hat, und wem diese Wolkenkratzer stehen, der soll sie ruhig tragen, wer aber schon in ...
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