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... massive Kritik ein. Denn die Gurtanlegepflicht, die zwar auf den Autobah nen von bis zu 70 Prozent der Fahrer strikt befolgt wird, kümmert die überwiegende Masse der Lenker auf Stadt straßen überhaupt nicht. Ge gen Ende 1981 schnallten sich fast 65 Prozent aller Autoin sassen auf den ihrer Meinung nach ungefährlichen 50 km/h- Strecken nicht an. Dazu Unfallforscher Profes sor Dr. Max Danner aus München: „Über 80 Prozent aller tödlichen Karambolagen ereignen sich im Geschwindig keitsbereich bis maximal 60 km/h.“ Der Verkehrsexperte hat errechnet: „Es ist sicher nachweisbar, daß wir bei einer vernünftigen Gurtanlegequote von etwa 80 bis 90 Prozent et wa 1700 Tote und 20 000 Schwerverletzte pro Jahr we niger zu beklagen hätten.“ Bundesverkehrsminister Vol ker Hauff jedenfalls will das lockere Gesetz zum An schnallen in dieser Form nicht länger dulden. Mit mas sivem Druck hat der forsche Jungminister seine Kollegen in den Ländern jetzt dafür gewonnen, einem Bußgeld in men — immerhin mit 30 Prozent an der bundesdeut schen Bilanz beteiligt sind. Und eine Änderung ist nicht abzusehen. Chefstatistiker Hans-Joachim Vorholz vom ADAC in München befürch tet gar eine „weitere Zunah me dieser Unfälle, weil im Zuge der allgemeinen Spar und auch Fitnesswelle das Fahrradfahren immer popu lärer wird“. Hinzu kommt ■ b . Gurt-Befürworter: Minister ...
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