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... Ist es auch vernünftig? Selbst wenn Meßgeräte präzis arbeiten - woher soll der Autofahrer seine Information neh men? DerTacho beginnt erst bei 20 km/h und auch dann noch vage anzuzeigen. Und einen mit sieben km/h kräftig aus schreitenden Polizisten oder Passanten hat man nicht verläßlich zur Hand. Selbst Waiblingens Bürgermeister Hans Wössner mißlang der erste Schleichversuch gründlich: 17 km/h wurden gemessen, obwohl er „saumäßig langsam“ fuhr. Das hätte 75 Mark Bußgeld gekostet. Einzige Chance also der Rückgriff auf die Anfänge des Autos. Da mußte ein Vorausgeher mitFahneoder Laterne vor nahendem Unheil warnen. Eine innerstädtische Flaniermeile autofrei zu halten und intelligent an nahe Parkzonen anzuschließen, wird vielfach mit Erfolg praktiziert. Der Nachteil für Helmut Luckner den Umsatz der Ge schäfte ist ebenso häu fig belegbar. Da muß sich die Kommunalpo litik entscheiden. We der einsehnoch meß bare sieben km/h vor zuschreiben und dann dreimal im Monat mit Präzisionsgeräten kon trollieren zu lassen, ist aber Fallenstellerei. Eine Lokalposse nur? Nein. Waiblin gen ist überall. Deutschlands Straßen gehören zu den sichersten in Europa. 1993 wurden 10 000 Unfälle mit Personenschäden und über 700 Verkehrstote weniger als 1992 gezählt. Beides bedeutet den ge ringsten, wenn auch immer noch zu ho hen Blutzoll der letzten 40 Jahre. ...
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