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... Schweigen In rund einem halben Jahr wird also festste hen, wer künftig Herr am Ring ist. Anzahl der Interessenten? Mögliche Kaufsumme? Professor Schmidt schweigt eisern. Eines lässt er sich aber dann doch entlocken: „Bei den bisher abgegebenen Interessensbekun dungen haben wir keinerlei Anzeichen da für, dass ein Investor den Nürburgring als private Rennstrecke nutzen will.“ Für all jene am Ring, die wüste Unter gangs-Szenarien beschworen hatten, könn te das eine Beruhigungspille sein. Was, wenn ein steinreicher russischer Oligarch oder ein Ölprinz aus dem Morgenland auf tauchen sollte, sich den Nürburgring gewis sermaßen als Hobby zulegt und die Öffent lichkeit aussperrt? Wenn Touristen und Testfahrer ausblieben, was würde dann aus den Pensionen und Gaststätten werden, die bislang vom Ring leben? Mit diesen Problemen hat sich die rhein landpfälzische Landesregierung sehr ernst haft befasst. Anfang Juli drückte die rotgrüne Mainzer Koalition - gegen den Widerstand der CDU - im Schnelldurchgang das aus vier dürren Paragrafen bestehende Nürburgring-Gesetz durch. Kernpunkt: Der Betreiber des Nürburgrings wird verpflich tet, die „diskriminierungsfreie Benutzung zum Zwecke des Sports, von Touristenfahr ten und von Testfahrten gegen angemesse nes Entgelt zu gewähren.“ Dies sollte eigentlich genügen, einen un liebsamen Investor abzuschrecken. ...
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