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... Oder? Laut? Maximal geräuspert hat sich der Ur-GTI bei Voll gas, verglichen mit dem Ansauggeräusch des aktuellen Polo. Im Luftfilterkasten seines 1,8-Liter-Turbos trommelt er fet ten Drum’n’Bass. Ähnlichen Radau machten Autos schon früher - auf der Rennstrecke. Oder auf den Dörfern, wenn sich der hochoktanige Auto-Nachwuchs der kostenlosen Form des Timings bediente: Luftfilter raus. Bringt kaum Leistung, täuscht aber viel Hubraum vor. Heute lässt Sound-Design alleine den Ansaugtrakt bro deln, während der Auspuff nur vollmundig grummelt. In nen Techno, außen Schlager. Ein Hörrohr führt vom Motor unter das Armaturenbrett des Polo, nutzt den Innenraum als Resonanzkörper. So wie auch im Golf, nur dass dessen Zweiliter-Turbo eher den Auspuff-Bass des Ur-GTI nach ahmt - deutlich weniger präsent als das Polo-Grollen. Während zügiger Autobahn-Passagen lastet ein Dröhnen auf den Ohren der Polo-Mannschaft, weil der kurz übersetz te Kleinwagen im fünften Gang orgelt — wie im Ur-GTI fehlt ein Gang, der Verbrauch und Dezibel senkt. Genau genom men vermisst man das Getriebe des Golf. Hier zappt sich der Schalthebel fast alleine durch die Gassen. Im Polo dagegen sperrt sich der Knüppel gegen schnelle Gangwechsel — ob wohl der Fahrer das 50-PS-Manko gerade durch fleißige Schaltarbeit auszugleichen versucht. Im mittleren Drehzahlbereich startet der Golf so autoritär ...
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