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... verzweifelt nach Abhilfe, aber wohl auch unbewusst nach Sühne für die Unschuldigen, die ihr blühendes Leben mit einem Schlag auf der Strasse beenden oder den Rest ihrer Tage als Krüppel verbringen müssen. Aber der Zorn ist auch hier ein schlechter Ratgeber. Nur wenn man ruhig und zielbewusst tiefer schürft, heben sich allmählich einige Zipfel vom Schleier, der uns die Ursachen des Verkehrsunfalls, dieses düsteren Hintergrundes einer lawinenartigen Entwicklung, noch immer verhüllt. Wer immer sich um die Verhütung von Verkehrsunfällen bemüht, stellt naturgemäss zuerst die Frage, wie jemand beschaffen sein muss, der einen Verkehrsunfall verursacht. Niemand denkt dabei an sich selbst. Jeder normale Fahrer und jede normale Fahrerin — und wer zählt sich nicht dazu — ist davon überzeugt, dass nur andere, und zwar irgendwie besonders dazu prädestinierte Menschen Unfälle verursachen können. Jedermann nimmt an dieser Hexenjagd teil. Bald verdächtigt man die Jungen, bald die Alten, bald die Ein neuer Begriff muss eingeführt werden: der Nutzeffekt des Ueberholens. Zuerst eine kleine Geschichte, die wirklich passiert ist. Ein Schweizer fährt auf einer amerikanischen Autobahn mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 75 Meilen oder 120 km/h. Es herrscht reger Verkehr, besonders auf der rechten Fahrspur. Er rollt mit etwa 100 km/h dahin. Der Schweizer fährt mit. Dann ...
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