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Früher war vieles einfacher - Vierganggetriebe am Delage

Bruno von Rotz - 31.05.2016

Schaltung des Delage von 1920

Ein Blick in den Delage CO 4 1/2 Litre Salamanca Gallé von 1920 anlässlich des Concorso d’Eleganza Villa d’Este überraschte. Da erkannte man ein Vierganggetriebe mit offener Schaltkulisse mit exakt zwei Ebenen.

Delage CO 4 1/2 Litre Salamanca Gallé von 1920

Zwei Ebenen für fünf Gänge (viermal vorwärts, einmal rückwärts)? Wie konnte das funktionieren? Gab es noch eine versteckte Ebene für den Rückwärtsgang oder gar einen separaten Schalter für die Umdrehung der Laufrichtung des Motors, so dass man dann mit allen vier Vorwärtsgängen rückwärts fahren konnte wie beim Messerschmitt? Mitnichten.

Delage-Schaltung von oben gesehen

Ein genauerer Blick oder ein Gespräch mit dem Besitzer lüftete das Geheimnis. Die Schaltführung für den ersten Gang war deutlich länger und beherbergte zwei Fahrstufen, nämlich die des ersten Gangs und, betätigt durch eine Freischaltvorrichtung oben auf dem Schalthebel, den Rückwärtsgang am vorderen Ende der Schaltebene (markiert durch ein zusätzliches "R" vor dem "1").

Mit dieser mechanisch sicherlich aufwändigeren Lösung schlugen die Delage-Ingenieure zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein versehentliches Einlegen des Rückwärtsgangs war praktisch ausgeschlossen. Und, mit nur zwei Ebenen war die Verwendung einer seitlichen Feder unnötig und die Schaltpräzision gesteigert.

Tags: Technik, Getriebe, Schaltung, Bedienung, Vorkriegsfahrzeug, Schönheitskonkurrenz

 

Wir suchen die frühe Geschichte dieses Volkswagens

Bruno von Rotz - 30.05.2016

VW Beutler Coupé 1958/1960 (© Daniel Reinhard)

In der aktuellen Nummer des Oldtimer-Magazins Swiss Classics Revue ist eine umfangreich illustrierte Geschichte über ein VW Beutler Coupé aus dem Jahr 1958 publiziert. Trotz umfangreicher Nachforschungen konnte die frühe Geschichte dieses Autos nicht ganz eruiert werden. Obschon die Bestellung im Jahr 1958 (durch eine Garage in Vevey) erfolgte und das Coupé die Karosserienummer “1156/58” trägt, sitzt der Wagen heute auf einem VW-Chassis mit der Nummer “3.395.274”, das gemäss offiziellen Informationen erst im Jahr 1960 produziert wurde. Es könnte also sein, dass irgendwann die Käferplattform gewechselt wurde.

VW Beutler Coupé 1958/1960 im Jahr 1994 vor der Restaurierung

Ab 1993 ist die Geschichte komplett bekannt. Damals wurde der Wagen, zu jenem Zeitpunkt gelb lackiert, zwecks Restaurierung gekauft und dann wieder über viele Jahre in den ursprünglichen Zustand mit hellbraun-metallischer Farbgebung mit dunklem Dach zurückgeführt.

Wer mehr über die frühe Geschichte des eleganten Coupés weiss, soll sich doch bitte per Email oder Kontaktformular an uns wenden.

Wer die ganze Geschichte des hübschen Coupés lesen möchte, sei auf die aktuelle Nummer der Swiss Classics Revue verwiesen.

Tags: Fahrzeuggeschichte, Historie, Forschung, Restaurierung

 

Talent und Zufall!

Bruno von Rotz - 29.05.2016

BMC Mini Cooper S 1965

Kürzlich sass ich mit Bernhard Brägger, dem umtriebigen Organisator früherer Klausenrennen und des diesjährigen Gotthard Rallyes, aber auch bekannt durch seine Bücher und Artikel, am selben Tisch und er erzählte von seiner Fahrt im Ford T Modell durch halb Europa, die er vor rund einem Jahr unternommen hatte. Eines der Ziele, das er im Winter anfuhr, war Finnland.

Um dort mit den anfänglich oft etwas reserviert wirkenden Einwohner ins Gespräch zu kommen, setzte Brägger jeweils auf Namen bekannter Rallye-Fahrer. Dies funktionierte bestens und schon bald wurden ihm die unglaublichsten Geschichten erzählt. Etwa von der Sensationsfahrt des Timo Mäkinen, dem in der Ouninpohja Sonderprüfung die Motorhaube am Mini Cooper aufflog bei der 1000 Seen Rallye im Jahr 1967. Mäkinen hielt nicht etwa an, sondern fuhr mit praktisch unverminderter Geschwindigkeit weiter, erreichte das Ziel der Sonderprüfung noch mit der drittbestenzeit, den Wagen mit halb aus dem Fenster geneigten Kopf (mehr liessen die kleinen Scheiben nicht zu) dirigierend. Welch ein Talent!

Er habe dies selber gesehen, berichtete der finnische Rallye-Fan die Szene Brägger. Und dieser mir.

Mini mit offener Motorhaube am 1000 Seen Rallye 1967

Zufall! Wenige Tage zuvor war ich am Concorso d’Eleganza Villa d’Este, wo ein roter Rallye-Mini sich den Augen der strengen Jury stellte.

1000 Seen Rallye 1967 - Timo Mäkinen im Mini

Dieser Mini war gemäss Besitzer exakt jenes Auto, das Mäkinen an der 1000 Seen Rallye gefahren hatte, und sogar die Spuren der aufgeschlagenen Motorhaube waren noch zu sehen.

Spuren am Mini Cooper S von 1965 vom 1000 Seen Rallye 1967

Wer die Geschichte nicht glaubt, der sei auf das Youtube-Video verwiesen, das die verwegene Fahrt zeigt.

 

Tags: Rallye, Concours d'Elegance, Erinnerungen, berühmte Rallye-Fahrer

 

Der Beginn der inneren Sicherheit

Bruno von Rotz - 28.05.2016

Bei kaum einem Auto zuvor war der inneren Sicherheit soviel Gewicht gegeben worden wie beim Mercedes-Benz 220 S, der 1959 vorgestellt worden war. 

Um das Überleben der Insassen bei einem Unfall zu garantieren, der sich trotz der “Narrensicherheit” des Wagens nie ganz vermeiden liesse, wurde der Wagen innen so sicher wie möglich gestaltet.

Um das Ergebnis zu überprüfen, wurden verschiedene Tests durchgeführt. 

Da war einmal der “Schlagkopftest”, bei dem eine Holzkugel von 5 kg Gewicht gegen das Armaturenblech geschlagen wurde, um den Aufprall eins Kopfs zu simulieren. 

Dann führte man Aufpralltests mit einem Schlitten, der gegen eine Wand gefahren wurde, aus. Man sprach vom “Schleudersitz”. Schliesslich überprüfte man mit einem Überschlag bei 80 km/h, ob sich die Fahrgastzelle so stabil wie erwartet erweisen würde. 

1960 wertete man es schon als gutes Ergebnis, wenn Sitze und Gurten - ja, die gab es damals bereits im Versuchstadium - nicht aus ihren Verankerungen gerissen wurden. 

Die drei Bilder zeigen Ausschnitte aus dem Überschlagsversuch, der in der Bildlegende damals in der Ausgabe 11/1960 der ADAC Motorwelt wie folgt beschrieben wurde:

“Unser Bildstreifen zeigt interessante Überschlagsversuche mit den neuen Mercedes-Benz-220er-Typen, die auf dem Daimier-Benz-Versuchsgelände durchgeführt wurden. Hier einige Phasen des Überschlagversuches. Auf dem Führersitz saß eine Testpuppe. Im 80-km-Tempo wurde das Fahrzeug auf die Überschlagrampe geführt. Im ersten Bild fliegt der Wagen durch die Luft und neigt sich seitwärts. Die versehentlich nicht vorschriftsmäßig geschlossene Kühlerhaube wird bereits durch den Luftstau angehoben.— Im mittleren Bild überschlägt sich der Wagen beim Auf- prall auf den Boden. Die nicht verriegelte Kühlerverkleidung hebt sich auf der rechten Seite ab, das Dach und sämtliche Scheiben sind in dieser Phase noch unbeschädigt. — Bei dem unteren Bild hat sich der Wagen um 180 Grad um seine Längsachse gedreht und es erfolgt der anschließende Sturz auf die rechte Wagenseite. Danach dreht sich das Fahrzeug noch einmal auf die Räder und kommt , auf der linken Seite liegend, zum Stillstand. Dach, Heck und Fahrgastraum blieben bei diesem Versuch fast unbeschädigt.”

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Was für ein flotter Flitzer!

Bruno von Rotz - 27.05.2016

Flitzer aus Deutschland

Wir wollen (noch) ein kleines Geheimnis daraus machen und nicht sofort verraten, wie der elegante Sportwagen heisst, der auf dem Bild zu sehen ist. Nur so viel sei gesagt, er wurde anfangs der Sechzigerjahre gebaut.

Die Auflösung erfolgt nächste Woche, wenn wir den Artikel “Vorsprung durch Plastik” veröffentlichen werden.

Wenn Sie schon jetzt wissen, wie der Wagen heisst und mit welchem Motor er angetrieben wurde, dann können Sie sich zurecht einen Kenner nennen.

Tags: Mystery Car, Rätsel, Sportwagen, Kunststoff

 

Mein Vater ist viel stärker als deiner! Aber meiner ist dafür schneller!

Daniel Reinhard - 26.05.2016

Renault-Alpine mit Trax

So oder ähnlich lauten die Sprüche, mit denen kleine Jungs an der Volksschule prahlen und ihre Väter glorifizieren. Was würden wohl der Renault-Alpine A110 und der Maserati Merak SS dazu sagen?

Die beiden Bilder entstanden unabhängig voneinander, sind aber derselben Bildidee verpflichtet.

Das Foto mit der Alpine entstand in der Schweiz, die Aufnahme mit dem Maserati aber rund fünf Flug-Stunden davon entfernt, nämlich in Dubai.

Maserati Merak SS vor Trax

"Ungleiche Brüder” oder "David gegen Goliath" könnte man untertiteln.

Den kleinen Unterschied macht einzig die Brennweite des Objektivs: Der Maserati wirkt dank der kurzen Brennweite (Weitwinkel) in Grösse und Breite dem Caterpillar überlegen, während die Berlinette dank der langen Brennweite (Teleobjektiv) klein und chancenlos gegen das gelbe Ungeheuer wirkt.

In Bewegung betrachtet, würden aber beide den Nutzfahrzeugen um die Ohren fahren, zumindest solange der Untergrund fest ist …

Tags: Fotografie, Sportwagen, Erinnerungen

 

Oldtimer-Fahrer verzichten gerne

Bruno von Rotz - 25.05.2016

Frage der Woche 59 - Ausstattung eines Oldtimers

Moderne Autos bieten immer mehr Annehmlichkeiten und machen das Fahren einfacher. Damit, so könnte man annehmen, steigen auch die Ansprüche an alte Autos. Doch die Fahrzeuge von gestern waren oftmals deutlich einfacher ausgestattet als die heutigen, manches Komfortmerkmal gab es noch gar nicht. Da fragten wir uns, ob der heutige Oldtimerkäufer hier noch bereit ist, Kompromisse zu machen.

Wir stellten eine Liste von Zubehörelementen auf und stellten sie bei unseren Lesern in unserer letzten " Frage der Woche " zur Auswahl. Und wir waren überrascht, denn Servolenkung, Automatik-Getriebe, Klimaanlage, Airbag oder ABS (Antiblockier-Bremssystem) erhielten lediglich vereinzelte Stimmen, einzig Sicherheitsgurten ist einem runden Viertel der Oldtimer- und Youngtimer-Käufer wichtig. Und drei Prozent möchten gerne auch ein Radiogerät (oder ähnlich) dazu haben.

64% der Oldtimer-/Youngtimer-Erwerber aber verzichten gerne auf all diese Dinge und kaufen gerne auch ein Auto ohne alle diese Komfort- und Sicherheitsmerkmale. Und nur noch ein kleiner Anteil von drei Prozent hätte gerne mehrere der vorgeschlagenen Attribute im Wagen.

So wie es aussieht, sind Oldtimerkäufer also hart im Nehmen und sicherlich nicht verweichlicht trotz der Komfortinflation im Automobilbau der Moderne.

Hier noch zur Vollständigkeit die ganze Auswertung der Frage "Welches Ausstattungsdetail ist für Sie unabdingbar, wenn Sie einen Oldtimer (oder Youngtimer) kaufen?":

Umfrage 59 - welche Mindestausstattung braucht der Oldtimer/Youngtimer

Bereits haben wir die nächste Frage der Woche gestellt, dieses Mal geht es darum, ob es eigentlich noch mehr Bücher zu Oldtimer-/Youngtimer-Themen braucht .

Die Ergebnisse der bisherigen Fragen der Woche können alle in einem eigens eingerichteten Themenkanal nachgelesen werden.

Tags: Frage der Woche, Ausstattung, Komfort, Oldtimerkauf, Youngtimer

 

Das Auto von morgen (damals)

Bruno von Rotz - 24.05.2016

Mercedes-Benz 220 SE

Über die Geschichte des Automobils hinweg, wurde immer wieder die Ansicht geäussert, dass das Auto nun eigentlich erfunden sei, dass kaum mehr etwas Neues käme. Das war schon in den Zwanzigerjahren so, aber auch Ende der Fünfzigerjahre.

Damals nämlich schrieb ein gewisser Willi Wieczorek einen einseitigen Artikeln in der ADAC Motorwelt mit dem Titel “Das Auto von morgen”. Und bezog sie dabei auf den Mercedes-Benz 220 SEb. Da stand unter anderem:

“Eines Tages kommt das Wunschauto" das ist der Standardsatz eines jeden Kritikers, wenn er wieder einmal vor einem neuen Modell stand, das die Erwartungen nicht erfüllte. Wunschautos sollen die bewußten und auch die unbewußten Wünsche des Publikums voraus- ahnen und auf ihre industrielle Ausführbarkeit hin prüfen.
Ein solches Wunschauto hat jetzt Daimler-Benz der Öffentlichkeit in den neuen Modellen der 2,2-Liter-Limousine mit den Sechszylindertypen 220, 220 S und 220 SE vorgestellt. Diese Neukonstruktion aus Untertürkheim ist wirklich - wie Pressechef Artur J. Keser in seinem treffenden Bonmot formulierte - „das Auto von morgen - leider noch auf unseren Straßen von gestern".

Wieczorek war in seinem Artikel voll des Lobes ob der neuen Limousine und konnte sich offenbar kaum noch Verbesserungen vorstellen. So schrieb er:

“Wir könnten noch viele Details bei diesem neuen, überdurchschnittlich komfortablen Mercedeswagen schildern, möchten aber nicht dem ausführlichen, von allen Seiten mit großem Interesse erwarteten Testbericht vorgreifen, den die ADAC Motorwelt bereits im nächsten Heft veröffentlichen wird.
Wir hatten Gelegenheit, auf der abgesperrten Solitude-Rennstrecke die neuen 220er-Modelle zu fahren. Der erste Fahreindruck war überwältigend. Im Fahrverhalten, in der Straßenlage, in der Lenkpräzision zeigte der Wagen Eigenschaften, die man bereits nach diesem Kurztest als die besten bezeichnen muß, die es heute gibt. Dieser neue Daimler-Benz 220 ist in Form und Leistung ein „klassischer Europäer", ein Automobil von besonderem Rang.”

Und was seither an Entwicklung alles geschehen ist, wissen wir natürlich heute. So ganz fertig war das Automobil damals eben doch noch nicht.

Tags: Entwicklung, Autoherstellung, Qualität

 

Was wäre gewesen, wenn …

Bruno von Rotz - 23.05.2016

Prototyp Mini 9X 1969

British Leyland 1969 diesen Wagen nicht abgelehnt und als Nachfolger des Mini ins Produktionsprogramm aufgenommen hätte?

Entwickelt hatte den Mini 9X, so hiess dieser Prototyp, kein anderer als Alec Issigonis, der auch den Ur-Mini konstruiert hatte.

Heckansicht des Mini 9X Prototyps von 1969

Vier Personen und Gepäck fanden im Prototyp 9X deutlich mehr Platz vor als im “Vorgänger”. Ein neuer Motor samt Getriebe waren entwickelt worden, um damit 40% Gewicht zu sparen. Hinten und vorne gab es neue Einzelaufhängungen und am Heck eine grosse Kofferraumklappe, wie sie später auch am Golf zu finden war.

Der originale Mini mit dem Mini 9X Prototyp, der ihn hätte beerben können

Ja, der neue Mini 9X war in allen Punkten besser und dazu noch fünf Prozent günstiger in der Herstellung. Doch das Leyland-Management wollte ihn nicht und liess das Projekt sterben, vielleicht weil der Wagen nicht gefiel oder weil man dringendere Probleme hatte, als den meistverkauften Wagen der Gruppe zu ersetzen.

Die Konkurrenz jedenfalls ergriff die Chance und produzierte Autos genau vom Zuschnitt des Mini 9X.

Heute kann man sich kaum vorstellen, dass der kultige Ur-Mini durch dieses doch eher langweilig aussehende Auto ersetzt worden wäre. Umso überraschter zeigten sich die Besucher am Concorso d’Eleganza Villa d’Este, denen BMW

im Rahmen der 100 Jahre Markengeschichte diesen Mini (vom British Heritage Trust) präsentierte am letzten Wochenende.

Tags: Entwicklung, Nachfolger, Kultauto, Prototyp

 

Kann man diesen Wagen neu aufleben lassen?

Bruno von Rotz - 22.05.2016

BMW 2002 turbo am Concorso d'Eleganza 2016

Da hatte sich Villa d’Este Veranstalter BMW eine schwierige Aufgabe gestellt. Auf den Concorso d’Eleganza hin liess man den BMW 2002 turbo als “Hommage” neu auferstehen.

BMW 2002 turbo hommage 2016

Anders aber als bei den früheren Hommages, wählte man beim 2002 eine existierende Basis, was eine Serienproduktion nicht verunmöglichen liesse.

BMW 2002 turbo hommage 2016

Entsprechend stand der 2-er der 2002 turbo hommage Pate und stand anlässlich der Pressepremiere am Freitag Abend und auf dem Laufsteg des Concorso gestern Samstag zum ersten Mal im Rampenlicht.

Ob die Fans des 2002 die Hommage als “Nachfolger” akzeptieren werden, lassen wir offen. Es muss aber gesagt werden, dass das Resultat durchaus “fesch” aussieht und der 2-er durchaus als moderner 2002 gesehen werden könnte.

Im Mittelpunkt standen aber gestern am Concorso d’Eleganza Villa d’Este aber natürlich die alten Autos. Vergeben wurde schliesslich der Publikumspreis Coppa d’Oro.

Porsche 550 Michael May am Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2016

Diesen erhielt nicht der eindrückliche und originelle Porsche 550 Spyder mit Michael-May-Flügel, so gebaut Mitte der Fünfzigerjahre, also rund 10 Jahre bevor die Konstrukteure der Formel 1 auf eine ähnliche Idee kamen. Und damals so schnell, dass ihn die Konkurrenz verbieten liess.

Lancia Astura Serie II Castagna 1933 am Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2016

Als Schönsten wählte das Publikum aber den Lancia Astura Serie II von 1933, ausgerüstet mit einer V8-Maschine von 2973 cm3.

Coppa d'Oro 2016

Damit hat das Publikum eine gute Wahl getroffen, denn der Lancia mit der eleganten, tropfenförmiger Castagna-Karosserie wurde bereits 1935 am Concorso d’Eleganza Villa d’Este gezeigt, nur fünf Wochen nach dem Start beim 24-Stunden-Rennen von Pescara.

Natürlich werden wir schon in Kürze einen vollständigen Bericht über den diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este publizieren. Heute, Sonntag, werden die Klassenpreise und der “Best of Show”-Preis vergeben. Während des Tages können die Autos von der Öffentlichkeit in der Villa Erba besichtigt werden.

Tags: Veranstaltung, Schönheitskonkurrenz, Concours d'Elegance

 

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