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Motor World Berlin 2016: Motor World Berlin 2016

Der Kleine und der noch kleinere Fiat 500

Daniel Reinhard - 01.10.2016

Fiat 500 mit Anhänger (© Josef Reinhard / Archiv Daniel Reinhard)

Doppeltes "Schnupftrückli" (Schweizer Dialekt für Schnupftabakdose) auf Tournee - normalerweise steht ein Modell ja zu Hause in der Vitrine. Doch dieser Weltenbummler, siehe all die Kleber am 1:1, hat sein Modell immer mit dabei. Vermutlich ist der Anhänger ja auch nur ein Mittel zum Zweck, um den Kleinen nicht in der Vitrine verstauben zu lassen. Aber natürlich wissen wir auch um den doch arg geringen Stauraum im Fiat 500, schliesslich haben wir ja gerade einen Bericht dazu publiziert.

Trotzdem: Offene Augen bringen oft Bilder, die mehr sagen als 1000 Worte und auch immer wieder zum Schmunzeln anregen.

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, Gespann, Modell, Globetrotter

 

Herzliche Gratulation lieber Jochen Mass

Daniel Reinhard - 30.09.2016

Jochen Mass im Mercedes-Benz W196 (© Daniel Reinhard)

Jochen Mass, der gelernte Seemann, wurde am 30. September 1946 in Dorfen geboren und feiert heute seinen 70. Geburtstag.

Jochen galt als die ganz grosse deutsche Motorsporthoffnung nach Graf Berghe von Trips und vor Stefan Bellof und Michael Schumacher. Nach dem tödlichen Unfall von Trips in Monza im Jahre 1961 mussten die Deutschen satte neun Jahre warten bis das Trio, Stommelen, Mass und Stuck, die Formel 1 eroberte. Jochen war am Schluss der Erfolgreichste und von Anfang an der Vielversprechendste von dem Trio.

Nach seinem Formel-2-Vize-EM-Titel auf Surtees TS15 hinter Jean Pierre Jarier, debütierte er 1973 in Silverstone in der Königsklasse, natürlich auch in einem Surtees. Die Autos des Briten waren leider nicht über alle Zweifel erhaben und so blieben die Erfolge überschaubar, aber immerhin konnte er McLaren von seinem Talent überzeugen.

Neben Emerson Fittipaldi startete er 1975 als Nummer zwei in die Formel-1-Saison. Ganze drei Jahre fuhr er in den rot-weissen Autos, stieg dabei acht Mal aufs Treppchen und konnte 64 WM-Punkte erringen. 1976 begleitete er die damalige neue Nr. 1 im Team, James Hunt, zum WM-Titel. Es war das Jahr in dem Niki Lauda seinen Feuerunfall am Nürburgring hatte und Hunt am Ende im Regenrennen von Fuji den Titel holte. Ohne den Unfall von Lauda hätte Mass in der grünen Hölle wohl seinen zweiten GP-Sieg eingefahren, da er bei feucht-nassen Bedingungen als einziger mit Slicks zum Rennen gestartet war. Auf der sich schnell abtrocknenden Fahrbahn ging er schon bald in Führung und konnte diese wegen der Boxenstopps seiner Konkurrenten weit ausbauen. Doch dann musste leider das Rennen nach dem Feuer-Unfall von Lauda abgebrochen werden. Nach dem Neustart konnte Mass seine Führungsposition nicht mehr verteidigen und wurde als Dritter abgewunken.

Auch seinen einzigen GP-Sieg holte er in einem Rennen, das von einem schweren Unfall überschattet wurde. Der GP Spanien von 1975 sollte, infolge nicht korrekt montierten Leitplanken, von den Fahrern boykottiert, das heisst langsam gefahren werden. Doch schon am Start knallten die beiden Ferraris von Lauda und Regazzoni ineinander und das Rennen war eröffnet bis Rolf Stommelen an der schnellsten Stelle der Strecke der Heckflügel brach und er über die Leitschienen in die Zuschauer flog. Fünf der Besucher wurden dabei getötet, das Rennen sofort nach 29 von 75 Runden mit dem zur Zeit führenden Mass abgebrochen.

Nach McLaren fuhr Jochen noch für ATS, Arrows und schliesslich noch für March. Ganze 7 WM-Punkte konnte er noch mit dem Arrows zusammenkratzen. Nach langer unfallfreier Zeit häuften sich plötzlich die Unfälle auf beängstigende Art und Weise:

1978 bei einem Testunfall in Silverstone nach einem Aufhängungsbruch mit dem ATS brach er sich nicht nur die Beine, sondern zog sich auch noch eine Lungenverletzung zu. 1980 stauchte er sich die Wirbelsäule nach einem Überschlag ins Kornfeld von Zeltweg und 1982 flog er mit dem March über den Arrows von Mauro Baldi, die Leitplanken und den Sicherheitszaun in den Zuschauerraum. Wie durch ein Wunder entstieg Mass mit leichten Verbrennungen und schweren Prellungen dem Totalschaden. Zwölf Zuschauer wurden durch herumfliegende Teile leicht verletzt.

Dazu eine Geschichte am Rande: Mein Kollege Ferdi Kräling stand an dieser Stelle in der Signe-Kurve am Ende der langen Mistral-Geraden und war mit seiner Kamera voll auf dem Unfall drauf, doch leider spulte der Film nach einer Auslösung während des Überschlages von Mass in aller Ruhe zurück. Er erzählt noch heute, was er alles im Sucher noch sehen konnte.

Nach der F1 wechselte Mass zu den Sportwagen und gewann für Porsche neun Langstreckenklassiker mit den Typen 956 und 962.

Ab 1988 sass er im Sauber-Mercedes und gewann 1989 (nach dem 2. Platz 1982 im Porsche 956) mit Manuel Reuter und Stanley Dickens auf der Strecke, die er am meisten hasste, er wurde Sieger beim 24-Stunden-Klassiker von Le Mans.

Eberhard Reuß vom SWR hat in Nizza, Goodwood, Hockenheim und am Nürburgring eine sensationelle Dokumentation über das Leben und die Karriere von Jochen Mass produziert. Der sehenswerte Film erzählt über eine Zeit, als Rennfahrer noch echte Ritter waren und die Technik alles andere als perfekt war. Der am 25. September ausgestrahlte Film ist in der Mediathek der ARD oder des SWR jederzeit abrufbar.

Heute sieht man Jochen bei fast allen bedeutenden historischen Events als Botschafter für Porsche oder Mercedes Benz, mal im W125 am Grossglockner oder im 935 zusammen mit Brian Johnson (AC/DC) in Le Mans.

Jochen Mass mit McLaren-Mechaniker Bruno Flückiger (© Daniel Reinhard)

Lieber Jochen wir haben bereits viele schöne Stunden zusammen verbracht und dabei immer wieder viel gelacht. Das ganze "zwischengas-Team" und ich wünschen dir alles, alles Gute zum Geburtstag und weiterhin eine gute Gesundheit, so dass du mir auch in Zukunft wieder den Mercedes-Stern in die Kamera-Linse fahren kannst.  

Jochen Mass in der Heckflosse (© Daniel Reinhard)

Tags: Rennfahrer, Geburtstag, Karriere, Rückblick

 

Auf den Hund gekommen

Bruno von Rotz - 29.09.2016

BMW M1 Procar und ein Hund (© Daniel Reinhard)

Oldtimer und Hunde gehören nicht grundsätzlich zusammen, doch treffen wir oftmals beide zusammen an.

Mini Countryman und Hund

Wir haben daher begonnen, Bilder vom Hund mit Oldtimer (oder umgekehrt) zu sammeln. Und wir haben Sie in eine Bildermagie-Folge “gegossen”.

Vorkriegsklassiker in Baden-Baden und Hund

Einfach einmal reinschauen , es macht Spass.

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, Tiere, Hund, Augenblicke, Fotografie

 

Die Freude am komplett und hochwertig restaurierten Fahrzeug

Bruno von Rotz - 28.09.2016

BMW Isetta von 1959 (© Daniel Reinhard)

Vor kurzem hatten wir mehrfach die Gelegenheit, komplett neu restaurierte Fahrzeuge unterschiedlicher Couleur zu fahren. Jetzt sind wir ja durchaus Anhänger einer gepflegten Patina und auch nicht unbedingt die Anhänger der 100-Punkte-Concours-Restaurierung, aber fahrerisch machen dann diese Autos, wenn sie auch technisch hochwertig instand gesetzt sind, wirklich viel Spass.

Facel Facellina F2 1600 von 1962 (© Daniel Reinhard)

Es funktioniert halt alles und man blickt, wo immer man hinschaut, auf ein fabrikneues Automobil, wie es die ursprüngliche Produktionsstätte vielleicht in dieser Qualität nie verlassen hat. 

Getriebe, Kupplung, Bremsen, Lenkung, Aufhängungen, usw. - alles läuft exakt und spielfrei. Unter dem Wagen zeigen sich keine unerwarteten Flüssigkeitsreste, wenn man abgefahren ist und auch am Auspuffende kann man sehen, dass sich die Teile im Motor genau so bewegen, wie das der Konstrukteur vorgesehen hat.

Wir verstehen, dass die Besitzer komplett instandgesetzter Oldtimer eine grosse Freude empfinden, wenn sie ihren Wagen starten und losfahren. Das ist auch verdient und kompensiert die vielen Schwierigkeiten und Probleme, die möglicherweise während der Restaurierung aufgetreten sind. Spätestens jetzt sieht man auch die bekannte Oldtimerkauf-Weisheit “immer den besten kaufen” in einem anderen Licht.

Tags: Restaurierung, Zustand, Fahrgefühl, Patina

 

Wenn Fahrmanöver nicht mehr logisch und voraussehbar sind

Bruno von Rotz - 27.09.2016

Verkehrssituation

Immer mehr Autos fahren mit Assistenzsystemen oder gar teilautonom durch unsere Strassen. Der Fahrer braucht sich nicht mehr um Abstände zu kümmern, selbst das Lenken kann er in gewissen Situationen dem Auto überlassen.

Soweit so gut. Nicht ganz so einfach ist die Sache für den Hinterherfahrenden. Denn wo sich ein menschlicher Fahrer in seinem Tun meist logisch verhält, tut dies der Computer im modernen Auto nicht unbedingt. Oder sind ihnen noch nie seltsame Bremsmanöver eines vorausfahrenden Wagens aufgefallen, etwa in der Stadt oder auf der Autobahn beim Spurwechsel? Wenn es sich hier nicht um einen total ortsfremden Touristen handelte, dann war wohl die “Hand” des Computers im Spiel, der ein Hindernis befürchtet oder eine sonst geartete Gefahr “sah”.

Tatsächlich sind die heutigen Systeme nicht in der Lage, weiter zu sehen, als sie sehen können. Es fehlt ihnen der Instinkt des erfahrenen Autofahrers, der das Verhalten der Verkehrsteilnehmer vorausahnt, der frühzeitig erkennt, dass der Wagen vor ihm noch rechtzeitig aus der Spur fahren wird oder bereits wieder beschleunigen kann, wenn man herannaht. Es gibt Tausende verschiedener Verkehrssituationen, die ein Vielfahrer bereits einmal erlebt und in seinen Erfahrungsschatz integriert hat. Bis die Computer im selbstfahrenden Auto soweit sind, wird es noch einige Zeit gehen. Bis dahin werden wir uns auf seltsame Manöver dieser Wagen einstellen müssen. Vielleicht sollten sie den autonomen Fahrmodus nach aussen anzeigen, dann wäre man gewarnt ….

Verkehrssituation

Und was das ganze mit Oldtimern zu tun hat, fragen Sie? Nun, man kann sicher sein, das alte Autos immer durch einen Fahrer gelenkt werden und nie durch einen Computer. Somit verhält er sich im Strassenverkehr erst einmal logisch und voraussehbar. Und wenn Sie selber am Steuer des Oldtimers sitzen und vor ihnen ein modernes Auto mit unverständlichen Bremsmanövern fährt, dann halten Sie Abstand, denn so ein neumodisches Auto kann ganz schön drastisch in die Eisen gehen ...

Tags: Assistenzsysteme, autonomes Fahren, Oldtimer im Verkehr, Koexistenz

 

Wo sind nur die schönen Details geblieben?

Bruno von Rotz - 26.09.2016

Ford Thunderbird an der Dolder Classics 2016

Wenn wir Autos fotografieren, fällt es uns besonders auf. Wie letzthin, anlässlich der Dolder Classics vor zwei Wochen. Alte Autos bieten einfach wunderschöne Details!

Bentley 4 1/2 Litre von 1928 an der Dolder Classics 2016

Schon die Vorkriegswagen haben viele ungewöhnliche Formen und Abschlüsse, Kühlöffnungen und Verkleidungen zu bieten.

Oldsmobile an der Dolder Classics

Aber so richtig aus dem Vollen haben vor allem die Amerikaner in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren geschöpft. Da kann man sich an den Detaillösungen kaum sattsehen.

Cadilllac Front an der Dolder Classics

Und wenn man ein Auto portraitiert, dann werden es schnell sehr viele Detailaufnahmen, weil es so viele interessante Sachen zu zeigen gilt.

Alfa Romeo Montreal an der Dolder Classics 2016

Denn die Konstrukteure hatten freie Hand, es galt nicht die Anzahl der Anbauteile zu minimieren und die Produktion möglichst zu vereinfachen.

VW Bus T2 an der Dolder Classics 2016

Der Wagen musste vor allem schön aussehen und aus der Menge herausstechen.

Bei modernen Autos dagegen überwiegt die aerodynamische Linienführung, die relativ wenig “Firlefanz” duldet. Glatt liegen Kanten an, die Kühlluft wird möglichst versteckt in den Wagen gesogen und gleich mehrfach genutzt (wie beispielsweise beim neuen Honda NSX). Kein Wunder fokussiert man sich dann hauptsächlich auf Ganzaufnahmen.

Tags: Design, Gestaltung, Form, Funktion, Details, Designelemente

 

12 Personen suchten ein Fahrzeug … und fanden die BMW Isetta

Bruno von Rotz - 25.09.2016

BMW Isetta von 1956

Im März 1955 stellte BMW die Isetta dem Käuferpublikum vor, in Anlehnung an die eigenen Motorradproduktion nannte man sie ein “Motocoupé” und verbaute einen Motor aus dem eigenen Programm, während die Grundkunstruktion von Renzo Rivolta stammte, von BMW aber verfeinert wurde.

Die Isetta kam gut an und wurde zum Erfolg, beteiligt daran war auch die schön gemachte Werbung und die hübschen Verkaufsprospekte, die BMW gestaltete. Im Jahr 1956 kamen die Marketingleute auf die Idee, ähnlich einem Zeitschriftenartikels die Geschichte von zwölf Personen zu erzählen, die ein Fahrzeug suchten.

BMW Isetta von 1956 - 12 Personen suchten ein Auto

Und natürlich fanden sie eines, nämlich “ … als ideale Erfüllung ihrer Wünsche das Motocoupé BMW Isetta - bequem wie ein Auto - wirtschaftlich wie ein Motorrad”.

BMW Isetta von 1956 - die praktisch denkende Frau

Je sechs Männer (vom Landarzt bis zum Tankwart) und Frauen (von der Hebamme bis zur Fotoreporterin) erzählten ihre Gründe, warum sie zur Isetta griffen. Natürlich ergänzten sich diese Gründe bestens mit den besonderen Charakteristiken des Kabinenrollers wie etwa Sparsamkeit, Wendigkeit, Wetterschutz oder nach vorne öffnende Türe.

BMW Isetta von 1956 - für den Handwerker

Die Kaufgründe waren unterhaltsam geschrieben. So erzählt die Stewardess beispielsweise: "... Im Scherz sagen wir manchmal: Laufen muß man schon in der Luft genug, auf Erden soll man wenigstens komfortabel fahren. Und stimmt es nicht? Als Luft-Stewardeß fliegt man immer ein wenig im Trab. Bald hat der eine, bald der andere Fluggast einen Wunsch. Da habe ich es in meiner BMW Isetta tatsächlich bequemer. Ein Gedicht, finden Sie nicht!? Nebenbei, der Tip eines Kollegen vom Wetterdienst: Gaby, hat der gesagt, wenndu dich motorisierst - nur mit einem Dach über der Dauerwelle. Bedenke, Mädchen, daß es bei uns im Jahresdurchschnitt an 198 Tagen regnet, also prak- tisch an jedem zweiten Tag ... deshalb: Denk an's ,Wetta', fahr' BMW Isetta!"

Dies alles war hübsch und in Farbe, was keine Selbstverständlichkeit bei einem derartig günstigen Auto war, dargestellt und überzeugte sicherlich manchen potentiellen Käufer, insbesondere auch den 12. Suchenden, der die Reihe abschloss und gleichzeitig auch die Interviews der anderen 11 führte.

Natürlich ist der Prospekt auch im Zwischengas-Archiv zu finden.

Tags: Marketing, Verkaufsprospekt, Verkaufsargumente, Kleinstauto, Microcar, Kabinenroller

 

Der verflixte Schwerpunkt

Balz Schreier - 24.09.2016

Lotus 91/S von 1982 in Spa 2016 (© Balz Schreier)

Der Lotus 91/S von 1982 war gut unterwegs in Spa, als ihn ein technisches Problem stranden liess. Das Aufladen des historischen Formel 1 Wagens aber gelang nicht auf Anhieb.

Lotus 91/S von 1982 in Spa 2016 (© Balz Schreier)

Wie heute üblich, wurde der Monoposto am Überrollbügel angehoben, doch statt austariert nach oben zu schweben, senkte sich das Heck, während die Nase nach oben ging und das Getriebe hinten am Boden zu schleifen begann. Der Besitzer/Fahrer hängte sich vorne an die Vorderradaufhängung, doch reichten seine Kräfte nicht lange genug und er schrie “runter”.

Lotus 91/S von 1982 in Spa 2016 (© Balz Schreier)

Also begannen die Streckenposten erneut. Beim zweiten Versuch setzten sich zwei Leute auf die vorderen Aufhängungen, um die offenbar im Heck konzentrierte Masse auszugleichen. Bei den Formel-1-Autos der Achzigerjahre sass der Fahrer extrem weit vorne, logischerweise war daher auch der Überrollbügel stark nach vorne gewandert.

Lotus 91/S von 1982 in Spa 2016 (© Balz Schreier)

Der zweite Versuch funktionierte dann, der Lotus gelangte glücklich auf den Lastwagen und konnte abtransportiert werden.

Lotus 91/S von 1982 in Spa 2016 (© Balz Schreier)

Einen umfangreichen und bildstarken Bericht zum Spa Six Hours Rennwochenende haben wir vor einigen Tagen publiziert.

Tags: Historischer Rennsport, Monoposto, Formel 1, Rennbetrieb, Streckenposten, Schwerpunkt, Technik

 

Die lange Reise eines Jaguar

Bruno von Rotz - 23.09.2016

Jaguar Mk IV von 1947 mit Karosserie Reinbolt & Christé

Im Jahr 1947 karossierte die basler Firma Reinbolt & Christé einen Jaguar Mk IV für einen Kunden in Zollikon bei Zürich. Gemäss aktuellem Wissen war es eines von drei Exemplaren, das auf diese Weise karossiert wurde. Der damalige Käufer hatte den hellgrauen Wagen 1948 in Empfang nehmen können und fuhr ihn bis Mitte der Fünfzigerjahre, um ihn dann einem Ingenieur aus Zürich zu verkaufen.

1957 erwarb ein in Europa stationierter Amerikaner den eleganten Sportwagen und exportierte ihn via Deutschland und Grossbritannien nach den USA, wo er nur noch sporadisch gefahren wurde und dann wohl in einer Garage eingestellt wurde.

Motor des Jaguar Mk IV von 1947 mit Karosserie Reinbolt & Christé

Jetzt ist der Wagen wieder aufgetaucht und zurück in die Schweiz gebracht worden, wo er demnächst sanft renoviert werden soll und dann Teil der Emil Frey Classics Sammlung wird.

Aktuell kann man ihn aber im Rahmen der Emil Frey “90 Years Celebration Exhibition” Jaguar-Ausstellung noch im Zustand sehen, wie er den Atlantik überquerte. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Tags: Ausstellung, Spezialkarosserie, Cabriolet, Restaurierung

 

Auch das ging früher ohne Elektromotor

Bruno von Rotz - 22.09.2016

Schiebedach-Mechanismus beim Ford Capri 2800i von 1982

Es ist noch gar nicht so lange her, aber heute kann sich kaum mehr jemand vorstellen, das Schiebedach von Hand, also ohne elektrische Unterstützung, zu öffnen.

Offenes Schiebedach beim Ford Capri 2800i von 1982

Früher reichte eine relativ zierliche Handkurbel, um das Dach ohne riesige Kraftanstrengung nach hinten zu kurbeln. Da brauchte man dann auch keine Bedienungsanleitung, denn jeder war in der Lage, der Kurbel ihre Funktion zuzuordnen, während man heute erstmals die Beschriftung der einzelnen Knöpfe verstehen muss, um den richtigen zum Öffnen des Schiebedachs zu finden.

Leichter als dessen Nachfahren war der Mechanismus auf jeden Fall, heutige moderne Gross-Glasdächer (auch Panorama-Dach genannt) beispielsweise addieren teilweise rund einen halben Zentner zum nicht schon bescheidenen Grundgewicht.

Tags: Ausrüstung, Zubehör, Komfort, Bedienung

 

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