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Zwischengas Blog


Die praktischen Seiten des Mini

Bruno von Rotz - 16.04.2014

Morris Mini 850 von 1959

Der Mini war nicht der erste Kleinwagen, aber er ist wohl der berühmteste. Auf minimaler Fläche konnten vier Personen und etwas Gepäck untergebracht werden. Dank niedrigem Gewicht und munteren Motoren siegte der Kleine in der Rallye Monte Carlo und hängte viel stärkere und sportlichere Fahrzeuge ab.

Aber der Mini war vor allem praktisch. Dabei ging man auch ungewöhnliche Wege. So konnte zum Beispiel der Kofferraum erweitert werden, indem man das Gepäck auch auf die Heckklappe legte. Das Nummernschild klappte dann einfach herunter.

Und wenn der Wagen einmal eine Panne hatte, dann reichten drei gut gebaute Frauen, um ihn anzuheben und die Reparatur vorzunehmen. Zumindest wurde dies auf einem Bild so dargestellt. Wie lange die Damen den Wagen halten konnten, ist allerdings nicht überliefert ...

Vier Damen reparieren einen Mini

Wer mehr über den Mini nachlesen und ihn auf über 130 Bildern bewundern möchte, sei auf unseren vor einiger Zeit erschienen Artikel verwiesen. Die hier gezeigten Fotos wurden dort natürlich eingepflegt.

Tags: Kleinwagen, Nutzung, Frauen und Autos



Wenn Originalitätsdenken die Sicherheit gefährdet ...

Bruno von Rotz - 15.04.2014

Maserati WRE Chassis

Die Vielzahl von Sammler-Fahrzeugen und die gerne ins Feld geführten Privilegien von Oldtimern machen manchem Fahrzeugbesitzer das Leben schwer. Natürlich würde er seinen Wagen gerne so original wie möglich bewahren, aber gleichzeitig steht ihm auch der Sinn für Sicherheit, vor allem dann, wenn er sein Fahrzeug auch im historischen Rennsport oder bei flott gefahrenen Oldtimer-Veranstaltungen einsetzen möchte.

Ein häufiger Schwachpunkt des in die Jahre gekommenen Autos ist das Fahrgestell, das in den Sechziger- und Siebzigerjahren gerne als Rohrrahmen ausgeführt war. Und es gab sogar Hersteller, die ihre Chassis aus Gewichtsgründen aus Holz oder einem Verbund von Metall und Holz fertigten. Diese Materialien halten nicht ewig, die Steifigkeit leidet, die Schweissnähte brechen und der Rost nagt mehr oder weniger offensichtlich am Fundament des Wagens.

Marta-Bonnet Chassis

Ein Austausch des gesamten Rahmens würde in vielen Fällen Sinn machen, denn erstens kann ein Ersatzchassis heute in wesentlich langlebigerer und besserer Qualität hergestellt werden und zweitens lassen sich manche (u.a. unfallbedingte) Spuren eines langen Autolebens kaum mehr spurlos beseitigen.

McLaren-Elva-Chassis

Aber, sowohl die FIVA als auch die Zulassungsbehörden könnten anderer Meinung sein, im Extremfall könnte sogar die Betriebserlaubnis erlöschen, im einfacheren Fall die H-Zulassung respektive der Veteranenausweis. Und dies, obschon der Sicherheit in den meisten Fällen besser gedient wäre, denn heutige Schweissnähte halten länger, moderner Stahl ist fester und generell verfügen spezialisierte Betriebe heute über mehr Knowhow als die kleinen Sportwagenbauer der Sechzigerjahre.

Dangel 1300 Chassis

Aber eben, Sicherheit taugt bei den Gralshütern der Originalität offensichtlich nicht als Argument. Zumindest noch nicht ....

P.S. Wer zum Knobeln aufgelegt ist, kann auch einmal versuchen die hier gezeigten vier Fahrgestelle zu identifizieren.

Tags: Sicherheit, Originalität, Restaurierung



Originalität, aber nicht um jeden Preis ...

Bruno von Rotz - 14.04.2014

Mercedes Benz Pagoden

In der letzten Woche fragten wir unsere Leser, wie sie sich zum Thema Originalität stellen. Explizit fragten wir, was von Veränderungen an Oldtimer-Fahrzeugen, die der Verbesserung der Fahrbarkeit auf Kosten der Originalität dienen, also z.B. nachträglich eingebaute Servolenkungen, modernere Getriebe oder Scheiben- statt Trommelbremsen umfassen, zu halten sei.

Ergebnis - Frage der Woche - Originalität um jeden Preis?

Über 400 Leser äusserten sich, viele verfassten auch Kommentare (vor allem auf der Zwischengas-Facebook-Seite) und es zeigte sich, dass es das Oldtimer-Lager gespalten ist in dieser Frage. Praktisch gleich hohe Anteile (nämlich 31%) sprachen sich gleichzeitig für einen absoluten Originalzustand respektive einen optischen Originalzustand mit rückrüstbaren, unsichtbaren Anpassungen aus. Dahinter (29%) folgten jene, die fallweise entscheiden würden, ob Anpassungen tolerierbar seien, wobei auf Komfortverbesseren verzichtet würde. Nur gerade 7% sehen das Thema nicht so eng und würden alles tolerieren, was die Einsatzfähigkeit und die Freude vergrössern könnte.

Allerdings, wenn man den Verfechtern der unverfälschten Originalität die Gruppe gegenüberstellt, die mehr oder weniger Veränderungen für vernünftig halten, dann steht es natürlich 31% zu 69%. Weitere Interpretationen überlassen wir den Lesern.

Mercedes Benz 300 S von 1954

Und, wir haben bereits die nächste “Frage der Woche” vorbereitet und wollen wissen, ob die Youngtimer der Achtziger- und Neunzigerjahre es wohl zum Oldtimer schaffen.

Tags: Frage der Woche, Originalität, Veränderungen, Modernisierung



Von Alfa über Porsche bis Trabi und VW - vereint in einem Rennen!

Bruno von Rotz - 13.04.2014

Young Timer Touring Car Championship am Hockenheim Historics - Ford, Porsche und Alfa Romee

Über 50 Fahrzeuge in einem Rennen sind bei einem historischen Rennsportanlass bereits eina Ausnahme. Aber wenn dann auch noch zwanziger verschiedene Marken gleichzeitig antreten, die antretenden Autos auch noch einen Zeitraum von über 25 Jahren vertreten, dann ist mehr als nur für einen Farbtupfer gesorgt.

Start zum ersten Rennen der YTCC an der Hockenheim Historics 2014

Seit Jahren gehören die Rennen zur holländischen Youngtimer Touring Car Challenge zu einem der Highlights der Hockenheim Historics und das Feld enttäuscht auch 2014 nicht. Jedes Jahr tauchen wieder neue interessante Fahrzeuge auf.

Porsche 904 GTS im Rennen der YTCC in Hockenheim 2014

Beim gestrigen Lauf konnte man beispielsweise einen Rover 3500 SD1, einen Porsche 904, einen Lotus Europa, einen Ford Escort (Hundeknochen), einen Alfa Romeo 75, einen Jide 2 Litre, einen VW Käfer oder einen Audi 80 GTE sehen, wie sie gleichzeitig mit BMW M1, Porsche 935 K3 oder Chevrolet Camaro ihre Runden zogen.

Lotus Europa, VW Käfer und Jide im Rennen der YTCC am Hockenheim Historics 2014

Und es wurde heftig gekämpft und nicht immer gingen die Überholmanöver problemlos vonstatten. So rempelte etwa ein Porsche einen Trabant 601 von der Piste, so dass dieser auf der Seite zum Stehen kam.

Trabant in Seitenlade im Rennen der YTCC in Hockenheim 2014

Mit Streckenpostenhilfe konnte dieser aber wieder aufgerichtet und zumindest abgeschleppt werden.

Drei Männer reichten, um den Trabant wieder aufzurichten - YTCC Hockenheim 2014

Auch das Safety Car musste einmal auf die Strecke, aber es war vor allem die beherzte Fahrweise der Piloten, die das das Publikum begeisterte. Der knallrote Golf zum Beispiel hob in der Kurve eingangs Zielgeraden jedes Mal sein rechts Hinterrad ...

Ein VW Golf hebt sein Beinchen - jede Runde - beim Rennen um die YTCC am Hockenheim Historics 2014

Unser wie immer illustrierte bebilderte Bericht zum Bosch Hockenheim Historics folgt in Kürze ...

Tags: Historischer Rennsport, Youngtimer, Rennserien



Klassikerperle der Zukunft - VW Corrado

Bruno von Rotz - 12.04.2014

VW Corrado von 1990 (© Volkswagen)

1988 stellte Volkswagen ein neues Coupé vor, das eigentlich wieder einen Vorfahren noch einen Nachfolger hatte. Der VW Corrado zeigte mit 160 PS manchem Sportwagen, darunter unter anderem der Porsche 944, den elektrisch ausfahrbaren Heckspoiler. Eine Spezialität des Corrado war der G-Lader der G-60-Modelle, mit der die Leistung ähnlich wie bei einem Kompressor gesteigert wurde, wobei das Konzept im Prinzip bereits 1905 patentiert worden war.

Ab 1991 gab es den sportlichen Volkswagen auch mit VR6-Motor mit bis zu 190 PS. Die Zeitschrift Auto Express wählte den VR6-Corrado als eines der 25 Fahrzeuge, die man einmal im Leben gefahren haben sollte.

Optisch wusste der umfangreich ausgestattete Volkswagen - ABS, Servolenkung, beheizte Aussenspiegel waren immer dabei - nicht allen zu gefallen, aber insgesamt ist die Form eigentlich gut gealtert.

VW Corrado G60 von 1988 (© Volkswagen)

Für heutige Begriffe ist der Corrado relativ leicht, doch damals waren die rund 1,2 Tonnen vergleichsweise viel für ein 4,03 Meter langes und 1,67 Meter breites Coupé.

Schon damals gewann der Corrado viele Herzen und auch die Tuning-Freunde wusste vieles an ihm zu veredeln und zu verbessern.

Gebaut wurden in den sieben Produktionsjahren über 97’000 Exemplare, eine wirkliche Rarität war er also anno dazumal nicht und dies trotz der nicht gerade volkstümlichen Preise. Aber der Zahn der Zeit hat bereits viele dahingerafft und heute gehört der Corrado bereits zu den seltenen Autos auf der Strasse, oder wann haben Sie zum letzten Mal einen gesehen?

Die Preise sind heute noch günstig, allerdings wird es zunehmend schwieriger, unverbaute  und originale Corrado mit überschaubarer Laufleistung zu kaufen.

Tags: Klassikerperlen der Zukunft, Coupé, Kompressor



Das andere Versteigerungs-Amerika

Bruno von Rotz - 11.04.2014

VW Super Beetle 1971 bei Mecum

Drei Tage dauert die Versteigerung von Mecum Auctions in Houston, am 12. April 2014 werden 1’000 Fahrzeuge neue Besitzer erhalten haben oder an den Einlieferer zurückgegangen sein. Ein Massengeschäft, das zeigt, dass es nicht nur hochpreisige Versteigerungen gibt jenseits des Atlantiks sondern eben auch jene Veranstaltungen, wo man für vergleichsweise kleines Geld zu einem Klassiker kommen kann.

Mercedes Benz 450 SEL 6.9 1979 bei Mecum

Im Zwei- bis Dreiminuten-Takt fahren die Fahrzeuge über den Teppich, das aktuelle Gebot wird so schnell ausgesprochen, dass man froh ist, die Ziffern auch noch digital zu sehen. Ein Mercedes Benz 450 SEL 6.9 von 1979 wechselt für USD 8’500 (plus Aufschläge) den Besitzer, bei einem VW Käfer Cabriolet (mit Dreigang-Getriebe) von 1971 fällt der Hammer bei USD 6000, dann folgt ein Toyota Corona von 1970, sicherlich nicht im Concours-Zustand. Immerhin bietet ein Liebhaber USD 1000 und die Gebote gehen hoch bis USD 1700, verkauft. Die Risiken dürften für den Käufer nicht unbeträchtlich sein, denn wer kann schon auf Distanz sagen, wie ein Wagen unter dem Lack aussieht ...

Alte Autos wechseln mit neuen, das Spektrum des Angebots ist gross. Ist der Wagen vor dem Publikum, werden die Hauben geöffnet, der Wegen dem Publikum kurz präsentiert und schon kommt der nächste. Wenn 1000 Autos in drei Tagen verkauft werden sollen, muss alles schnell gehen, was das Zuschauen durchaus unterhaltsam macht. Die Preise schauen aus der Ferne günstig aus, oftmals bleiben die Gebote im vierstelligen Bereich stecken.

Chevrolet El Camino SS von 1971

Und immer wieder fahren amerikanische Klassiker, die auch bei uns in Europa beliebt sind auf die Bühne, so etwa ein Chevrolet El Camino SS von 1971. Gerade einmal USD 13’250 soll der Wagen wert sein. Und der Datsun Fairlady 2000 aus dem Jahr 1969? Hübsch steht er da und vom Zustand aus der Ferne sieht er aus wie eine 2-3, USD 10’000 reichen, um diesen Klassiker zu kaufen.

Datsun Fairlady 2000 1969

Wer nun meint, dass ausschliesslich wohlfeile Ware unter den Hammer kommt, sieht sich getäuscht, denn im Angebot finden sich auch höherpreisige Corvette, Pontiac GTO, Duesenberg oder Cobras. Und sogar ein Amphicar wurde gestern abend über den Teppich geschoben.

Tags: Versteigerung, Investition, Unterhaltung



Der Fahrrichtungsanzeiger - eine Notwendigkeit?

Bruno von Rotz - 10.04.2014

Fahrtrichtungsanzeige per Winker beim Fiat 100 Cabriolet von 1949 (© Bruno von Rotz)

Wir können uns das ja kaum vorstellen, ein Auto ohne Blinker. Vor rund 100 Jahren aber gab es über die Natur und die Standardisierung des “Fahrrichtungsanzeigers” heftige Debatten. Der Nutzen war eigentlich unbestritten, aber wie sollte er aussehen und wo sollte er montiert werden?

Früh wurde erkannt, dass eine Vereinheitlichung mehr als nur sinnvoll war, wie die ADAC Motorwelt 1927 zusammenfasste:

“Der gleiche Fahrtrichtungsanzeiger an allen Fahrzeugen, an Kraftwagen und Rädern, an Straßenbahnen, Pferdefuhrwerken, kurz, an jedem Fahrzeug, gleichgültig, ob es durch Motor-, Pferde- oder Menschenkraft vorwärtsbewegt wird, wäre der Idealzustand! Man kann sich eventuell auch damit abfinden, daß die maschinell betriebenen Fahrzeuge, Kraftfahrzeuge, Straßenbahnen usw., den Anfang machen, entsprechende Vorschriften für die Pferdefuhrwerke einstweilen zurückgestellt werden, weil bei diesen die technischen Schwierigkeiten einer Vereinheitlichung fast unüberwindlich scheinen. Aber eine Vereinheitlichung wäre dringend nötig! “

Als vermutlich idealen Fahrrichtungsanzeiger identifizierte die ADAC Motorwelt im Jahr 1927 den doppelseitigen Winker, der nach psychotechnischen Untersuchungen gestaltet war. Allerdings war man sich damals bewusst, dass dieser komplexe Mechanismus (mit Bowdenzügen) nicht flächendeckend eingeführt werden könnte, weil er störungsanfällig und aufwändig gebaut war. Alternative Lösungen wie der “elektrisch aufleuchtende Gehäuseanzeiger” wurde dagegen von Versuchspersonen weniger schnell wahrgenommen und verstanden. Allerdings lag dies vielleicht auch an der Grösse des Schwenkarms beim Fahrtrichtungsanzeiger, der auch schon einmal 30 oder 40 cm lang sein konnte!

Blinker beim Mitsubishi Sapporo von 1979 (© Balz Schreier)

Nun, fast 100 Jahre später kann man sich an den doppelseitigen Winker kaum mehr erinnern, er ging mit Käfer und Co schon in den späten Fünfzigerjahren unter. Der Blinker hat sich durchgesetzt und wie vieles andere mit LED-Dioden zu Designelementen entwickelt ...

Tags: Verkehrssicherheit, Entwicklung, Innovation, Ausrüstung



Der etwas andere NSU TT von Lombardi

Bruno von Rotz - 09.04.2014

Lombardi NSU 1200 SS 1970 von vorne

Am Turiner Autosalon von 1970 stellte der italienische Karossier Francis Lombardi, bekannt unter anderem durch den Lombardi Grand Prix 850 (und den Abarth Scorpione) auf Fiat-Basis, einen keilförmigen und zweifarbig lackierten Sportwagen namens Lombardi NSU 1200 SS aus. Der Name wies eindeutig auf die technische Basis hin, die der NSU TT bot.

NSU TT von 1971

Die Automobil Revue schrieb damals sec: “Lombardi hat sich der Heckmotor- typen von NSU und Volkswagen angenommen und diese mit sehr unterschiedlichen zweisitzigen Fastback-Coupékarosserien versehen.”

Lombardi NSU 1200 SS am Turiner Autosalon 1970

Nun, so unterschiedlich waren der Lombardi VW 1600 SS und der Lombardi NSU 1200 SS aus heutiger Sicht nicht, wiesen sie doch beide eine radikale Keilform auf und setzten sich damit weit von den technischen Basisfahrzeugen, die ja beide Limousinen waren, ab.

Lombardi NSU 1200 SS 1970

Zum Erfolg gereichte die Radikalität dann allerdings nicht, denn der Lombardi NSU 1200 SS blieb ein Einzelstück und ob er überlebt hat, ist mehr als ungewiss. Schade eigentlich, denn heute wäre man damit auf einem Concours d’Elégance bestens angezogen ...

Das Fotomaterial von damals ist natürlich in unserem Bildarchiv abgelegt .

Tags: Sportwagen, Spezialkarosserien, Einzelstück, Autosalon, Raritäten, Heckmotor, Keilform



Bratsche oder GTO?

Bruno von Rotz - 08.04.2014

Ferrari 250 GTO von 1962

Sotheby's bietet dieser Tage eine Bratsche an, die einst Meister Antonio Stradivari gebaut hat und die als "McDonald Viola" bekannt ist. USD 45 Millionen soll das Musikinstrument mindestens wert sein und damit auf vergleichbarer Höhe mit einem Ferrari 250 GTO (oder darüber) liegen.

Stradivari McDonald Bratsche

Ein musikalischer Autofan mit grosser Geldbörse könnte sich also aktuell zwischen einer ausgewachsenen Geige und einem Sportwagen entscheiden müssen, wenn das Kleingeld nicht für beides reicht.

Die Gemeinsamkeiten liegen übrigens nicht nur im Preis! Genauso, wie der GTO seine Qualitäten erst während der Fahrt entfaltet, lässt die Stradivari Bratsche ihre Reize auch erst im Musikspiel erklingen. Als Museumsstück sind beide nur halb so spannend. Und nur, wenn sie stetig genutzt werden, bleiben sie fit und vif, wie man es von ihnen erwartet. Zudem verlangen sie von Zeit zu Zeit nach Eingriffen von spezialisierten Handwerkern, da geben sich Geige und Auto wenig.

Selten sind natürlich beide, die Stradivari Bratsche soll eines von zehn überlebenden Exemplaren sein, während der Ausstoss bei den kleineren Violinen deutlich höher war. Vom Gran Turismo Omologato wurden immerhin 39 Stück gebaut, aber auch hier gibt es deutlich häufiger vorkommendere Schwestern wie der Ferrari 250 GTE oder der Lusso.

Bei beiden - Bratsche und Sportwagen - sind sich die Fans übrigens auch einig, dass sie ganz hervorragend klingen ...

Tags: Sammler, Investition, Rarität, Sportwagen



Klassikerperlen der Zukunft - BMW Z3 Coupé

Bruno von Rotz - 07.04.2014

BMW Z3 Coupé 1998 (© BMW AG)

Der BMW Z3 war die Antwort der Bayern auf den Mazda MX-5 und seine Kumpanen. Kostengünstig in den USA hergestellt, sollte der knapp geschnittene Roadster vor allem die Amerikaner erfreuen, was ihm auch hervorragend gelang. Die ersten Exemplare wurden 1995 gebaut, 1997 wurde der grösste Ausstoss erreicht, knapp ein Jahr vor dem Start des BMW Z3 Coupés, einem Shooting Break, der nicht jedem gefiel.

BMW Z3 Coupé 1998 (© BMW AG)

Tatsächlich erinnerte das Kleid des Coupés an einen gigantischen Turnschuh, aber das störte höchstens die Beobachter draussen. Drinnen nämlich fühlten sich Fahrer und Beifahrer wohl, denn der knapp geschnittene Wagen passte wie massgeschneidert.

BMW Z3 Coupé 1998 (© BMW AG)

Und er bereitete jede Menge Fahrspass, was nicht zuletzt an den immer sechs Zylindern lag, die auf der Vorderachse hintereinander lagen und je nach Ausführung/Baujahr zwischen 192 und 231 PS leisteten, wenn das Modell 2.8 oder 3.0 hiess. Kam eine “M” in der Typenbezeichnung vor, dann schauten erfreuliche 321/325 PS heraus, was bequem für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter sechs Sekunden reichte.

BMW Z3 M Coupé 1999 (© BMW AG)

Trotz der guten Fahrdynamik blieb die nicht ganz billige geschlossene Z3-Variante selten. Nur rund 18’000 Z3 Coupés wurden bis 2002 produziert, knapp über ein Drittel davon war mit der M-Antriebsquelle ausgerüstet, der Rest mit dem “normalen” Reihensechszylinder. Im Vergleich zu den fast 280’000 gebauten offenen Varianten blieben die Coupés also recht exklusiv. Ein Platz im Klassikerhimmel dürfte dem ungewöhnlichen Fahrzeug aber sicher sein, darin sind sich eigentlich die Oldtimer-Journalisten sicher ...

Tags: Sportwagen, Coupé, Shooting Break, Klassikerperlen der Zukunft


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