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Zwischengas Blog


Die etwas anderen Aufgaben des Beifahrers

Daniel Reinhard - 30.09.2014

Alvis 4.3 Special 1937 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Der Beifahrer, in vielen Fällen Frau oder Freundin, bei andere Gelegenheiten auch einmal ein guter Freund. Er (oder sie) sitzt mehr oder weniger bequem daneben und muss seine Hand bieten, sobald es irgendwo brennt.

Bei den historischen Demo-Läufen am DTM-Wochenende in Zandvoort gab es ein paar ganz witzige Situationen mit diesen Beifahrern. Sie mussten weder Stoppuhren betätigen, noch einen Tripmaster beobachten, noch Karten lesen. Sie konnten ganz einfach die Fahrt geniessen oder die Erlebnisse für den Fahrer im Bild festhalten (Bild oben).

Beim nächsten Klassiker schienen gleich zwei Mitfahrer an Bord zu sein, oder handelt es sich hier um eine optische Täuschung?

Alvis Speed 25 von 1936 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Mancher Beifahrer war gar zu klein, um überhaupt richtig nach draussen sehen zu können.

MG J2 von 1932 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Wieder andere Beifahrer bissen vor Aufregung wohl in den Helm (oder den Halteriemen) ...

Mathis GM Sport von 1925 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

... oder schlossen die Augen aus Angst?

Knox Raceabout von 1911 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Und hier, so scheint’s, repräsentierte der Pilot gleich auch noch den Beifahrer.

Darmont Etoile de France von 1932 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Einige der Beifahrer agierten wie ein Gespann-Artist und halfen bei der Gewichtsverteilung im Cockpit.

Rover Wreath Special von 1935 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Andere wiederum stellten sicher, dass die Konkurrenz von hinten Abstand hielt.

Rover 14 Sport Special von 1940 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Da wurde es dem einen oder anderen wohl zu bunt, und er suchte einen Ausweg ...

Singer Le Mans 1934 - DTM Demolauf in Zandvoort 2014 (© Daniel Reinhard)

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, historischer Rennsport, Vorkriegsfahrzeuge, Demonstrationslauf



Der Linksdrall auf der Autobahn

Bruno von Rotz - 29.09.2014

Linksdrall auf der Autobahn im Jahr 1974

Was ärgert man sich nicht über die Autofahrer, die die Überholspur partout nicht verlassen wollen. Dies ist allerdings keine neue Erscheinung.

Schon 1974 vermeldete die Automobil Revue einen Linksdrall vieler Autolenker. Der Trend hätte sich vor allem mit der Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h verstärkt, da viele Autofahrer einen voreilenden Tacho hätten und daher meinten, mit Recht und gesetzlich erlaubter maximalen Geschwindigkeit auf der linken Spur zu fahren.

Linksdrall auf der Autobahn im Jahr 1974

Die gezeigten Fotos von damals würden Autofahrer zeigen, die über längere Strecken deutlich unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf der Überholspur fuhren, obschon rechts Platz gewesen wäre.

Der Artikel endete mit dem Satz: “Die Überholspur ist nur zum Überholen da, und diese Grundregel hatte schon vor der Einführung von 130 km/h bestanden, sie gewinnt jetzt aber noch an Bedeutung.”

Früher war eben nicht alles besser, sondern manches gleich wie heute ....

Tags: Verkehr, Autofahren, Bilder (fast) ohne Worte, Verkehrsregeln, Erinnerungen



Verblüffende Ähnlichkeit

Bruno von Rotz - 28.09.2014

VW Passat von 1973 - dreitürig

1973 wurde der VW Passat vorgestellt. Zugeschrieben wird er dem Designer Giorgetto Giugiaro . Sechs Jahre vorher stand auf dem Autosalon von Turin der Fiat 125 Executive, den (vermutlich) Marcello Gandini für Bertone gestaltet hatte.

Fiat 125 Executive von Bertone auf dem Turiner Autosalon 1967

Auf den ersten Blick ist die Ähnlichkeit verblüffend. Allerdings war der Fiat 125 Executive die Fortführung der Linie des Jaguar FT Coupés , das auf dem Genfer Autosalon von 1966 präsentiert wurde.

Während Bertone nachher kaum mehr ähnliche Wagen baute, nahm offensichtlich Giugiaro, der bis 1965 bei Bertone gearbeitet hatte und sozusagen der Vorgänger von Gandini war, gewisse Designlinien in seinen späteren Arbeiten wieder auf.

Allerdings, so ganz stimmt dies nicht, denn wie uns ein aufmerksamer Leser richtigerweise darauf hinwies, stammt der VW Passat natürlich in direkter Linie vom Audi 80 ab und der wiederum erhielt seine Linien mit Unterstützung von Bertone oder eben dem bereits genannten Marcello Gandini. Giugiaro trug vor allem zum Schrägheck bei, das es aber eigentlich am Fiat 125 Executive von Gandini auch schon gab.

Während allerdings der Fiat 125 Executive (mitsamt seiner Limousinen-Serienschwester 125) heute weitgehend vergessen ist, kann der VW Passat in seiner achten Generation bereits auf 41 Jahre Erfolg zurückblicken.

Tags: Design, Alltagsautos, Linienführung, Einzelstück, Sonderkarosserien



Tagfahrlicht am Oldtimer - mit Konsequenzen muss gerechnet werden

Bruno von Rotz - 27.09.2014

Studebaker Avanti mit LED-Tagfahrlicht (© Rudolf Menzi)

Seit dem 1. Januar 2014 ist das Fahren bei Tag mit Licht in der Schweiz vorgeschrieben. Löblicherweise hat man für die Oldtimer, die vor dem 1. Januar 1970 in Verkehr gesetzt wurden, eine Ausnahme gemacht. Diese dürfen auch weiterhin ohne Licht am Tage verkehren. Wenn das Licht aber tatsächlich der Verkehrssicherheit helfen sollte, dann müssten sich wohl auch die “Ausnahme-Fahrer” überlegen, besser doch mit Licht zu fahren, um neben den mit teilweise arg hellem Tagfahrlicht fahrenden Neuzeitler nicht völlig ins Dunkel zu geraten.

Der moderne Personenwagen behilft sich spezieller LED-Tagfahrlichter, die kaum Strom benötigen und immer mehr auch Designelemente am Auto sind. Ältere Fahrzeuge aber sind auf die Nutzung des Abblendlichts angewiesen, womit natürlich deutlich mehr Strom benötigt wird, der sich sogar in zusätzlichen Verbrauchswerten zeigt. Zudem besteht vermehrt das Risiko, dass das Licht nach Abstellen des Wagens nicht ausgeschaltet wird, denn viele Fahrzeuge der Siebziger- oder Achtzigerjahre hatten noch keine automatischen Abschaltvorrichtungen.

Dino 308 GT 4 mit LED-Tagfahrlicht (© Bruno von Rotz)

Besonders schlimm trifft es die Sportwagen mit Klappscheinwerfer, bei ihnen leidet oft die Optik und der Luftwiderstand nimmt zu. So ist es kein Wunder, dass auch Oldtimer-Besitzer auf die Idee kommen, ihr Auto mit LED-Tagfahrlicht nachzurüsten, fallen doch damit die meisten genannten Nachteile weg.

Allerdings begeben sie sich jetzt in eine Grauzone, was die Veteranenzulassung (Sonderstatus für Oldtimerfahrzeuge (Code 180), die erlaubt, mehrere Autos auf ein Kennzeichen einzulösen und das Motorfahrzeug-Kontrollintervall auf sechs Jahre zu dehnen) anbelangt. LED-Zusatzlampen sind keine zeitgenössischen Zubehör-/Anbauteile und gehören aus Sicht der Strassenverkehrsämter nicht an einen Veteran.

Eine Anfrage beim Strassenverkehrsamt Zürich ergab, dass man die Nachrüstung von LED-Lichter an Veteranenfahrzeugen nicht als Pflicht sehe. Wenn der Fahrzeughalter sich trotzdem für eine freiwillige Nachrüstung entschiede, verliere er die Vergünstigungen des Veterenanstatus, will heissen, sein Fahrzeug wird behandelt wie modernere Occasionen, muss alle zwei Jahre zur Kontrolle und kann nicht auf ein Veteranen-Kontrollschild eingelöst werden.

Andere Strassenverkehrsämter sehen dies ein wenig pragmatischer und meinten auf Rückfrage, dass der Veteranenstatus durchaus aufrecht erhalten bleiben könne, wenn die LED-Lichter spurlos demontierbar wären.

Man ist sich also noch nicht ganz einig zwischen den Kantonen, allerdings hofft man, dass das ASTRA oder die Vereinigung der Strassenverkehrsämter schon bald gemeinsam zu einer Regelung kommen könne. Tatsächlich seien bisher halt auch noch kaum solche Fälle vorgekommen, meinte ein Sprecher eines Strassenverkehrsamtes.

Nun, wir haben schon einige dieser Fahrzeuge zirkulieren sehen und es werden wohl immer mehr sein. Ob neumodische LED-Lichter wirklich an einen Oldtimer gehören, wenn man ästhetische und Kulturgut-Kriterien anwendet, ist allerdings dann eine ganz andere Frage.

Tags: Ausrüstung, Gesetzgebung, Zulassung, Behörden, Praxistipp, Besitz,



Die richtige Strassenlampe

Bruno von Rotz - 26.09.2014

Strassenlampen-Test im Jahr 1962

Wie wählt man die richtige Strassenlampe aus? Man vergleicht sie mit anderen. Dies machten die Münchner im Jahr 1962 auf einem Privatparkplatz, um die Lampen auf ihre Zweckmässigkeit zu prüfen.

Auch in der Schweiz wurden ganze Strassenzüge mit unterschiedlichen Leuchten ausgestattet, die sich dann über weitere Strecken hinweg umschalten liessen, um die verschiedenen Lampen zu vergleichen.
Wann hat man so etwas zum letzten Mal gesehen?

Übrigens, weitere “Bilder (fast) ohne Worte” gibt es in unserem extra angelegten Themenkanal dazu.

Tags: Bilder (fast) ohne Worte



Hut ab, Sir Stirling!

Daniel Reinhard - 25.09.2014

Stirling Moss mit Ehefrau Suzie und Niki Lauda am GP Singapur 2014 (© Daniel Reinhard)

Kaum zu glauben, wer im "Paddock" von Singapur in der tropischen Hitze plötzlich auftauchte: Stirling Moss mit seiner Suzie. Kaum 85 Jahre "jung" geworden nahm er die Mercedes-Einladung an und besuchte den Nacht-Grand-Prix von Singapur.

Wer einmal Benzin im Blut hat, verliert es nie. Niki Lauda nahm sich viel Zeit und zeigte dem Briten alles, sogar das bestgehütete Geheimnis in Form des Mercedes Turbo-Motors. "Du musst unbedingt mal sehen, wie klein der ist", meint er zu Stirling. Die zwei verabschieden sich in Richtung Box. Nach rund einer halben Stunde sind sie wieder da. Moss zeigt sich äusserst beeindruckt von der heutigen Technik.

Niki Lauda und Stirling Moss am GP Singapur 2014 (© Daniel Reinhard)

Niki Lauda überrascht aber eine besondere Aussage des Briten: "I was always so happy to follow Fangio`s car!" (Ich war immer überglücklich, wenn ich Fangios Wagen folgen konnte)

Stirling Moss mit Nico Rosberg am GP Singapur 2014 (© Daniel Reinhard)

Heute würde das keiner der beiden aktuellen Mercedes-Piloten (auf dem Bild Nico Rosberg mit Stirling Moss) sagen, auch wenn sie merkten, dass der andere auf einer bestimmten Strecke klar der Schnellere ist.

Fangio war damals das Ausnahmetalent schlechthin. Wahrscheinlich würde man, hätte es nie einen Fangio gegeben, heute Stirling Moss als mehrfachen Weltmeister als dieses Ausnahmetalent bezeichnen. Moss wurde in den Jahren 1955-58 vier mal Vize-Weltmeister. Bei den ersten drei Titeln stand ihm jeweils immer der gleiche andere Fahrer vor der Sonne: der Argentinier Juan Manuel Fangio!

Ich persönlich finde es absolute Weltklasse, wenn ein Fahrer vom Format eines Stirling Moss von sich aus eine derartige Aussage macht! Damit zeigt er deutlich, wie gut Fangio gewesen sein muss.

Chapeau, Sir Stirling!

P.S. Wer mehr über die Formel 1 von früher lesen möchte, der soll sich doch einmal unser Formel-1-Themenspezial anschauen.

Tags: Rennfahrer, Formel 1



Klassikerperlen der Zukunft - Fiat Multipla

Bruno von Rotz - 24.09.2014

Fiat Multipla von 1999 (© Fiat Group)

Während die einen mit entrüstendem Aufschrei reagieren dürften, können sich andere kaum ein praktisches Auto der Neunzigerjahre vorstellen, das den Status einer zukünftigen Klassikers verdient. Die Rede ist vom Fiat Multipla, gebaut von 1999 bis 2010. Und kultig ist vor allem die erste Version, die bis 2004 gebaut wurde.

Dass sich Befürworter und Ablehner des stark nach praktischen Gesichtspunkten konzipierten Wagens so auseinander dividieren, liegt primär an seinem Styling. Fast senkrecht stehende Seitenwände, riesige Glasflächen, weit aussen platzierte Räder und vor allem eine Front, die mit einem zusätzlichen Blechwulst unterhalb der Windschutzscheibe und darin eingebauten Lampen für eine Optik sorgt, machen den Multipla zu einem unverwechselbaren Fahrzeug.

Fiat Multipla von 1999 (© Fiat Group)

Während das Museum of Modern Art den Wagen in einer Ausstellung zeigte, bezeichnete ihn der Spiegel als eines der zehn hässlichsten Autos aller Zeiten. Während der Multipla vor allem in Deutschland auf viel Ablehnung stiess, konnten sich die Engländer nicht zuletzt wegen seines agilen Handlings durchaus für ihn begeistern.

Sechs Sitze in zwei Reihen im Fiat Multipla von 1999 (© Fiat Group)

Praktisch war der nur 4,1 Meter lange, aber fast 1,9 Meter breite Familientransporter auf jeden Fall, denn sechs Personen konnten auf Einzelsitzen in zwei Reihen mitfahren. Natürlich war das Innere wandelbar und wegen der grossen Fenster die Sicht nach aussen hervorragend.

Durchsichtszeichnung des Fiat Multipla von 1999 (© Fiat Group)

Als Besonderheit gab es den Multipla mit unterschiedlichen Motorkonzepten. Neben Benzin- und Diesel- war auch Erdgasantrieb erhältlich. Die Karosserie sass auf einem stabilen Stahlrahmen, was den eigentlich kompakten Wagen mit mindestens 1,3 Tonnen Leergewicht aber doch recht schwer werden liess.

Die Motoren brachten Leistung von 90 bis 120 PS, was eine Höchstgeschwindkeit von bis zu 178 km/h zuliess. Das umfangreiche Facelifting im Jahr 2004 spühlte die Optik weich, glich den Ungewöhnlichen an andere Automobile an, schmälerte allerdings seinen Praxisnutzen nicht.

Fiat Multipla von 1999 (© Fiat Group)

Reicht dies alles, um den Multipla zum zukünftigen Klassiker zu machen? Beispiele wie der 2 CV oder der VW-Bus zeigen, dass aus einem hässlichen Entlein durchaus ein stolzer Schwan werden kann ...

Weitere mehr oder weniger kontroverse Klassierperlen finden sich im eigens eingerichteten Themenkanal auf Zwischengas .

Tags: Klassikerperlen der Zukunft, Alltagsauto, Design, Familie



Mit klopffestem Benzin zum Rennwagen-Meistertitel

Bruno von Rotz - 23.09.2014

Charles Vögele im Formelwagen im Jahr 1965

Wieso gibt es solche Werbetexte nicht mehr? Vor genau 50 Jahren publizierte BP in der Automobil Revue Nr. 41/1964 ein fast ganzseitiges Inserat und liess den Schweizer Rennwagenmeister Charles Vögele sprechen/denken:

«...die Haarnadelkurve... jetzt! Fünfter, vierter, dritter, zweiter, erster Gang ... durchziehen, wieder voll beschleunigen und schalten ... kein Schaltfehler! - das würde auf dieser kurzen Bergstrecke den Sieg kosten ... gut, jetzt die scharfe Rechtskurve ... dritter Gang, voll ... viele Zuschauer hat es heute ... nicht ablenken lassen...»

Und weiter ging der Werbetext:

“Charles Vögele am Bergrennen, der Schweizer Rennwagenmeister in Aktion... Tausende von Enthusiasten eilen aus allen Landesteilen herbei, um den Kampf am Berg zu sehen: Mitholz-Kandersteg, St.Ursanne-Les Rangiers. Sierre-Montana, Schauinsland, Marchairuz. Die Bergfahrer sind Sprinter - keine Zehntelsekunde wird verschenkt.
Sieg und Niederlage sind nirgends so nahe zusammen wie am Berg.
Die Uhr ist der Gegner.und sie verzeiht Fehler nicht. Charles Vögele verlangt von seiner Maschine das Äusserste. Er braucht die Klopffestigkeit des Benzins. Er muss darauf zählen können, dass auch kochend heisses Öl noch schmiert. BP garantiert ihm beides.”

Es gibt gleich eine Handvoll Punkte, um hier nostalgisch zu werden ....

BP Vögele Werbung 1964

Tags: Werbung, Rennfahrer, Formeelwagen



Lieber original als Tuning

Bruno von Rotz - 22.09.2014

Poll 16 - Tuning - Teaser

Absolut eindeutig war das Votum der Zwischengas-Leser zwar nicht, aber die Mehrheit glaubt nicht daran, dass Tuning zur Wertsteigerung von Klassikern führt.
Die 44% allerdings, die vom Gegenteil überzeugt sind, zeigen, dass es wohl sehr darauf ankommt, was und wie etwas gemacht wurde. Und wo man die Grenze zieht.
Richtig bemerkten einige Leser, dass man die Frage daher nicht so “schwarz-weiss” beantworten könne.

Poll 16 - Tuning

Vielleicht ist es auch einfach noch zu früh, um abschliessend zu urteilen, denn viele Tuning-Objekte erhalten erst in fünf oder 10 Jahren echten Sammlerstatus ....

Für alle diejenigen, die auch bei unserer Frage der Woche " Alte Reifen für alte Fahrzeuge? " mitmachen wollen, verweisen wir auf unsere neue Umfrage.

Tags: Frage der Woche, Tuning, Wertsteigerung



Beaulieu - gigantisches englisches Teileparadies

Bruno Mazzotti - 22.09.2014

Beaulieu - Teilemarkt der Superlative (© Bruno Mazzotti)

Mit über 2'000 Ständen ist der jährliche Autojumble von Beaulieu im September einmalig für Europa und immer wieder eine Reise wert. Das Ausstellungsgelände befindet sich beim National Motor Museum von Beaulieu in der Nähe von Portsmouth und Southampton. Für die Aussteller stehen einige Markisen und Reihenstände mietweise zur Verfügung, das Gros der Aussteller reist jedoch mit der eigene Infrastruktur an. Dazu gehören vom Lieferwagen über Pferdeanhänger bis zu Wohnmobilen, über einfachere Blachen-Konstruktionen bis zu modernen Ausstellungs-Zelten. Auch Teekocher, Bratpfannen und Rechauds sind für die meist britischen Aussteller und ihrem berühmten Frühstück „überlebenswichtig“.

Manche Teilnehmer übernachten auf dem Gelände und beim frühmorgendlichen Bummel durch die Standreihen hört man ihn bruzzeln und kann ihn riechen, den Frühstücks-Speck.

Beaulieu - Teilemarkt der Superlative (© Bruno Mazzotti)

Die Atmosphäre ist schon speziell und “very british”. So ist es auch die angebotene Ware vom neuen Ersatzteil bis zum rostigen „Schlachtteil“ über Werkzeuge, Einrichtungen, Automobile, Motorräder, Automobilia, Literatur und Kunst bis zur entsprechenden Kleidung britischer Provenienz. Dieses Jahr wurde sogar ein einmotoriges Hochdecker-Flugzeug angeboten und verkauft!

Beaulieu -Bonhams-Versteigerung 2014 (© Bruno Mazzotti)

Jeweils am Samstag des Jumble-Weekends führt Bonhams im grossen Zelt eine Auktion mit Autos, Motorrädern, Velos, Automobilia aber z.B. auch Helmen und Handschuhen berühmter Renngrössen durch. Und da werden auch für übel aussehende Restaurierungsobjekte stolze Summen geboten. 
Auf dem Vorplatz des National Museum bieten Verkäuferschaften ihr Oldtimer-Auto oder -Motorrad an und auch aus dieser Quelle ist schon manches Objekt in der Schweiz gelandet.

Die Besucherschaft ist vorwiegend britisch, anderseits erkennt man an der Sprachenvielfalt, dass viele Passionierte aus der ganzen Welt stammen.

Am Sonntag ergänzt auf einer ebenfalls eingezäunten Wiese zuoberst im Austellungsgelände, die Carboot-Sales-Szene das Geschehen. Diese Aussteller fahren frühmorgens mit ihren Fahrzeugen an und verkaufen ihre Ware praktisch aus dem Kofferraum heraus, daher die Bezeichnung „Carboot-Sale“.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt und von Fish and Chips, über den Hamburger bis zum chinesischen Wok, vom englischen Tee über Virgin Coke bis zum Pint of Beer finden alle etwas passendes für den Magen. Wechselstuben und Bancomaten sorgen für die notwendige finanzielle Versorgung der Käuferschaft und auch logistische Transportt-Aufgaben kann man an Ort und Stelle lösen.

Zu diesem Autojumble existiert seit Jahren ein geflügeltes Wort – mindestens in Bezug auf britische Automobile - welches lautet:
„If you can’t find it in Beaulieu it doesn’t exist!“ (wenn man es in Beaulieu nicht finden kann, dann existiert es auch nicht..)

Beaulieu - Teilemarkt der Superlative (© Bruno Mazzotti)

Selbst wenn man gar nichts sucht und auch nichts ersetzen muss, dann ist dieser Anlass doch von Zeit zu Zeit gewiss eine Reise wert.

Tags: Teilemarkt, Veranstaltung, Vor Ort, Ersatzteile


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