| Jetzt kostenlos registrieren... |
|
...denn dann sehen Sie viel mehr Fotos und Artikel!
(selbstverständlich verschwindet dann auch dieser Banner)
|
→
|
Zwischengas Blog
Das fliegende Auto war vor 40 Jahren bereits Wirklichkeit
Bruno von Rotz - 21.05.2013 |
Man kennt es aus dem James-Bond-Film “The Man with the golden Gun”, aber es existierte tatsächlich und wurde im Sommer 1973 getestet, ein Gerät, das gleichzeitig Auto und Flugzeug war. Es bestand aus der Kombination von Teilen einer Cessna Skymaster und einem modifizierten Ford.
In nur zwei Minuten konnten die beiden Teile getrennt und wieder zusammengeführt werden. Während der Ford dann wohl weiterhin seinen Dienst verrichten konnte, waren die Flügel mit Höhenruder wohl ohne das Auto zur Untätigkeit verdammt.
Was daraus geworden ist? Wir wissen es nicht.
Tags: Vergessene Entwicklungen, Besonderheiten
Der Längste vor 30 Jahren
Bruno von Rotz - 20.05.2013 |
12 Meter und 19 cm lang und 5,4 Tonnen schwer war im Jahr 1983 dieser Cadillac. Gebaut worden war er durch Gino Dentie aus Beverly Hills. Fünfzehn Personen konnten bequem damit fahren. Mit dieser schieren Grösse galt der Wagen damals als der Längste der Welt und durfte daher auch richtigerweise das Kennzeichen “Longest” montiert haben.
Man konnte den luxuriösen Caddy damals übrigens auch mieten, für USD 5’000 pro Tag, was angesichts des damaligen Wertes von über USD 250’000 ein Klacks war.
Über Fahrverhalten und Handlichkeit ist nichts überliefert ...
Tags: Besondere Fahrzeuge, Superlative
Vielfalt
Bruno von Rotz - 19.05.2013 |
Nun, eigentlich hätte es diese Bestätigung ja nicht gebraucht. Aber es war trotzdem beeindruckend, welche Vielfalt an Autos zusammenkommt, wenn man als Thema eines Treffens das Karosseriematerial Kunststoff wählt.
Dies war bekanntlich die Übungsanlage für “Fantastic Plastic” und gestern fand bei besten Wetterbedingungen in Luzern der erste Teil statt.
Nicht nur die bunten Farben, auch das Spektrum der Formen begeisterte die Zuschauer.
Und wann kann man schon einen Microplas Toledo, einen Bond Bug, einen Peerless GT, einen Marcos 3 Litre, einen Puma GT oder GTS, einen TVR Griffith und einen Zimmer Quicksilver auf einen Blick vergleichen, von Exoten wie dem Beradino oder dem Tornado Talisman V8 ganz zu schweigen.
Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil, wir sind gespannt und ...
... freuen uns auf ein weiteres Fest der Farben und Formen.
Und natürlich werden wir schon in Bälde ausführlich darüber berichten.
Tags: Veranstaltung, vergessene Autos, Design, Kunststoff
Servolenkung für den Kaiser
Bruno von Rotz - 18.05.2013 |
Nein, um einen Monarchen geht es hier nicht, sondern um ein Auto, das Kaiser Manhatten hiess. Ihm hatte man 1953 eine Servolenkung von Monroe eingebaut. Und um zu beweisen, wie wirksam die Lenkunterstützung war, fuhr man den Wagen zu Demonstrationszwecken schräg über eine Treppe hinauf und hinunter. Ohne Servolenkung hatte der Testfahrer das Lenkrad wohl kaum in der Hand halten können.
Die Monroe-Servolenkung bestand 1953 aus 35 Teilen. Die Ausrüstungskosten eines Neuwagens wurdne auf 90 USD geschätzt, während die Nachrüstung eines Altwagens auf ungefähr 225 USD kam. Die amerikanischen Kunden fragten in den Fünfzigerjahren zunehmend nach einer Lenkunterstützung. Auch General Motors hatte eine entsprechende Einrichtung entwickelt und “lieh” diese auch an andere Autohersteller aus. Die europäischen Hersteller, auch Bentley oder Rolls-Royce, lieferten damals ihre Autos grossteils noch ohne Servolenkung aus.
Kaiser Motors war im Übrigen eine amerikanische Autofirma, die von 1946 bis 1963 bestand.
Das Bild findet sich natürlich auch gross im Zwischengas-Archiv .
Tags: Komfort, Fahrzeugausstattung
Die Zukunft war 1983 digital
Bruno von Rotz - 17.05.2013 |
Vor 30 Jahren ging die Autowelt in Richtung Digitalanzeige im Armaturenbrett. Wer nicht Ziffern statt Zeiger, LCD statt Analoginstrumente in seinem Angebot hatte, war praktisch veraltet.
Der Veredler bb-auto aus Frankfurt zeigte am Genfer Salon 1983 eine nochmals vereinfachte und damit bedienungsgerechtere Ausführung ihrer Dinfos-Anzeigeinstrumente (Dinfos = digitales Informations-System). Allerdings erinnerte dieses in seiner Komplexität und der umfangreichen Tastenausstattung fast eher an Raumschiff Enterprise, als an ein blind bedienbares Fahrzeugarmaturenbrett.
Stärker in Richtung Vereinfachung ging VDO, die mit Elektronik das Armaturenbrett revolutionieren wollten. “Massgeschneidert für den Fahrer, lautete das Stichwort zur “richtungsweisenden Studie”.
Originalton VDO: Hauptmerkmal ist das beweglich gelagerte zentrale Flüssigkristalldisplay. Dieses läss sich genau auf die Blickrichtung jedes Fahrers einstellen. So kann sowohl Höhe als auch Flächenneigung der Instrumentierung jedem Blickfeld angepasst werden. Hinzu kommen zwei Anzeigefelder für den integrierten Bordrechner und den Zentralinformator auf den ebenfalls beweglichen seitlich platzierten Satelliten. Sie bieten dem Fahrer wichtige Zusatzinformationen, die er jedoch nicht ständig im Blickfeld haben muss. Denn auch hier ist oberstes Zeil, den Autofahrer vor Reizüberflutung zu schützen!”
Nun, seither ist viel passiert und nur wenige Fahrzeuge, etwa der Audi Quattro, haben tatsächlich auf digitale Anzeigen im grösseren Stil gesetzt. Heute werden zwar die Instrumente zunehmend durch LCD-Anzeigen ersetzt, diese mimen aber meist die alte Analogtechnik.
Tags: Innovation, Entwicklung, Ausrüstung
Start zur 86. Mille Miglia
Daniel Reinhard - 16.05.2013 |
Heute Donnerstag wird zur 86. Mille Miglia sowie zur 36. Mille Miglia Storico gestartet. Machten sich am 26. März 1927 noch 77 Fahrzeuge für die 1000 Meilen lange Strecke bereit, so werden heute rund 400 ausgeschlafene Teams mit ihren blitzblank geputzten Raritäten auf die 1600km lange Reise geschickt.
Unterwegs werden sie wie damals von zahlreichen Fans begeistert angefeuert. Die oberste Liga des historischen Automobilbaues trifft sich in Brescia und startet zur ersten Prüfung in Richtung Ferrara.
Die Mille Miglia, das wohl bedeutendste Strassenrennen aller Zeiten, ist nach wie vor auch als historischer Anlass, zusammen mit dem Goodwood Revival, der vielleicht wichtigste Event im Jahr.
Es sagte Jochen Mass einmal: "Es gibt nur wenige Ereignisse auf der Erde, die mit soviel Charakter ausgestattet sind wie die Mille Miglia".
Klar ist diese Veranstaltung für die Teilnehmer mit einem gigantischen Aufwand verbunden. Nur wenige können sich eine Teilnahme leisten. Nicht nur liegt die Höhe fast auf dem Niveau eines neuen Kleinwagens, nein, auch die Logistik ist mit hohem finanziellem und personellem Aufwand verbunden.
Die Mille Miglia mit ihren 1600 km von Brescia nach Rom und wieder zurück, ist heute wie vor 85 Jahren ein Kampf zwischen Mensch und Maschine. Nur seriös vorbereitete Autos werden nach drei Tagen das Ziel sehen. Dazwischen werden einige Teams an ihre Grenzen stossen.
Das am 4. Juni 2012 neu gegründete Organisationsteam "1000 Miglia srl" will dieses Jahr der Veranstaltung ein neues Gesicht verleihen. Wir sind gespannt! Dahinter steckt kein Unbekannter, sondern der Automobilclub von Brescia, der das Traditionsrennen schon von 1927-1957 organisierte. Die Veranstaltung 2013 wird dem Sieger von 1950 und 53 Giannino Marzotto gewidmet.
Nicht vergessen gehen soll auch das schwere Erdbeben vom vergangenen Jahr, welches kurz nach der Veranstaltung viel historisches Kulturgut in der Gegend des Strassenrennens zerstörte.
Zwischengas wünscht allen Teilnehmern der diesjährigen Mille viel Erfolg!
Ein Bericht über die Ereignisse mit Bildern und Eindrücken folgt in wenigen Tagen.
Tags: Veranstaltungen, Sportwagen, Mille Miglia
Der Baby Ferrari aus Turin
Bruno von Rotz - 15.05.2013 |
Keiner zu klein, ein Ferrari-Fahrer zu sein. So dachte zumindest die Firma, die in den Fünfzigerjahren den “Bimbo Racer 12”, einen Mini-Ferrari, anbot. Für vier- bis zehnjährige Besatzungen - zwei Personen hatten in der Barchetta Platz - war der Wagen gemäss Verkaufsprospekt zugeschnitten. Und er offerierte alles, was sich Kinder in so jungen Jahren wohl erträumten, also richtige Reifen, richtige Bremsen, funktionierende Lichter, eine Gangschaltung und ein Gaspedal. Sogar eine italienische Sportwagen-Hupe war dabei.
Der 12-Volt-Motor leistete 125 Watt bei 1’000 Umdrehungen und wurde durch eine normale Autobatterie gespeist. 7 Meilen (oder 11 km) pro Stunde schnell soll der schnittige Sportwagen gewesen sein. Die Reichweite betrug 35 Meilen oder rund 50 Kilometer, was dem Nachwuchs für fünf bis sechs Stunden unterbruchfreies Fahren genügte.
Vertrieben wurde der “Bimbo Racer 12“ von der Firma “Ferrari, Inc". in San Francisco.
“Look Daddy ... it’s just like a Big People’s Car!”, stand auf dem Prospekt, also ungefähr: “Schau Papa ... der Wagen sieht genau aus wie die Autos der Erwachsenen” ... und das sollte er auch, denn die Verkäufer behaupteten schliesslich, das Design stamme von Michelotti, der wohl tatsächlich das Vorbild gezeichnet hatte. Gebaut wurde der Mini-Ferrari übrigens in Turin und zwar von Hand.
Den Originalprospekt haben wir natürlich im Zwischengas-Archiv abgelegt. Viel Vergnügen!
Tags: Besonderheiten, Kinderautos
Ein nicht alltäglicher Peugeot “Special” von "Caruna"
Bruno von Rotz - 14.05.2013 |
Am letzten Wochenende fiel manchem Besucher der Dolder Classics ein Peugeot auf, der sich doch einigermassen von seinen Artgenossen zu unterscheiden schien. An diversen Stellen wurde auch auf den Verantwortlichen für die Umgestaltung hingewiesen: Caruna.
Hinter dem spanisch tönenden Namen “Caruna” steht eine Karosseriefirma aus Spreitenbach (Kanton Aargau, Schweiz). Der Kunstname steht für “CARosserien Und NeuAnfertigungen” und genau dies tat die rührige Firma denn auch.
Sie fiel auch durch eine ganze Reihe besonderer Kreationen auf. Da war zum Beispiel das Pontiac Firebird Cabriolet, das Datsun 180 B SSS Cabriolet, der Citroën CX mit grosser Heckklappe, ein abenteuerlich aussehender Caruna Spyder, ein Coupé mit Porsche 2,7-Liter-Heckmotor und natürlich die besser bekannten Umbauten von Mercedes-Benz-S-Klasse-Limousinen zu viertürigen Cabriolets.
Der Peugeot 504 Targa Caruna war ein Einzelstück. Offensichtlich liess der ursprüngliche Besitzer des V6-Cabriolets den Neuwagen mit nur gerade 100 km auf dem Tacho 1976 nach eigenen Vorstellungen modifizieren. Der Peugeot erhielt dabei ein Targa-Dach (auch die Heckscheibe konnte demontiert werden) und anders gestaltete Front- und Heck-Elemente. Während die Scheinwerfer vorne von einem Fiat stammten, entnahm man die Heckleuchten dem Ferrari-Ersatzteilregal, sie wurden unter anderem auch beim Ferrari 308 GTB verwendet).
Der Wagen ist heute, rund 35 Jahre nach seiner Entstehung noch immer im Originalzustand und wird auch gefahren und gezeigt.
Impressionen vom Treffen Dolder Classics Mai 2013 und Bilder vom Peugeot Caruna in hoher Auflösung gibt es natürlich im Zwischengas-Archiv.
Tags: Vergessene Automobile, Sonderkarosserien, Umbauten, Veranstaltung
Sind Oldtimer wasserscheu?
Bruno von Rotz - 13.05.2013 |
Wenn Fotografen schöne Spiegelungen und Wassertropfen auf glänzenden Motorhauben Freudentränen entlocken, dann treibt es manchem Oldtimerbesitzer die Schweisstropfen auf die Stirn. Sie schonen ihren Klassiker und setzen ihn möglichst wenig den Widerungen unseres zentraleuropäischen Wetters aus.
Zwar sind Oldtimer nicht a priori wasserscheu und die meisten versagen auch ihren Dienst nicht in feuchtem Umfeld, aber es gibt natürlich einen Zusammenhang zwischen Wasser und Rostbildung und auch die Mühen der letzten Putz- und Polieraktion müssen bei feuchter Witterung sofort abgeschrieben werden.
Trotzdem gibt es sie, die Oldtimerfahrer, die Wind und Wetter trotzen, auch bei Regen (mit der richtigen Kleidung) offen fahren und Veranstalter nicht sitzen lassen, wenn die Sonne einmal nicht scheint.
Gut so, sie sollen hier einmal gelobt werden. Denn dank ihnen lohnen sich die Mühen der Organisatoren von Oldtimerveranstaltungen trotzdem noch, wenn der Wettergott einmal (und bei uns insbesondere dieses Jahr gar nicht so selten) nicht mitspielt.
Und dass es diese Wetterwiderständigen gibt, das haben wir gestern am Dolder Classics Treffen sehen können, wie unser Bildbericht zeigt.
Tags: Veranstaltung, Wetter, Oldtimerbesitzer
Der Fiat X 1/9 auf dem Titelblatt vor 40 Jahren
Bruno von Rotz - 12.05.2013 |
Auf dem Titelblatt der Februar-Nummer von Road & Track posierte im Jahr 1973 stolz ein gelber Fiat X 1/9. Zwar war es auf dem Foto nass, aber das tat der Freude der Amerikanern ob des Neuankömmlings keinen Abbruch.Als Mittelmotorsportwagen für die Massen wurde er angekündigt.
Neuankömmling? In Europa kannte man den kleinen Flitzer doch schon seit 1972 und auch die Produktion war schon lange am Laufen. Die Fans jenseits des Atlantik erhielten den Wagen jedoch deutlich später, tatsächlich eigentlich erst mit Baujahr 1974. Und nur ein Jahr lang konnte man in den USA den X 1/9 so kaufen, wie man ihn aus Europa kannte, mit filigranen Stosstangen und dem luftig und offen tönenden 1,3-Liter Motor.
Ab dem Baujahr 1975 war es damit vorbei, grössere Stosstangen und eine entgiftete Maschine waren nötig, um die neuen Umwelt- und Sicherheitsstandards zu erfüllen. Später kamen noch Einspritzung und Katalysator dazu.
Die Amerikaner liebten ihn trotzdem und kauften ihn bis 1987, zuletzt unter der Marke Bertone.
Über die Verwandtschaften im Design des X 1/9 haben wir schon früher einmal philosophiert und ein Foto, das sowohl den X 1/9 wie auch seinen geistigen Vorgänger Autobianchi Runabout zeigt, findet sich im Zwischengas-Archiv .
Tags: Sportwagen, vor 40 Jahren in Amerika
Für weitere Einträge verwenden Sie deshalb bitte die Navigation oben links.


