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Von wegen neu - Klappfestdach-Cabriolets gibt es schon lange

Bruno von Rotz - 12.02.2016

Ford Taunus 17M Sportolet von 1961 - Dach geschlossen

“Variodach” nennt man heute das faltbare Hardtop, mit dem zuerst Mercedes-Benz im SLK ab Mitte der Neunzigerjahre Furore macht und das dann von anderen Herstellern wie Peugeot oder BMW übernommen wurde.

Aber faltbare und versenkbare Blechdächer sind keine Erfindung der Neuzeit, bereits in den Dreissigerjahren gab es beim Peugeot 402 eine Variante mit einer derartigen Vorrichtung und die Amerikaner begannen sogar in den Zwanzigerjahren damit.

Auch in Deutschland wurde damit experimentiert, so zeigte etwa die Kölner Fahrzeugfabrik Peter Bauer auf der IAA 1961 den Ford Taunus Sportolet. Bauer konnte auf langjährige Erfahrung zurückgreifen, begann der doch mit seinen ersten Versuchen, einem Adler Junior ein versenkbares Stahldach zu verabreichen, gemäss der damaligen Berichterstattung in der Automobil Revue bereits im Jahr 1935.

Ford Taunus 17M Sportolet von 1961 - Dach halb geöffnet

In den Sechzigerjahren war seine Konstruktion soweit gereift, dass er sie mit dem Taunus 17M in grösseren Zahlen an den Mann bringen wollte. Der “Sportolet” wies auch zahlreiche Vorzüge auf. So konnte das Dach weitgehend komplett versenkt werden.

Ford Taunus 17M Sportolet von 1961 - Dach offen

Es sah offen und geschlossen durchaus apart aus und man konnte den Dachbereich auch nur einen Schlitz weit öffnen, so dass es sich wie ein Schiebedach anfühlte.

Ford Taunus 17M Sportolet von 1961 - Dach in Schiebedach-Stellung

Einen erheblichen Nachteil hatte die Konstruktion, die das Wagengewicht um 50 bis 70 kg anhob, allerdings: Der Umbau kostete rund 4000 Franken, also mithin die Hälfte des Neupreises eines zweitürigen Ford Taunus 17M, und für soviel Geld konnte man sich bei anderen Herstellern auch attraktive Cabriolets kaufen, etwa den Alfa Romeo Giulietta Spider. So verschwand der Sportolet dann wieder in der Versenkung, genau wie sein Dach.

Tags: Innovationen/Entwicklungen, Entwicklung, Variodach, Cabriolet, Umbau

 

Winterfreuden mit italienischem Flair

Bruno von Rotz - 11.02.2016

Fiat 500 und Kollegen im Schnee

Nachdem in vielen Gegenden ja über die letzten Tage nochmals der Winter hereingebrochen ist, fanden wir beim Stöbern im Fotoarchiv einige herrliche Aufnahmen, die Fiat Mitte der Sechzigerjahre veröffentlichte und die die damalige Produktpalette im Schnee zeigten.

Es sind liebevoll produzierte Aufnahmen, die natürlich die damaligen Fiat-Modelle 500, 650, 1600 Sport und 2300 in schöner Umgebung und mit der passenden Begleitung zeigen. Geradezu phantastisch ist das Foto auf einem Parkplatz einer Talstation einer Bergbahn. Soweit das Auge blickt, nur Fiat-Modelle, der Traum jedes Verkaufsverantwortlichen einer Marke.

Fiat-Modelle von 1965 zusammen im Winter

Hübsch auch das Schneemann-Sujet mit dem Fiat 1600 Sport Cabriolet.

Der Fiat 1600 Sport als Cabriolet und der Schneemann im Jahr 1965

Elegant die Aufnahme mit der Fiat 2300 Limousine und den beiden Damen.

Fiat 2300 Limousine 1965 im Schnee

Natürlich gibt es die Bilder auch in grösserer Auflösung in unserem Archiv und wer sich für Winterfreuden begeistern kann, dem sei ein Blick in die entsprechende Folge unserer Bildermagie empfohlen.

Tags: Winter, Werbung, Marketing, Modellpräsentation

 

Was wäre gewesen, wenn damals ...

Bruno von Rotz - 10.02.2016

Mercedes-Benz W 119 Prototyp von 1960 (© Daimler AG)

Um das Jahr 1960 baute ein Team rund um Ludwig Kraus bei Daimler-Benz einen neuen Mittelklasse-Personenwagen, die Prototypen wurden W 118 und W 119 genannt. Technikchef Nallinger nannte den Wagen “Auffangtyp”, weil damit Kunden, die bei anderen Marken der Fahrzeugpalette entwachsen waren, aber noch nicht die Mittel für einen “richtigen” Benz hatten, aufgefangen (oder empfangen) werden sollten.

Der Prototyp wurde aber auch deshalb gebaut, um den DKW-Mannen zu zeigen, wie man ein moderne Auto entwickle. Denn zu jener Zeit war Daimler-Benz Besitzer der Auto Union und man tat sich mit den Zweitaktern aus Ingolstadt schwer in Stuttgart-Sindelfingen.

Ein enger Verwandter des W 119 erschien dann tatsächlich auf der IAA 1963 als DKW F 102, allerdings noch immer mit Zweitakt-Dreizylindermotor. Doch zwei Jahre später kam dessen Nachfolger, nun “Audi” getauft und mit modernem und bei Mercedes entwickeltem Vierzylinder-Viertakter. Über diesen Wagen haben wir gerade jetzt einen Bericht publiziert .

Audi (72) von 1965 (© Audi AG / Werk)

1965 aber hatte Daimler-Benz die ungeliebte Auto Union bereits an Volkswagen weiterverkauft. Und die wiederum sorgten für den Erfolg des neuen Autos und aus Audi wurde, wie wir heute wissen eine sehr erfolgreiche Marke, die es heutzutage auch mit den Spitzenprodukten von Mercedes-Benz und BMW aufnehmen kann.

Was aber wäre gewesen, wenn sich Daimler-Benz damals anders verhalten hätte. Es wäre doch auch möglich gewesen den W 119 serienreif zu machen und als Mercedes auf den Produktionsanlagen von DKW/Auto Union zu produzieren, der Baby-Benz wäre damit nicht erst 1982, sondern bereits Mitte der Sechzigerjahre auf den Markt gekommen. Vielleicht hatte Mercedes damals aber auch gar nicht die finanziellen Mittel, um weitere Verluste der Auto Union zu decken und wäre mit dieser Strategie selber zum Übernahmekandidaten geworden und gar von Volkswagen geschluckt worden? Dann wäre der Stern heute neben den vier Ringen Teil des Volkswagen-Marken-Portfolios und im Bug der S-Klasse würde ein W16 oder ein anderes Phaeton-Triebwerk summen? Nicht auszudenken ...

Es hätte aber auch anders enden können, wenn der Baby-Benz bereits in den Sechziger- und Siebzigerjahren auf der Erfolgsstrasse gefahren wäre. Dann hätte vielleicht Daimler-Benz die Konkurrenz aus Bayern geschluckt und wiederum sähe die Automarken-Welt heute anders aus ....

Oder, was wäre gewesen, wenn ...

Tags: Prototyp, Strategie, Markenidentität, Übernahme

 

Der perfekte zukünftige Oldtimer?

Bruno von Rotz - 09.02.2016

Lotus Elise Mk1 1997 (© Bruno von Rotz)

Es wird ja viel diskutiert darüber, ob moderne Autos überhaupt eine Chance haben, je zum Oldtimer reifen. Die Hindernisse sind mannigfach: Elektronikprobleme, Ersatzteil-Logistik-Komplexität, aufwändige Bauweise und damit viele Fehlerquellen, nicht mehr verfügbare Materialien oder Verarbeitungsverfahren und und und.

Wenn dies alles stimmt und die Alterung und den zukünftigen Betrieb eines Autos in Frage stellt, dann müsste man davon ausgehen können, dass ein einfaches gebautes Fahrzeug mit möglichst wenig unnötigen Bauteilen, welches gleichzeitig genügend oft und viellicht sogar mit Standardkomponenten konstruiert wurde, die besten Überlebenschancen hat. Als Beispiel fällt uns da natürlich sofort der Lotus Elise der ersten Generation ein.

Sein Kompositchassis sollte einigermassen langlebig sein, die Motoren kamen (ursprünglich) von Rover, an unnützem Zubehör war kaum etwas montiert, schliesslich sollte der Wagen vor allem leicht und sportlich sein.

Macht ihn das zum perfekten zukünftigen Oldtimer? Vielleicht, jedenfalls müssen wir gar nicht mehr so lange warten, bis wir es wissen, denn die ersten Exemplare sind bereits 20 Jahre alt (happy birthday!) und werden schon 2026 30 Lenze zählen.

Tags: Reifung, Oldtimerstatus, Sportwagen, Materialtechnik, Alterung

 

Die Anti-These - Wenn die Limousine wertvoller ist als das Cabriolet

Bruno von Rotz - 08.02.2016

Mercedes-Benz 500 SL von 1989 (© Daimler AG)

Normalerweise gilt, dass Limousinen eine deutlich weniger günstige Wertentwicklung aufweisen als parallel gebaute Sportcoupés oder Cabriolets. So ist zum Beispiel ein Mercedes 220 Ponton als Viertürer vielleicht halb soviel wert wie das Cabriolet. Ein Alfa Romeo Giulietta Spider kostet heute vermutlich doppelt soviel wie die Giulietta Limousine oder mehr. Und selbst beim Rolls-Royce Silver Shadow und seinem Bruder Corniche Cabriolet gilt dieses Verhältnis.

Mercedes-Benz 500 E von 1992 (© Bruno von Rotz)

Es geht aber auch anders. Wer zum Beispiel die Preise des Mercedes-Benz 500 SL (R 129) mit der Limousine Mercedes-Benz 500 E (W 124) vergleicht, wird schnell sehen, dass der Viertürer gerne doppelt soviel kostet wie das innovative zweitürige Cabriolet, während die Neupreise auf ähnlicher Höhe lagen.

Natürlich spielen hier Stückzahlen eine Rolle, der 500 E war ja relativ selten. Es ist aber trotzdem interessant zu sehen, dass der bei Porsche gebaute Wolf im Schafspelz das alte Preisvorurteil, dass Limousinen wertmässig nicht vom Fleck kommen, aushebelt. Darum haben wir dem 500 E auch kürzlich einen Bericht gewidmet ...

Übrigens gibt es weitere Beispiel, so erwies sich die Limousine Bugatti EB112 in Paris als deutlich teurer als die beiden ebenfalls versteigerten Supersportwagen Bugatti EB110. Aber auch hier ist die viertürige Variante sehr viel seltener. Und dann wäre da noch der BMW M3 E30, den es ja als Limousine und Cabriolet gab ...

Tags: Wertentwicklung, Investition, Sportwagen, Limousine, Wertsteigerung

 

Alternative Antriebskonzepte ohne Chancen

Bruno von Rotz - 07.02.2016

Interesse an einem Stanley Steamer von 1922 an der Rétromobile (© Bruno von Rotz)

Seit Jahrzehnten gibt es im Volumengeschäft kaum eine Alternative zu Verbrennungsmotoren und auch im Oldtimer-Umfeld sind Benzin- (und in wesentlich geringerem Umfang) Dieselmotoren das A) und O). Und dies, obschon am Anfang der Automobilisierung sich drei verschiedene Antriebskonzepte, nämlich Verbrennungsmotoren, Dampfmaschinen und Elektromotoren, einen engen Wettstreit um die Gunst der Käufer lieferten. Bekanntlich ging dieses Rennen eindeutig für den Kolbenmotor aus, während Dampf- und Elektroautos weitgehend verschwanden.

Dies smüsste aber kein Grund sein, dass derartige Alternativantriebe nicht wieder populär werden könnten. Im Gegenteil, denn selbst als Oldtimer hat beispielsweise das Elektrofahrzeug durchaus auch Vorteile.

Elektrofahrzeug von 1941 und Dampfauto aus dem Jahr 1922 an der Rétromobile 2016 (© Bruno von Rotz)

An der Rétromobile in Paris versteigerte Artcurial je einen Vertreter der Dampf- und Elektro-Zunft, im Vergleich zu den hochdotierten Benzinmotorfahrzeugen nahmen sich aber die erreichten Hammerpreise doch eher bescheiden aus.

Stanley 735 Steamer Torpedo 1922 (© Daniel Reinhard)

Der Stanley 735 Steamer Torpedo von 1922, in den ein Ingenieur viel Wissen und Erfahrung investiert hatte, um ihn zu dampfenden Topleistungen fähig zu machen, stieg nicht höher als auf 20’000 Euro, während für das restaurierungsbedürftige Elektromobil Pierre Faure Type PFA von 1941 17’000 Euro geboten wurden.

Pierre Faure Biplace Electrique 1941 an der Rétromobile 2016 (© Daniel Reinhard)

Beide dürften deutlich seltener sein als manches der Fahrzeuge, die sechs- oder gar siebenstellige Verkaufspreise erreichten und auch optisch machen der Pierre Faure und der Steamer durchaus etwas her. Aber vielleicht sind die meisten heutigen Oldtimerfahrrer einfach noch nicht reif für alternative Antriebskonzepte?

Die Ergebnisse der Artcurial-Versteigerung werden in Kürze publiziert.

Tags: Dampfantrieb, Elektrofahrzeug, alternative Antriebskonzepte, Messe, Versteigerung

 

Drei Millionen Fotos von der Rétromobile 2016

Anonymer Autor - 06.02.2016

Mercedes-Benz 300 SL an der Rétromobile / RM Versteigerung (© Daniel Reinhard)

Noch nie war fotografieren einfacher, noch nie wurde soviel fotografiert wie heute. Dies kann man auch an der Rétromobile, die noch bis zum Sonntag in Paris stattfindet beobachten.

Porsche 550 Spyder RM-Versteigerung (© Daniel Reinhard)

Kaum ein Besucher, der nicht früher oder später sein Handy zückt. Kaum ein Auto an der Messe, das nicht jeden Moment durch eine Optik betrachtet wird.

HWM-Jaguar an der Rétromobile 2016 (© Daniel Reinhard)

Wer diese über den Daumen gepeilten rund drei Millionen Fotos, die dabei entstehen, je anschauen soll, ist dabei völlig unklar und vermutlich auch unwichtig.

Alfa Romeo Giulietta Sprint als Scheunenfund an der Rétromobile 2016 auf dem Artcurial-Stand

Und natürlich tragen auch die Profis ihren Teil bei, aber schliesslich wollen die Leser der Zeitschriften und Online-Portale Vor-Ort-Eindrücke von der Messe sehen.

Der Motor eines Ferrari 512 M weckt das Interesse der Fotografen an der Rétromobile 2016

Und da haben wir uns auch tüchtig ins Zeug gelegt. Die Ergebnisse sind nach dem Wochenende auf Zwischengas zu bewundern.

Das meistfotografierte Auto in kürzester Zeit war übrigens sicherlich der von Artcurial für 32,1 Millionen Euro versteigerte Ferrari 335 S aus dem Jahr 1957 . Hunderte Mobiltelefone wurden in die Höhe gehalten, bis die Arme ermüdeten.

Ferrari 335 S von 1957 - von Artcurial für Euro 32,1 Millionen versteigert (© Bruno von Rotz)

Wir waren natürlich vor Ort dabei und werden unsere Eindrücke in einem umfangreichen Versteigerungsbericht zusammenfassen. Und wir wissen nicht nur, bei welchem Gebot der Hammer fiel (Euro 28 Millionen vor Aufpreis/Kommission), sondern auch, wer der Bieter war, der den Ferrari ersteigerte. Doch darüber mehr demnächst ...

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Wiedergeburt in Raten

Daniel Reinhard - 05.02.2016

Talbot-Lago T26 Record Coupé 1949 an der Rétromobile 2016 (© Daniel Reinhard)

Als vor einem Jahr im Februar 2015 Scheunenfunde aus der Sammlung Baillon für Millionensummen versteigert wurden, wunderte man sich darüber, warum wohl derartig viel für fast unrestaurierbare Autos bezahlt wurde. Schon damals war klar, dass die meisten nur im Sinne eines kompletten Neuaufbaus je wieder rollen würde.

Talbot-Lago T26 Record Coupé aus der Sammlung Baillon (© Artcurial)

Wir rapportierten damals in unserem Versteigerungsbericht : “Das Talbot-Lago T26 Record Cabriolet von 1948 wurde für Euro 625’000 zugeschlagen, das T26 Record Fackback Coupé für Euro 350’000, das wegen seines Motors und der kurzen Grand Sport Chassis besonders begehrenswerte T26 von 1949 mit atemberaubender Form und epochalen Details schliesslich brachte es auf Euro 1,45 Millionen.”

Schon damals fragten wir uns, wann die Autos wohl wieder auftauchen würden. Nun, jetzt ist zumindest einer der drei Wagen, das Talbot-Lago T26 Record Fastback Coupé von 1949 wieder aufgetaucht und zwar passenderweise an der Rétromobile (siehe auch Bild oben).

Talbot-Lago T26 Recrod Coupé 1949 vor der Versteigerung 2015 (© Artcurial)

Offensichtlich schreiten die Restaurierungs- oder Neuaufbauarbeiten voran, denn gezeigt wurde der Wagen mit neu gezimmertem Holzgerüst.

Talbot-Lago T26 Record Coupé 1949 an der Rétromobile 2016 (© Daniel Reinhard)

Wir freuen uns schon jetzt darauf in einem Jahr über die nächsten Fortschritte berichten zu können.

Talbot-Lago T26 Record Coupé 1949 an der Rétromobile 2016 (© Daniel Reinhard)

Über die diesjährige Rétromobile und die zugehörigen Versteigerungen werden wir natürlich in Kürze berichten.

Tags: Restaurierung, Versteigerung, Investition, Wiederaufbau, Messe, Ausstellung

 

Zurück für die Zukunft

Bruno von Rotz - 04.02.2016

Testfahrten im Porsche 718 RSK im Jahr 1957 (© Porsche AG)

Porsche hat eben den neuen Boxster vorgestellt und nicht nur die neue Bezeichnung - 718 - lässt aufhorchen.

Tatsächlich weist sein Mittelmotor vier Zylinder in Boxeranordnung auf. Jawohl, genau wie damals im Porsche 718 RSK.

Posche 718 Boxster und Boxster S im Jahr 2016 (© Porsche/Werk)

In der Pressemitteilung liest sich das so:
“Die neuen Mittelmotor-Roadster mit Vierzylinder-Motoren: Porsche 718 Boxster: 20 Jahre nach dem Debüt des ersten Boxster stellt Porsche seine Mittelmotor-Roadster neu auf: Die neue Modell-Generation heisst 718 Boxster und 718 Boxster S. Die offenen Zweisitzer sind leistungsstärker und zugleich effizienter. Mit ihnen knüpft Porsche an die Tradition der Vierzylinder-Boxermotoren der 718 Mittelmotor-Sportwagen an. Er gewann in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Rennen, darunter die legendäre Targa Florio und Le Mans.”

Wir haben dies bereits früher etwas umfassender dokumentiert, nämlich in einem umfangreichen Fahrzeugbericht . Hier nochmals in Kürze: Der Vierzylinder-Boxer im damaligen Rennwagen 718 RSK kam 1958 auf 142 PS bei 7500 U/min, 1959 auf 148 PS bei 8000 U/min. Die Grenzdrehzahl war 8400 U/min, 0-100 km/h in 9 sec und 250 km/h wurden genannt. Im Rennen wurde es den Fahrern untersagt, über längere Strecken höher als 7’600 Umdrehungen zu fordern, kurzfristig aber waren 8’000 U/min gestattet. Die stärksten Modelle kamen dann mit 1,6 Litern Hubraum sogar auf über 160 PS, während das Gewicht bei unter 600 kg blieb.

Die heutigen 718 Boxster sind da deutlich kräftiger, sie leisten nämlich 300 oder 350 PS mit zwei respektive 2,5 Liter Hubraum. Und dies dank Turboaufladung, die gab es 1958 noch gar nicht in einem Auto.
Allerdings wog der 718 RSK nicht einmal die Hälfte des modernen Sportwagens, aber es war auch nichts dran, was ihn am Siegen hätte hindern können, ganz im Gegensatz zum modernen Boxster, wo natürlich alle Annehmlichkeiten des Lebens mitgeführt werden müssen oder dürfen.

Porsche 718 RSK im Renneinsatz 1958 (© Porsche AG)

Downsizing wird vor allem bei der Motorgrösse gemacht, leider nicht beim Gewicht. 1355 kg wiegt heute der leichteste Boxster, weniger als 600 kg waren es beim 718 RSK von 1958. Trotzdem dürfte der moderne im Vergleich zu seinem Ahnen kaum einen Drittel der Benzinmenge pro 100 km verbrauchen, das ist auch Fortschritt.

Unser Wunsch für den Genfer Automobilsalon: Stellt doch einen 718 RSK neben den 718 Boxster, bitte!

Tags: Technik, Tradition, Rennsport

 

Oldtimer an den Narrentagen

Daniel Reinhard - 03.02.2016

Fasnacht in Melbourne - oder so ähnlich (© Daniel Reinhard)

Ab morgen stehen einige Städte wieder Tag und Nacht Kopf. Am 4. Februar (2016) beginnen mit dem “Schmutzigen Donnerstag” die Narrentage. In vielen Städten, wie Luzern (Fasnacht, Motto “rüüdig ond verreckt”) oder Köln (Karneval), herrscht damit der alljährliche Ausnahmezustand. Bereits Monate vorher beginnen die Basteltage um Masken, Kostüme, sowie ganze Wagen für die Strassenumzüge herzurichten. Mit teilweise gigantischem Aufwand und Enthusiasmus werden ganze Oldtimer für gerade einmal drei Tage nachgebaut. Vom Ferrari bis zum Rolls-Royce war sicher alles schon mal da.

Nachgebauter Rolls-Royce an der Fasnacht in der Innerschweiz (© Daniel Reinhard)

Oft erlebten auch Autos an der Fasnacht/Fastnacht, in stark umgebautem Zustand ihren letzten Auftritt vor der endgültigen Verschrottung.

In Melbourne ist es zur Zeit etwas wärmer und die Strassen präsentieren sich dabei auch nie in salzigem Gewand, so dass dort auch mit den echten Oldtimern gefahren werden kann (siehe Bild oben). Nur leider kennen sie in Down-Under keine Fasnacht, aber so eine Art kostümierte "Guggemusig" gibt es dann doch auch.

Tags: Veranstaltung, Bilder (fast) ohne Worte

 

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