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Arosa Classic Car: Arosa Classic Car

Zwischengas Blog


Der McLaren F1 als Investitionswunder und der Bugatti auf seinen Spuren

Bruno von Rotz - 31.07.2014

McLaren F1 1995 (© Brian Henniker - Courtesy Gooding & Company

Man reibt sich die Augen. Gooding & Company bietet an der Pebble Beach Versteigerung (16./17. August 2014) einen McLaren F1 mit Jahrgang 1995 zum Schätzpreis von USD 12 bis 14 Millionen - mitunter also achtstellig in Euro und CHF - an.
Dies wäre nicht nur Weltrekord für einen Strassen-F1, sondern auch ein überraschend hoher Preis für einen noch nicht einmal 20-jährigen Wagen, der einst 1,5 Millionen DM gekostet hat neu. Vor allem der dritte Besitzer, der wie seine Vorgänger den Wagen mit heute 1617 km auf der Uhr wohl mehrheitlich gelagert, nicht aber gefahren hat, dürfte mit seinem Kauf einen guten “Return of Investment” machen, sollte der Wert sich tatsächlich auf dem 12- bis 15-fachen Neupreis einpegeln. In wenigen Jahren sein Geld verzehnfachen, das klingt attraktiv.

Und da könnte man sich natürlich fragen, ob einem dies mit dem Bugatti Veyron, den RM in Monterey am 15./16. August versteigert, auch gelingen könnte. Beim für USD 1,9 bis 2,5 Millionen eingeschätzten Modell mit Baujahr 2013 handelt es sich um einen Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse “Le Ciel Californien”, also um eine einmalige Sonderversion, die bezüglich Farbkombination dem Typ 37A nachempfunden wurde, mit dem Pierre Veyron Rennen fuhr. Der Wagen kommt aus erster Hand und hat gerade einmal rund 5000 km auf dem Tacho.

Bugatti Veyron 2013 (© Robin Adams - Courtesy RM Auctions)

Wer weiss, vielleicht werden wir uns in 20 Jahren wundern, dass exakt dieser Bugatti Veyron 20 Millionen USD wert ist und sich wieder ein cleverer Investor ins Fäustchen lachen kann. Aber vielleicht auch nicht ...

Tags: Investition, Wertsteigerung, Preise, Auktion, Versteigerung



Vignetten-Sammlung als Sonnenblende

Daniel Reinhard - 30.07.2014

Vignetten auf Windschutzscheibe

Seit 1985 gilt in der Schweiz die Vignetten-Pflicht. So muss für die Benützung der Schweizer Autobahnen und Autostrassen (Nationalstrassen erster und zweiter Klasse) eine jährliche Abgabe von CHF 40 (ursprünglich CHF 30) bezahlt werden.

Die erworbene Vignette klebt auf der Windschutzscheibe und hat ihre Gültigkeit vom 1. Dezember vor, bis zum 31. Januar entsprechend dem aufgedruckten Jahr. "Die korrekt am Fahrzeug angeklebte Vignette gilt als Zahlungsnachweis", ist in der Bundesverordnung nachzulesen. Es ist nicht anzunehmen, dass der abgebildete Wagen den Zahlungsnachweis korrekt erfüllt. Diese 13 Vignetten dienen wohl bereits als Sonnenblende und der kontrollierende Ordnungshüter wird wohl seine Probleme haben, auf die Schnelle die momentan gültige Vignette zu finden. Leider ist die Vignetten-Sammlung nicht ganz komplett, ansonsten könnte die Windschutzscheibe das wohl Wertvollste am ganzen Auto werden.

Nur in Deutschland können bis anhin noch sämtliche Strassen gebührenfrei benutzt werden. Doch wird sich diese Grosszügigkeit wohl bald ändern und man muss sich, wie in Österreich oder der Schweiz, eine Fahrerlaubnis erwerben.

"Zwischengas" sucht per 2030 die Windschutzscheibe, die noch aktiv am Verkehr teilnimmt und sämtliche bisherigen Vignetten der Länder Schweiz, Österreich und Deutschland mit sich trägt. Ein Geschenk wartet bereits!

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, Gesetz, Abgaben, Gebühren



Bald bin ich ein Oldtimer mit toller Patina

Daniel Reinhard - 29.07.2014

Als der komische Neuwagen kam, hat man mich hier einfach so liegen lassen, nun kommen schon die ersten Sträucher und überziehen mein Äusseres.

In meinem Inneren kriechen schon die Würmer und Käfer. Vögel nisten überall an und in mir. Sie lassen ihren ganzen Dreck liegen. Es stinkt und juckt, aber das ist gut so, denn so krieg ich bald eine wunderschöne Patina.

Aber es braucht Geduld, viel Geduld.

Dann, irgendwann, werde ich bestimmt wiederentdeckt und liebevoll wachgeküsst. Aber hoffentlich kann ich mich einer masslosen Über-Restauration entziehen, denn ich möchte unbedingt 2048 am Concorso d'Eleganza in der Villa d'Este als Best of Show die Coppa d'Oro im Patina-Kleid gewinnen.

Weitere Bilder, die fast ohne Worte eine Geschichte erzählen, finden Sie im extra angelegten Themenkanal .

Tags: Bilder (fast) ohne Worte



Keine unpassenden Farben!

Bruno von Rotz - 28.07.2014

Farbwahl beim Oldtimer

Darf man einen Oldtimer in der Farbe bemalen, die einem am meisten zusagt, unabhängig davon, ob es die Farbe zu jener Zeit und für einen bestimmten Fahrzeugtyp überhaupt gab?

Die Zwischengas-Leser, die an unserer " Frage der Woche " teilnahmen,  meinen klar “Nein”. Nur gerade 12% würden es richtig finden, einen Oldtimer in einer beliebigen, auch modernen Farbe zu spritzen. Deutliche 60% dagegen befürworten nur Farben, die es für den Wagentyp auch tatsächlich gab, würden allerdings dem Besitzer mindestens die Farbwahl in jener Palette freilassen. Eine Pagode könnte also statt in Silber Metallic in Elfenbein lackiert werden, vorausgesetzt der Farbton entspricht der damaligen Werksvorgabe.

Immerhin 26% setzen sich allerdings für die maximal mögliche Originalität in der Farbwahl ein, d.h. die Farbe sollte derjenigen entsprechen, mit der Wagen das Werk verlassen hat.

Auswertung P12 - Farbwahl beim Oldtimer

Wie Leser allerdings richtig kommentiert haben, kommt es halt auch auf den Wagen an. Ein Auto, das 1961 auf dem Genfer Autosalon stand, sollte sicher auch heute noch in jener Lackierung wieder gezeigt werden, die es schon damals trug, während man bei einem VW Käfer vielleicht durchaus einen anderen Farbton aus der damaligen Zeit auswählen könnte.

Wir danken allen Lesern für die Teilnahme und stellen bereits die nächste Frage, nämlich, wie sie darüber denken, dass Oldtimer elektronisch optimiert werden, zum Beispiel mit Autoradios mit modernen Innereien oder mit programmierbaren Zündanlagen.

Tags: Frage der Woche, Farbe, Lackierung, Restaurierung



Klimaanlage oder was?

Bruno von Rotz - 27.07.2014

VW Bus T1

Heutzutage wird kaum mehr ein Auto ohne Klimaanlage ausgeliefert. Das war früher ganz anders. Da waren Klimakompressoren teuer und die Verbrauchsauswirkungen gross. Entsprechend konnte sich kaum jemand eine dieser mondänen Anlagen leisten.

Citroën 2 CV

Und so ersannen die Autokonstrukteure halt andere Lösungen, um es den Fahrzeuginsassen erträglicher zu machen. Da gab es Klappen unter der Frontscheibe (wie beim Citroën 2 CV), Klappen auf der Seite für zusätzliche Frischlufteinfuhr (wie beim Fiat 2300 S) oder sogar ausklappbare Fensterscheiben (wie beim VW T1 Samba). Und natürlich die berühmten ausklappbaren Dreiecksfenster in den Vordertüren sowie die Ausstellfenster bei den hinteren Scheiben.

Fiat 2300 S

All’ diese Einrichtungen sind obsolet geworden und fehlen heute im modernen Automobil. Im Gegensatz zur wartungsintensiven und manchmal störungsanfälligen Klimaanlage aber funktionierten sie jederzeit und ohne grossen Unterhalt.

Tags: Innovation, Entwicklung, Komfort, Kühlung



Schöner wohnen à l’americaine

Bruno von Rotz - 26.07.2014

Wenn man an ein Amerikaner-Treffen geht, dann stechen sie einem sofort ins Auge, die Interieur der US-Fahrzeuge. Vor allem in den Fünfziger- und Sechzigerjahre trieben es die US-Designer bunt, mischten Materialien und Farben zu einem wilden Potpourri.

Während bis in die Vierzigerjahre noch durchaus Parallelen zu englischen Innenausstattungen zu finden waren, entwickelten die Amerikaner nach dem Krieg ihren eigenen Stil.
Der Trend zu viel Platz, breiten Polstern und grellen Farben setzte sich durch.

Der Innenraum wurde zum Ausdrucksmittel und zum Unterscheidungsfaktor im Markt

Dies muss nicht bedeuten, dass es nicht auch Platz hatte für gediegenen Luxus und edles Design, wie ein Chrysler 300 G Convertible von 1961 zeigt.

Eine schöne Auswahl an amerikanischen Klassikern mit besonderen Interieurs finden sich im Angebot von RM Auctions anlässlich der Motor City Versteigerung am 26. Juli 2014.

 

Tags: Auktion, USA



Volkswagen-Treffen Stöckalp

Daniel Reinhard - 25.07.2014

Nicht nur der Wörthersee hat sein VW-Treffen, auch in der Schweiz trifft sich die Volkswagenszene. Am 10. Mai 2014 kamen die "VW-Freunde Stättersee" mit alt und neu, herkömmlich und futuristisch, auf die Stöckalp im Kanton Obwalden.

Ob Karmann, Bully oder Käfer, gepaart mit Golf 1,2,3,4, usw….. Frei nach dem Motto: Bis dass der Tod euch scheidet!

Ganz im Gegensatz zum Treffen in Reifnitz am Wörthersee, lief hier alles viel ruhiger und familiärer ab.

Nichts desto Trotz hatte die Gruppe ihren Spass und zeigte den Kollegen und Fans ihre alten und bekannten, wie neuen und noch nicht gezeigten, originalen wie mehr oder weniger getunten Fahrzeuge.

Tags: Treffen, VW, Veranstaltung



Klassikerperlen der Zukunft - Citroën BX 4TC

Bruno von Rotz - 24.07.2014

Dieser Wagen ist seltener als ein Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer oder ein Porsche 911 Carrera RS 2.7. Und er hat echte Renngene im Blut. Trotzdem dürfte es mehr Überzeugungsarbeit kosten, jemanden vom Citroën BX 4TC zu überzeugen, als vom geradezu volkstümlichen BMW M3 E30.

Dies liegt einerseits an der Form des BX, mit der nicht jeder etwas anfangen kann (Bertone hatte hier seine Hand im Spiel). Andererseits liegt es am fehlenden Erfolg, unter dem diese Rallye-Evolutionsversion des Citroën BX nicht zuletzt wegen der Aufgabe der Gruppe B leidet.

Dabei hatte alles sehr vielversprechend ausgesehen. Man hatte einen 2,2-Liter-Turbomotor mit ungefähr 300 PS längs (statt quer) in den Bug des Citroën BX verpflanzt, einen Allradantrieb eingebaut und das Auto soweit wie möglich erleichtert. Für die Montage breiter Reifen hatte man seitlich angebaut.

Die Rennversion war dann wohl noch etwas stärker und zudem mit einem brachialen Heckspoiler ausgerüstet. Trotzdem war ein sechster Platz in der Schweden-Rallye das Beste, was man erzielen konnte. Immerhin.
Trotz der Seltenheit wechselte im Jahr 2005 einer dieser Wagen an einer Bonhams-Versteigerung für nur Euro 14’950 oder CHF 18’152 den Besitzer. Ob das heute noch so günstig wäre?

Wer eines dieser Fahrzeuge 1:1 bewundern möchte, der sei auf die Citroën-Ausstellung im Pantheon Basel hingewiesen, wo einer der 200 gebauten BX 4TC noch bis zum Oktober 2014 steht.

Weitere Berichte zu Klassikerperlen gibt es im dafür gewidmeten Themenkanal «Klassikerperlen» .

Mehr zu Citroën erfahren Sie auf unserer Markenseite .

Tags: Klassikerlperlen der Zukunft, Rallye, Allrad



Paul Rosche in Hockenheim

Daniel Reinhard - 23.07.2014

Genau zwei Stunden vor dem GP Deutschland in Hockenheim am 20. Juli 2014 trafen sich am Sonntag "Nocken-Paule" (Paul Rosche) und Frank Williams zu einem Gespräch unter Freunden.



Für Rosche war es ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art. Zu seinem 80. Geburtstag (1.4.1934) bekam er eine Einladung von Toro Rosso zum Besuch des Rennens in Hockenheim. Hier traf er nach langer Zeit wieder viele seiner Freunde aus vergangenen Tagen. Zusammen mit dem damaligen Brabham Teamchef Bernie Ecclestone holte er mit Piquet und BMW 1983 den Weltmeistertitel.

Paul war viele Jahre der Kopf der schnellen BMW-Motoren. Ob im 2002 oder im E30, ob im Brabham F1 oder im McLaren F1 (Le Mans Sieg 1995 im McLaren F1 und 1999 im BMW V12 LMR).



Egal ob 4 oder 12 Zylinder, selbst der bärenstarke 4-Zylinder Turbo mit rund 1200 PS,  sie alle wurden unter seiner Regie gebaut. Mit Frank Williams teilt BMW und damit auch Paul Rosche eine zweifache Verbindung: Einerseits stammt der BMW V12 LMR aus dem Hause Williams, dazu kommt die fünfjährige Partnerschaft (2000-2005) in der F1 mit BMW-Williams.

Tags: Formel 1, BMW,



Als ein Lenkrad noch ein Lenkrad war ...

Bruno von Rotz - 22.07.2014

Lenkrad Alfa Romeo Giulia Sprint GTA von 1966

Neulich, unterwegs im doch schon etwas älteren Auto, wollte ich die Lautstärke des Radios verändern und griff instinktiv ans Lenkrad, um die Regler zu ertasten. Doch da war nur eine Lenkradspeiche, ohne Knöpfe und Rädchen.
Ja, so war das früher, da diente das Lenkrad nämlich ausschliesslich zum Lenken und war kein multifunktionales Steuerungsinstrument, das es erlaubt, Telefongespräche entgegenzunehmen, das Fahrwerk zu verstellen oder den Radiokanal zu wechseln.

Dafür sahen die Lenkräder früher sehr viel attraktiver aus, waren Kunstwerke aus Metall, Holz und Leder, wie das Beispiel vom Alfa Romeo Giulia Sprint GTA eindrücklich zeigt ...

Zum GTA gibt es übrigens auch einen ausführlichen Bericht mit vielen Fotos.

Tags: Erinnerungen, Bedienung,


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