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Reparieren am Strassenrand

Bruno von Rotz - 31.03.2015

Reparatur auf der Strasse

Undenkbar heute wäre dieses Verhalten eines Verkehrsteilnehmers, das in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre in unseren Breitengraden beobachtet wurde.

Auf der Suche nach einem technischen Problem unter dem Wagen, scheute sich der Fahrzeugbesitzer nicht, unter den Wagen zu kriechen, wobei Beine und Oberkörper gefährlich in die Strassen hineinragten. Dass er noch nicht einmal ein Warndreieck - das gab es damals schon! -  montierte, erstaunt da kaum mehr.

Ob die “anderen” Autofahrer früher aufmerksamer waren? Zumindest dürfte kaum einer telefoniert haben während der Fahrt und auch am Autoradio musste man nicht ständig herumfummeln.

P.S. Weitere Bilder (fast) ohne Worte gibt es im eigens angelegten Themenkanal ...

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, Reparatur,

 

Oldtimer werden nicht zu jung, oder doch?

Bruno von Rotz - 30.03.2015

Frage der Woche - Werden die Oldtimer zu jung?

Immer wieder wird diskutiert, ob mit der Altersgrenze “30 Jahre” eine Oldtimer-Schwemme auf uns zukommt. Mancher Veranstalter ist bereits dazu übergegangen, ein Mindestalter von 35 oder 40 Jahre zu fordern, um zu verhindern, dass die Alltagsklassiker der Achtzigerjahre in grossen Scharen den Veteranenfahrzeugen früherer Jahrzehnte die Startplätze streitig machen.

Wir fragten daher die Zwischengas-Leser , ob die Altersgrenze für Oldtimer angehoben werden sollte. Knapp über die Hälfte (54%) stimmte dabei gegen eine Erhöhung der Altersgrenze, während die “kleinere Hälfte” (46%) sich für eine Anhebung des Eintrittsalters (z.B. auf 35 oder 40 Jahre) aussprach.

Auswertung - Frage der Woche - werden die Oldtimer zu jung?

Ein eindeutiges Ergebnis ist dies also nicht. Man spürt, dass die Oldtimer-Szene gespalten ist. Dies zeigt sich auch in den Kommentaren, die unsere “Frage der Woche” auf Facebook erhielt:

“Nicht die Oldtimer werden zu jung, wir werden älter - manche auch im Kopf! Ein Auto, das 30 Jahre alt ist, wird nicht jünger, bloß weil man es noch als Neuwagen kannte!”

Oder:

“Was schlussendlich gesammelt wird und "überlebt", entscheidet der Sammler und nicht ein Zeitraum. Für einen Ford Scorpio oder Simca Horizon wird man nie Omas Häuschen opfern müssen. Sie sterben einfach unbemerkt aus ... ”

Und auch:

“Zudem kommt die "Schwemme" doch nur, da man in den 80ern noch Qualität gebaut hat. Ich denke aus den 90ern werden deutlich weniger überleben.”

Oder:

“Die Generation 50+ wird Schwierigkeiten haben, einen VW Golf 1, einen W 124, einen Passat erster Baujahre etc. als Oldtimer zu sehen, weil wir einfach damit führerscheintechnisch aufgewachsen sind ...”

Wir haben bereits die nächste Frage der Woche gestellt und wollen wissen, ob die Zeiten des klassischen Teilemarkts vorbei sind ...

Tags: Frage der Woche, Umfeld, Oldtimer

 

Für die Fortsetzung von “Zurück in die Zukunft”?

Bruno von Rotz - 29.03.2015

Porsche 918 Spyder Prototyp Retro Classics 2015

Wer die Filme “Back to the Future” (deutscher Titel: Zurück in die Zukunft”) gesehen hat, der stellt sich möglicherweise im Atrium der Retro Classics in Stuttgart die Frage, ob Porsche für die Fortsetzung der Filmtriologie die Zeitmaschine liefern wolle.

Heckansicht des Porsche 918 Spyder Prototyps von 2011

Jedenfalls sieht die gut sichtbare Technik beim Porsche 918 Spyder Prototyp aus dem Jahr 2011 doch sehr nach einem “Fluxkompensator” aus und der ermöglicht schliesslich die Zeitreisen. Mit der Zeitreisen-Minimalgeschwindigkeit von 141,6 km/h hätte der Porsche jedenfalls auch auf kürzester Anlaufstrecke weniger Mühe gehabt als der 1985 eingesetzte DeLorean DMC-12, von dem es in Stuttgart (in Halle 5) ebenfalls ein Exemplar zu sehen gibt.

DeLorean DMC-12 aus Back to the Future an der Retro Classics 2015

Ein Teil 4 von Back to the Future würde sicher viele Fans erfreuen und mit dem Porsche wäre nun ja eine Basis für die Zeitmaschine gefunden ...

Tags: Prototyp, Filmautos, Konzeptfahrzeug, Messe, Oldtimermesse

 

Willkommen zurück - Opel CD

Bruno von Rotz - 28.03.2015

Opel CD von 1969 auf der Retro Classics 2015

1969 war er einer der Stars auf der IAA in Frankfurt . Der Opel CD war eine Styling Studie, entwickelt durch das Rüsselsheimer Design Teams unter Leitung von Charles M Jourdan.

Opel CD auf der IAA in Frankfurt im Jahr 1969

Die Technik wurde dem Diplomat V8 (5,4 Liter Hubraum, 230 PS, 435 Nm, Turbo-Hydra-matic-Dreigangautomatik) entnommen. Optisch hatte die Studie allerdings nichts mit der Limousine gemeinsam. Das 1,11 Meter hohe Coupé nahm wesentlich Styling-Tendenzen der Siebzigerjahre vorweg und sieht auch heute noch atemberaubend aus. 

Die Techniker begnügten sich damals nicht mit einer reinen Styling-Studie, sondern sie schufen parallel dazu auch einen technischen Mockup, bei dem die Form allerdings nur durch ein Drahtgitter angedeutet wurde. Dieses Modell zeigt die Mechanik, die für das Abheben der Dachkanzel inklusive Lenkrad nötig war, um der Besatzung den Einstieg zu ermöglichen.

Drahtgittermodell des Opel CD auf der Retro Classics 2015

Im Interieur sind die Bedienungselemente samt Telefonanlage sichtbar.

Armatourenbrett des Opel CD - zu sehen im Drahtgittermodell von 1969 an der Retro Classics 2015

Das Fiberglasmodell wurde 2010 von Technikern des Opel Classic Teams restauriert und steht nun in einem Rotton lackiert zusammen mit dem Drahtgittermodell noch bis am 29. März 2015 auf der Retro Classics (Halle 4) in Stuttgart.

Eigentlich lohnt alleine diese Studie schon fast einen Besuch der Retro Classics ...

In die Produktion ging das Modell natürlich nie, Pietro Frua schuf aber eine deutlich seriennähere Studie namens Opel Diplomat Frua Coupé . Doch erst den Bitter CD, der die beiden Studien im Geist beerbte, gelangte in den Verkauf. Eigentlich wäre es wunderbar gewesen, diese drei Modelle alle nebeneinander zu haben in Stuttgart.

Tags: Innovationen/Entwicklungen, Kunstsfoff-Fahrzeuge, Prototyp, Konzeptstudie, Design, Oldtimermesse

 

Das Cremeschnittchen als Messehöhepunkt

Bruno von Rotz - 27.03.2015

Renault 4 CV auf dem Stand von Zwischengas an der Retro Classis 2015

Er meistert seine Aufgabe vorzüglich, der kleine schwarze Renault 4 CV auf unserem Stand E050 an der Retro Classics in Stuttgart .

“Cremeschnittchen” wird der kompakte Wagen mit Vierzylindermotor in Süddeutschland und wohl auch darüber hinaus genannt. Ein Pärchen meldet uns, dass man auf der ganzen Messe eben einen solchen Renault gesucht habe, und dass er der einzige sei, der in den vielen Hallen zu finden sei. Eigentlich erstaunlich, denn immerhin wurden vom “Renault Heck”, wie der 4 CV wegen seines Heckmotors auch genannt wurde, zwischen 1946 und 1961 über 1,1 Millionen Exemplare hergestellt. Und einige gelangten auch nach Deutschland.

Zwischengas-Stand E050 an der Retro Classics 2015

“Das war mein erstes Auto”, erzählte uns ein Standbesucher. “Wissen Sie, wieviele Leute man damit transportieren konnte?”, fragte ein anderer und wusste auf unsere schüchterne Antwort, dass im 364 cm langen und 143 cm breiten Viertürer bequem fünf Insassen Platz hatten, zu erzählen, dass sie häufig mit neun Personen, einige davon natürlich weiblichen Geschlechts, unterwegs gewesen seien.

“Damit hatte ich meinen ersten richtigen Crash”, raunte uns ein weiterer Besucher unseres Standes zu. Und bei einem anderen kamen eine ganze Reihe Erinnerungen hoch, als er am unrestaurierten Interieur des wackeren französischen Volkswagen roch. “Ich habe den Wagen einst meinem Kollegen ausgeliehen und der füllte das Benzin in die Wasserkühlung ein”, erzählte er und zeigte auf den Deckel am Heck, der tatsächlich Zugang zum Wasserkühler bot und nicht etwa zum Benzintank, dessen Einfüllstutzen unter der Motorhaube hinten steckt.

Wasser kein Benzin soll durch diesen Verschluss eingefüllt werden beim Renault 4 CV

Interessant auch die Geschichte, die uns ein anderer Besucher zusteckte: Elvis Presley fuhr in seiner Dienstzeit in Deutschland von Zeit zu Zeit einen Renault 4 CV, blieb darin sicher unerkannt und soll offensichtlich an der Fahrt im kleinen Franzosen auch noch viel Freude gefunden haben. Und ein findiger Mechaniker rüstete sein Cremeschnittchen gar mit einer Fussbodenheizung aus ...

Der Renault 4 CV, den uns Berthold Dörrich von der deutschsprachigen Zeitschrift Octane dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, schlägt sich an der Messe in Stuttgart also hervorragend gegen die 25 oder so Mercedes-Benz 300 SL, die Horden von 190 SL und Porsche 911/356.

Und auch wir nehmen zwischendurch, wenn wir einmal kurz dem Messerummel entfliehen wollen, eine Nase vom Duft des Renault-Interieurs, das 60 Jahre Autogeschichte atmet ...

P.S. Wir sind noch bis zum 29. März 2015 an der Retro Classics in Stuttgart anzutreffen - gleich beim Eingang Ost zwischen Atrium und Halle 1 ...

Tags: Messe, Originalzustand, Anekdoten, Geschichten, Volkswagen

 

Scheibenwischer für die Scheinwerfer

Bruno von Rotz - 26.03.2015

Scheibenwischer für die Scheinwerfer eines Saab 900

1970 führte der Autohersteller Saab Scheibenwischer für die Scheinwerfer ein, um die Lichtausbeute bei schlechten Wetterbedingungen zu steigern. Die kleinen Wischerchen wurden in der Ober- und Luxusklasse bald zum beliebten Ausstattungsmerkmal und man sah sie etwa bei vielen BMW- und Mercedes-Modellen.

Doch der Fortschritt machte nicht halt und die immer aerodynamischer gestalteten Lampen liessen sich bald mit Scheibenwischern nicht mehr einfach (und ökonomisch) putzen und so übernahmen mehr und mehr Hochdruckpumpen und Spritzeinrichtungen die Reinigung der Scheinwerfer.

Und so verschwand die Saab-Erfindung schon nach rund zwei Jahrzehnten wieder aus dem Automobilbau.

Vielleicht gibt es ja in Zukunft einmal eine eigene Klasse in einem Concours d’Elégance, die den Scheinwerfer-Wischer-Autos gewidmet ist?

Weitere Innovationen und Entwicklungen der Autoindustrie finden sich in einem eigens eingerichteten Themenkanal.

Tags: Innovationen/Entwicklungen, Ausstattung, Zubehör, Sicherheit

 

Englische Vielfalt - fast wie damals

Bruno von Rotz - 25.03.2015

Goodwood Test Days 1954

Dieselbe Gerade im Abstand von 61 Jahren fotografiert. Es handelt sich um die Start-Ziel-Sektion der Rennstrecke von Goodwood.

In den Fünfziger- und Sechzigerjahre diente der Rundkurs unter anderem der “Guild of Motoring Writers” zum Testfahren neuer Automobile, die gleichzeitig an der London Motor Show gezeigt wurden. Und es fällt auf, dass es sich dabei vorwiegend oder fast ausschliesslich um englische Fahrzeuge handelt.

McLaren F1 GTR Jubiläum in Goodwood 2015 (© Stuart Adams)

Einige Jahrzehnte später gibt es kaum noch echte englische Automarken und in Goodwood wird am 73. Members Meeting der 20. Jahrestag des McLaren-F1-Le-Mans-Sieges gefeiert, notabene auf derselben Geraden, allerdings dieses Mal in korrekter Fahrtrichtung.

Englische Tourenwagen der Fünfzigerjahre in Goodwood im Jahr 2015 (© Stuart Adams)

Und bei den Rennen am 73. Members Meeting leben dann die alten englischen Marken der Fünfzigerjahre auch wieder auf, die Fahrzeuge von Morris, Daimler, Riley, Austin, Hillman, Jaguar, Ford oder wie sie alle hiessen, kämpften um Positionen wie 60 Jahre zuvor im Markt.

Tags: Historischer Rennsport, Rennstrecken, Blick zurück, Tourenwagen, Marken, verschwundene Marken

 

Gestatten? Mein Name ist Winnetou

Bruno von Rotz - 24.03.2015

Skoda Winnetou von 1967

Im Jahr 1967 wollte der Schweizer Skoda-Importeur A. P. Glättli AG etwas Besonderes auf den Stand am Genfer Autosalon stellen. Und so entstand der “Winnetou” auf Basis eines Fahrgestells von Skoda mit 52-PS-Heckmotor. Für den Cabriolet-Aufbau wählte man eine Kunststoffkarosserie, die bei der Firma Suren in Aachen entstand. Bei genauer Betrachtung scheint es sich dabei um Variante der amerikanischen Devin-Formen gehandelt zu haben, wie sie auf VW-Käfer und Porsche-356-Chassis aufgesetzt wurde.

Heckansicht des Skoda Winnetou von 1967

Wie man auf den Namen des Karl-May-Apachen-Häuptling als Bezeichnung kam, entzieht sich unserer Erkenntnis.

Dass man es ernst meinte, beweist der Preis, den man damals festlegte: 7900 Franken.

Erstmals wollte man gemäss der damaligen Berichterstattung in der Automobil Revue Nummer 10/1967 am Genfer Autosalon das Interesse testen. Offensichtlich war es nicht allzu gross. Jedenfalls ist uns in den letzten 30 Jahren kein derartiges Fahrzeug begegnet, aber vielleicht hat ja der Prototyp überlebt?

Tags: Raritäten, Spezialkarosserien, Sportwagen, Einzelstücke, Kunststoffautos

 

Rote Lippen sollst du küssen!

Daniel Reinhard - 23.03.2015

Rote Lippen - Shannon Historis Demonstration Australien 2015 (© Daniel Reinhard)

Perfekte Lippen ganz ohne Kosmetikspiegel in der Sonnenblende? Der Maserati 450S von 1957 ist sehr spartanisch ausgerüstet. Jeglicher Komfort fehlt. Es ist eine reine Fahrmaschine, besser noch, es ist eine Rennmaschine.

Maserati 450S von 1957 mit der Dame mit den roten Lippen (© Daniel Reinhard)

Trotzdem sass die Fahrerin perfekt gestylt im Cockpit und wartete auf die Freigabe der Grand Prix-Strecke von Melbourne. Bei der Shannon Historic Demonstration in Australien war es sehr erfreulich zu sehen, dass sich nicht nur steinalte Männer in die historischen Cockpits zwängten, sondern auch einige Junge Burschen die Fahrzeuge ihrer Väter oder Grossväter bewegten. Besonders erfreulich, dass auch einige weibliche Pilotinnen in den Autos zu sehen waren. Nicht alle waren so perfekt gestylt wie dieses "Model", wo ja nun wirklich alles passte.

Ich hoffe, dass die Tendenz, mehr  weiblichen und jungen Fahrer in historischer Autos zu sehen, nicht nur in “Down-Under” zunimmt, sondern auch in Europa in Zukunft noch vermehrt zu sehen sein wird. Leider nehmen Smartphones und Games bei den Jugendlichen an Bedeutung stark zu, während das Automobil an Wichtigkeit verliert. Versuchen wir doch vermehrt und gemeinsam, unser Hobby den kommenden Generationen schmackhaft zu machen.

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, historischer Rennsport, Frau und Automobil, Nachwuchs

 

Transport-Effizienz

Bruno von Rotz - 22.03.2015

Heute undenkbar, aber so lange ist es gar nicht her, dass dieses Bild entstand. Vor 30 Jahren fuhr dieser Huckepack-Transport von München nach Salzburg. Viel effizienter kann man einen Transport wohl nicht organisieren. Ein Fahrer mit vier Fahrzeugen und dies ohne Anhänger! Ob wohl einer der vier Wagen überlebt hat?

Weitere Bilder (fast) ohne Worte gibt es in unserem Themenkanal .

Tags: Transport

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