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Was Squire, McLaren und Cizeta gemeinsam haben

Bruno von Rotz - 17.01.2017

McLaren F1 von 1992 (© McLaren/Werk)

Wie macht man ein kleines Vermögen? Man beginnt mit einem grossen und baut einen eigenen Sportwagen.

Dieser Spruch hat wohl viel Wahres an sich, hielt aber ambitiöse Männer (Frauen gab es in dieser Gruppe vermutlich keine) nie davon ab, nach dem ultimativen Sportwagen zu trachten.

Squire 1 1/2 Litre 1936 (© Gooding & Co)

Adrian Squire versuchte es in den Dreissigerjahren, Ron Dennis und Gordon Murray in den Neunzigerjahren. Die Ergebnisse hiessen Squire 1 1/2 Litre und McLaren F1 (Bild oben) und es waren atemberaubende Sportwagen, die ihrer Zeit in vielen Punkten voraus waren. Sie waren aber auch teuer und liessen sich kaum verkaufen.

Bugatti EB110 1993 (@ RM)

Ähnlich erging des dem Bugatti EB110, dem Jaguar XJ-220 und dem Cizeta V16T, um nur einige wenige Beispiele aus der neueren Zeit zu nennen.

Cizeta V16 T 1992

Auch in den Jahrzehnten zuvor versuchten es viele, fast genauso viele scheiterten.

Übrig geblieben sind beeindruckende und meist in geringen Stückzahlen überlebende Sportwagen, die heute die Enthusiasten zum Träumen bringen.

 

In Erinnerung an Jack Griffith

Bruno von Rotz - 16.01.2017

TVR Griffith 200 von 1965

Allzu viele Leute hierzulande werden Jack Griffith wohl nicht gekannt haben. Der Amerikaner, geboren vor rund 90 Jahren, gab uns den (TVR) Griffith. Schon früh in seinem Leben bestimmten Autos seinen Werdegang, aber erst im Jahr 1962 brachte er den Sportwagen heraus, der seinen Namen tragen sollte. Die Idee soll bei einem Nachtessen mit Carroll Shelby entstanden sein. Jedenfalls liess Griffith den Ford-V8-4.7-Liter-Motor in den kleinen TVR Grantura einbauen, der sonst jeweils mit MG-A-Vierzylinder für durchaus ansehnliche Rennergebnisse gesorgt hatte.

Um den mächtigen Ford-Motor im engen Rohrrahmen-Chassis unterzubringen, musste einige Rohre mit dem Hammer verbogen, andere gar entfernt werden, aber schliesslich passte der V8 unter die Haube des Grantura, fertig war der Griffith, ein 271 PS starker knapp 1000 kg leichter Sportwagen mit einem Radstand kaum länger als beim Mini. Dass das Ergebnis schwierig zu fahren war, versteht sich von selbst, schliesslich wurde der Grantura durch die Kur deutlich schwerer vorne, während die wenig belastete Hinterachse mit viel mehr Leistung fertigwerden musste. Doch wer es schaffte, wie Testfahrer und Entwickler Mark Donohue das Biest zu bändigen, war schnell unterwegs. Und ist es auch heute noch, denn bei historischen Rennen fahren die TVR Griffith meist vorne mit.

TVR Griffith 400 von 1967

Knapp 200 dieser Griffith 200 wurden gebaut, gefolgt von weiteren 59 Griffith 400 (auf Basis des Grantura Mk IV), dann war Schluss. TVR übernahm das Geschäft selber, nannte den Nachfolger TVR Tuscan V8. Gebaut wurde er bis anfangs der Siebzigerjahre. Der Name selber kam dann in den Neunzigerjahren mit dem TVR Griffith mit Rover-V8-Maschine zurück, mit Jack Griffith hatte dies aber nichts mehr zu tun.

Griffith baute dann zusammen mit Carrozzeria Intermeccanica noch den Griffith 600, mehr als 10 davon entstanden aber nicht.

Dem Auto aber blieb er treu, baute zusammen mit Bill Warner den Amelia Island Concours d’Elégance auf im Jahr 1996 und nahm bis zu seinem Lebensende, das er schliesslich am 8. Januar 2017 im Alter von 90 erreichte, teil. Wir werden ihn nicht vergessen!

 

Was macht eigentlich ein Winterauto aus?

Bruno von Rotz - 15.01.2017

Porsche 928 S von 1980 (© Daniel Reinhard)

Früher, da war es noch durchaus üblich, dass man für den Winter ein zweites Auto hatte, das man nicht schonen musste oder wollte. Es gab aber auch andere Gründe, warum man im Winter einen anderen Wagen fuhr.

Welche Eigenschaften machten wohl ein Auto zu einem guten Begleiter im Winter von einst? Es war sicherlich hilfreich, wenn der Wagen eine gute Traktion bot. Praktisch war es auch, wenn sich günstige und trotzdem wirksame Winterreifen (oder gar Spikes) aufziehen liessen. Zudem sollte er ein zuverlässiger Starter sein und möglichst über eine wirksame Heizung verfügen. Und vermutlich sollte es einen nicht schmerzen, wenn man einmal zu nahe an den Strassenrand (oder darüber hinaus) fuhr und sich eine Delle holte.

Typische Winterautos waren natürlich der VW Käfer, obwohl dieser bezüglich Heizung keine Bestnoten erhielt, die Fronttriebler von Renault oder Saab, aber auch andere günstige Wagen.

Der abgebildete Porsche 928 S hingegen wäre wohl vor 30 Jahren bei kaum jemandem in die engere Wahl gekommen, obschon er mit seiner Transaxle-Bauweise keine schlechten Voraussetzungen hatte. Aber Masse und grosse Dimensionen waren bei einem Winterauto genausowenig beliebt, wie fette Reifen und grosse flache Scheibenflächen, die man aufwändig abkratzen musste.

Auf Schnee kann so ein 928er aber trotzdem viel Spass machen, vorausgesetzt das Gelände ist eher flach und der rechte Fuss kann die Menge der Radumdrehungen direkt beeinflussen. Und genau, das wäre noch ein weiteres Kriterium für das perfekte Winterauto, eine mechanische und gut erreichbare/bedienbare Handbremse ist auf Schnee und Eis sicherlich auch von Vorteil.

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Der neue Zeitvertreib - Klassiker zum Ausmalen

Daniel Reinhard - 14.01.2017

Malbuch - Szene aus James Bond (© Delius-Klasing Verlag)

Salz und Schnee lassen die Oldtimer in ihren Garagen ruhen. Auto und Fahrer ersehnen schon das kommende Frühjahr. Was machen die gelangweilten Besitzer, die nicht den richtigen Klassiker für die Winter-Rallyes besitzen und auch nicht mit der Gabe für Total-Restaurierungen und Schraubereien ausgestattet sind?

Malbuch - Titelblatt mit Porsche 911 (© Delius-Klasing Verlag)

Sie lesen zwischengas.com oder beginnen neuerdings zu malen. Dazu hat der Verlag "Delius Klasing" nun ein Malbuch mit realistisch skizzierten Klassikern des französischen Illustrators Francois Roussel auf 128 Seiten herausgegeben (erhältlich online via amazon.de , via den Verlag Delius-Klasing oder den Buchhandel).

Malbuch - Fiat 124 Abarth Col de Turini (© Delius-Klasing Verlag)

Nun kann sich jeder in seine Schulzeit zurückversetzen und in Ruhe den querstehenden Fiat 124 Abarth am Col de Turini, den Porsche 911 oder Vaters Badewanne ( alias Ford Taunus) realistisch oder kreativ ausmalen. Mit den eigenen Kindern oder den Enkeln können die einzelnen schwarz-weiss Skizzen in farbige Bilderwelten verwandelt werden.

Malbuch - Ford Taunus (© Delius-Klasing Verlag)

Nicht allein die Autos lassen sich mit den "Faber-Castell" oder "Caran d`Ache" Stiften (die Hersteller der Farbstifte bezeichnen übrigens einen richtigen Boom in der Nachfrage, seit auch Erwachsene Malbücher kaufen) in bunte Gemälde verwandeln, auch die Umgebung passt dazu und zeigt da und dort sogar noch witzige Alltagszenen, wie den Bully am FKK-Strand mit den beiden kichernden Voyeuren.  

Malbuch - VW Bus Bulli mit Voyeuren (© Delius-Klasing Verlag)

Wir wünschen viel Spass und noch mehr Kreativität!

Hier noch ein paar Angaben zum Malbuch:
Titel: Automobile Klassiker - ein Ausmalbuch für Erwachsene, 128 Seiten, Format 29.7x21 cm, kartoniert, ISBN 978-3-667-10739-8, ab EUR 14.90

 

Lasst bitte das "Klausenrennen-Memorial" nicht sterben!

Daniel Reinhard - 13.01.2017

Kulisse am Klausenrennen 2006 (© Daniel Reinhard)

Mit den bekannten Events in "Goodwood", der "Mille Miglia" und der "Le Mans Classic" hatte die Schweiz mit dem "Klausenrennen-Memorial" eine absolut ebenbürtige Veranstaltung zu bieten. Die rund 21,5 km lange Klausen-Pass-Strasse führt von Linthal (Kanton Glarus) über den gefürchteten und schnellen Urner-Boden, durch 136 Kurven, davon 57 Kehren, bis hinauf auf die 1948 m hohe Passhöhe.

Der offizielle Streckenrekord (siehe Berichte von damals ) von Rudolf Caracciola aus dem Jahre 1934 von 15:22,2 Minuten mit dem Mercedes W25 Grand-Prix Monoposto entspricht dem Schnitt von 83,9 km/h (wohl verstanden auf Schotter gefahren), wurde erst 1998 gebrochen, jedoch unter wesentlich besseren Bedingungen.

Am 25. August 1993 fand zur Erinnerung an die historisch einzigartigen Rennen das erste Memorial statt. Bernhard Brägger war es nach jahrelanger Knochenarbeit endlich gelungen alle politischen Hürden zu überwinden und nach rund 60 Jahren ein Rennen für Vorkriegsrennwagen zu organisieren. Dieses Memorial fand sofortige Zustimmung und der Event zählte von Anfang an zu den ganz Grossen.  

Alfetta am Klausenrennen 2006 (© Daniel Reinhard)

Erst 1998 beim zweiten Erinnerungsrennen wurde Caracciolas Bestzeit geknackt. Vor rund 25`000 Zuschauer fuhr der Brite Julian Majzub mit seinem Bugatti 35B in 13:49,08 auf die Passhöhe. Natürlich nicht mehr auf Schotter, sondern auf einer etwas ausgebauten und asphaltierten Strasse.

Auto Union am Klausenrennen 2006 (© Daniel Reinhard)

2002 fand das dritte Memorial statt. Nun aber mit neutralisiertem "Urnerboden", das heisst der Lauf wurde zweigeteilt. Der auch für Vorkriegsrennwagen ultraschnelle "Urnerboden" zählte aus Sicherheitsgründen nicht mehr zum Rennen, da die Fahrzeuge teilweise abhoben und über all die Bodenwellen unkontrollierbar wurden. 2006 fand dann leider bereits die vierte und vorletzte Austragung statt.

Klausenrennen 2006 (© Daniel Reinhard)

Bis hier war alles gut und schön, doch dann wurde leider nicht mehr am selben Strick gezogen und die kommende Veranstaltung 2011 wurde Ende 2010 kurzfristig abgesagt, was natürlich so einiges an Kritik brachte und bei der Nachholung 2013 auch deutlich spürbar wurde. Bei der heutigen Veranstaltungsdichte lässt man sich nicht gerne verschaukeln, da doch für einen Anlass wie das Klausenrennen so einiges an Vorbereitung ansteht. Bei einer derartig kurzfristigen Absage ist es auch kaum mehr möglich, am selben Datum bei einer anderen Veranstaltung Platz zu finden. Die Sicherheit der Durchführung der Wiederholung des 5. Memorials liess natürlich so einige Teilnehmer in der Warteschlaufe verharren.

Wird eine Veranstaltung nicht regelmässig durchgeführt, egal in welchem Rhythmus, so findet sie natürlich immer weniger Zustimmung bei den Sponsoren, den Teilnehmern bis hin zu den letzten treuen Fans.

Bitte lasst diese einmalige Veranstaltung nicht sterben. Schaut euch in Ruhe diese sensationelle Kulisse ( Bildergeschichte ) an. Erinnert euch an den Sound der Kompressoren am Berg und den Geschmack verbrannten Rizinus-Öls. 300 Vorkriegsrennwagen und Motorräder der ersten Sahne in so einer kleinen Ortschaft wie Linthal versammelt lassen die Herzen höher schlagen. Wie lautet der Slogan auf der neuen Internetseite von Linthal: "Wenn viele kleine Leute, in vielen kleinen Dörfern, viele kleine Dinge tun, dann verändern sie die Welt."

Packen wir`s an! Wir können doch locker mit all den Engländern, Italienern und Franzosen mithalten und eine international anerkannte Veranstaltung bieten. Dieses Rennen ist es ganz sicher Wert, gerettet zu werden und auf gleichem Niveau mit den ganz grossen durchgezogen zu werden. An den Mitteln sollte es in der Schweiz ja eigentlich nicht fehlen, am Enthusiasmus schon gar nicht  ...  

In einer Bildergeschichte haben wir einige der Höhepunkte der Austragungen 2002 und 2006 nochmals zusammengefasst. Das schmeckt einfach nach mehr, viiiieeel mehr!

 

Was die Autofahrer früher noch wussten - Berg- vor Talfahrt

Bruno von Rotz - 12.01.2017

Berg- vor Talfahrt

Vermutlich wird es sogar heute noch in der Fahrschule und im Theorieunterricht gelehrt, aber verstehen dürfte es der moderne Autofahrer kaum mehr.

In Zeiten, als die Strassen (vor allem an Hanglagen und Pässen) schmal waren, die Autos über wenig Leistung und schwache Kupplungen verfügten, da wurde die Regelung eingeführt, dass der talfahrende Wagen zurücksetzen müsse, wenn ein Kreuzen nicht möglich war.

Heute gibt es kaum mehr Strassen, auf denen zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbeikämen und im Zeitalter von “Hill Control”, DSG-Getrieben und 200 PS oder mehr unter der Haube scheint es auch kaum mehr ein Hindernis zu sein, problemlos am Berg anzufahren. Und genau das wollte man verhindern. Anhalten musste früher daher der Wagen, der sich auf Talfahrt befand. Das Zurücksetzen fiel ihm auch deshalb leichter, weil der Rückwärtsgang normalerweise besonders kurz übersetzt ist, ein Anfahren am Berg somit besser gelingt.

Aber eben, das war früher, denn wann kommt man heutzutage schon noch in diese Situation. Und was der autonom fahrende Tesla in dieser Situation machen würde, kann man nur erahnen …

 

Ein Abschied für immer - im Gedenken an Klaus Wildbolz

Daniel Reinhard - 11.01.2017

Klaus und Jost Wildbolz 2002 am Klausen (© Daniel Reinhard)

Am vergangenen Donnerstag musste sich Jost (rechts im Bild) für immer von seinem geliebten Zwillingsbruder Klaus (links) verabschieden. Die Brüder verband nicht nur der 25. August 1937 als ihr gemeinsamer Geburtstag, sondern auch ihre ganz, ganz grosse Leidenschaft: die Oldtimer.

Die Kindheit verbrachten sie in Österreich und der Schweiz. Nach einer Wirtschaftsausbildung absolvierte Klaus ein Studium am Reinhardt-Seminar und ging dann zum Theater. Seine Auftritte hatte er in Luzern, Stuttgart, Düsseldorf, Berlin, Wien und bei den Salzburger Festspielen.

Die ganz grosse Karriere aber machte er im Fernsehen. So moderierte er die ARD-Show "Schnick-Schnack". Später begeisterte er die Zuschauer in seiner Rolle als Direktor Wenzel Hofer im "Schlosshotel Orth". Dann sah man ihn immer wieder in den TV-Serien wie "Schwarzwaldklinik", "Traumschiff", "Der Bergdoktor" sowie auch in den Krimis "Derrick" und auch einmal im "Tatort".

An der Seite von Ava Gardner und Timothy Dalton war er 1975 in "Vollmacht zum Mord" auch im ganz grossen Kino vertreten. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera hatte er 2014 im Film "Schweizer Helden", der mit dem Publikumspreis beim Filmfestival von Locarno ausgezeichnet wurde.

Sein grösstes Hobby aber waren immer die alten Autos. Diese Leidenschaft teilte er mit seinem Zwillingsbruder Jost. Zusammen nahmen sie auch an zahlreichen Rallyes teil. Nicht immer gemeinsam in einem Auto, vielfach auch in total unterschiedlichen Fahrzeugen. Während Jost den giftigen Cortina-Lotus gekonnt durch die Kurven auf den Gaisberg dirigierte, cruiste Klaus im Riley Sprite etwas gemütlicher durch die Landschaft. Er genoss so die Freiheit und tankte Energie für seine nächsten Auftritte.

Klaus und Jost Wildbolz im Austin A35 2008 an der Ennstal-Classic (© Daniel-Reinhard)

Nur ab und an teilten sie sich ein Auto, wie beispielsweise 2008 bei der Ennstal-Classic den Austin A35 RDR von 1957.

Die Zwillinge Klaus und Jost Wildbolz im Austin A35 2008 an der Ennstal-Classic (© Daniel-Reinhard)

Leider blieb nun der Motor von Klaus in der 79. Runde für immer stehen, doch Bruder Jost wird ihm mit seinem Cooper S auch in Zukunft alle Ehre machen und sowieso bleibt Klaus wegen seiner zahlreichen Filme und in der Erinnerung seiner Freunde und Fans unsterblich.

 

Was macht denn der Stuck, wenn er nicht gerade driftet?

Daniel Reinhard - 10.01.2017

Hans-Joachim Stuck im Drift an der Planai-Classic 2017 (© Daniel Reinhard)

Wenn der Hans-Joachim Stuck nicht driftet, ja, dann liest er halt die “Bibel”.

"Das ist nicht irgendein Magazin, das ist für mich DIE Bibel", freute sich Strietzel über das zweite Jahresmagazin von Zwischengas .

Hans-Joachim Stuck freut sich über das Jahresmagazin von Zwischengas 2017 (© Daniel Reinhard)

Es gab bereits viele Komplimente dafür, selbst aus Ungarn erreichte uns ein sehr nettes Mail. Sämtliche positiven Meinungen erfüllen unser Schaffen mit Stolz und natürlich nehmen wir auch gerne Kritik entgegen, denn damit bekommen wir die Chance für künftige Verbesserungen.

Kommen aber derart positive Worte aus dem Mund eines Mannes, dessen Vater schon für immense Schlagzeilen sorgte und der selber bei 74 F1-Grand-Prix gestartet ist, zweimal in Le Mans gewonnen hat und 1990 auch noch DTM-Champion wurde, dann fühlen wir uns nicht nur mit Stolz erfüllt, sondern auch richtig geehrt. Vielen Dank Strietzel!

 

Die Klassikerpreise werden wohl weiterhin steigen (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 09.01.2017

Teaser zur Frage der Woche 74 - Klassikerpreise 2017

Bereits vor einem Jahr befragten wir unsere Leser und liessen sie einschätzen, ob die Klassikerpreise im kommenden Jahr steigen, fallen oder stagnieren würden. Wir wollten es auch im Jahr 2017 wieder wissen.

Nach Jahren der starken Anstiege schien sich der Markt 2016 etwas zu beruhigen, aber was kann man vom anbrechenden 2017 erwarten? Wir baten die Zwischengas-Leser, uns ihre Einschätzung mitzuteilen und fast 500 beteiligten sich bei dieser “ Frage der Woche ”.

43% sind davon überzeugt, dass die Preise gesuchter Klassiker auch im Jahr 2017 weiterhin steigen werden, vermuten aber einen weniger starken Anstieg als in den Jahren zuvor.

32% sind etwas skeptischer und gehen davon aus, dass die Preise gesuchter Klassiker höchstens in Ausnahmefällen steigen, in den meisten Fällen aber stagnieren werden.

Immerhin 14% gehen von einem starken Wachstum der Klassikerpreise aus, während 5% leicht fallende Preise antizipieren. Gerade einmal 3% glauben, dass die Trendwende erreicht ist und die Preise auf breiter Ebene fallen werden.

Grafisch sieht das Ergebnis also so aus:

Ergebnisse Poll 74 - Entwicklung der Klassikerpreise im Jahr 2017

Was uns etwas überrascht hat, ist, dass die Einschätzung fast gleich aussieht wie im Jahr zuvor .

Vergleich 2016-2017 - wie entwickeln sich die Klassikerpreise

Damals gingen 42% von leichten Steigerungen aus, 29% von Anstiegen in Ausnahmefällen, während 16% einen weiteren starken Anstieg erwarteten.

Was wäre denn richtig gewesen als Voraussage im Jahr 2016? Tatsächlich kann man nicht sagen, dass die Preise im Jahr 2016 stark anstiegen, nur in Ausnahmefällen wurde deutlich mehr als im Jahr zuvor gezahlt. Somit hätten also die 29% damals recht gehabt. Wie sich der Markt im Jahr 2017 gestalten wird, werden wir in zwölf Monaten wissen.

Bis dahin gibt es aber bereits eine neue Frage der Woche , an der Sie sich beteiligen können. Dieses Mal wollen wir wissen, ob es richtig/sinnvoll ist, wenn Automobilhersteller ihre eigenen Klassiker neu bauen (Continuations) wie dies Aston Martin, Jaguar und Lister beispielsweise tun. Und wie immer können natürlich alle bisherigen Fragen der Wochen , respektive deren Auswertungen, in einem eigenen Themenkanal betrachtet werden.

 

Die vergessene Coggiola-Alternative zum Volvo P 1800 ES

Bruno von Rotz - 08.01.2017

Volvo ESC (Viking Coupé) von 1971 von Coggiola (© Volvo)

1971 präsentierte Volvo den “ Schneewittchensarg ”, einen Volvo P1800 mit Kombiheck. Im gleichen Jahr stand auf dem Pariser Autosalon auch ein deutlich moderner gezeichnetes Coupé auf derselben technischen Basis.

Volvo ESC (Viking Coupé) von 1971 von Coggiola in Paris (© Volvo)

Schöpfer der Alternative, die sich vor allem auf Sicherheit konzentrierte, war der italienische Spezialist Coggiola.

Heckansicht des Volvo ESC (Viking Coupé) von 1971 von Coggiola (© Volvo)

Die Automobil Revue beschrieb diesen wenig bekannten Karosseriebauer 1977 wie folgt:
“Coggiola ist auf die Herstellung von funktionsgerechten Prototypen, zu denen die mechanischen Teile von Kunden geliefert werden, und von Gipsmodellen spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt vierzig Leute, und die Jahresproduktion erreicht zehn Gipsmodelle im Massstab 1:1 und ungefähr ebenso viele betriebsbereite Prototypen. Coggiola ist Berater italienischer, anderer europäischer sowie japanischer Firmen.“

Die Firma Coggiola, gegründet Ende der Sechzigerjahre, war noch bis ins neue Jahrhundert aktiv, arbeitete unter anderem am Lamborghini Portofino und beim Prototypen des Renault Mégane mit. Der Saab Sonett III wird Sergio Coggoila zugeschrieben, er gilt als das einzige Design Coggiolas, das in grösseren Zahlen produziert wurde.

Dem Volvo P 1800 ESC (auch Viking Coupé genannt) war keine grosse Zukunft beschieden, obschon das Design durchaus gefallen konnte und im Vergleich zum eher rustikalen Volvo sicherlich deutlich moderner wirkte.

 

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