Benoît Musy: Flieger, Motorrad- und Automobilrennfahrer
Zusammenfassung
Die Rennfahrerkarriere des Benoît Musy dauerte keine zehn Jahre. 1947 begann er auf einer Werks-Moto Guzzi seinen Geschwindigkeitstrieb auszuleben. Sechsfacher Schweizermeister auf 250er- und 500er-Maschinen. Sieger an Grossen Preisen, Sieger im nordafrikanischen Casablanca, im südamerikanischen Sao Paulo. Aber auch Sieger an nationalen Rundstreckenrennen wie im zürcherischen Regensdorf, im thurgauischen Erlen. 1954 wechselte der gebürtige Greyerzer von zwei auf vier Räder. Und Musy war auf Anhieb schnell. Sehr schnell. Siege in Francorchamps, am „Grand Prix des Frontières“ in Chimay, an der „British Empire Trophy“ im Oulton Park. Musy blieb stets der Marke Maserati treu. Zuerst der 2-Liter A6-AGCS, dann der 3-Liter 300 S und schliesslich der 2-Liter 200S/1500S – der Unglückswagen in Montlhéry.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Freiburg und seine grossen Rennfahrer
- Benoît Musy, der Motorradrennfahrer
- Benoît Musy, der Automobilrennfahrer
- Monthléry, der Unfall
Geschätzte Lesedauer: 6min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
„Benoit Musy tödlich verunglückt“ – hiess die Schlagzeile in einer Morgenausgabe des „Bundes“ kurz nach dem 7. Oktober 1956. Ich sehe sie vor mir, als wäre es gestern gewesen. Sie ware mir damals als Vierzehnjähriger ein Begriff, die Familie Musy: Benoît, der Automobil- und Motorradrennfahrer, Pierre der Bobfahrer und Olympiasieger in Garmisch-Partenkirchen 1936, und der Vater, der ehemalige Bundesrat. Geschockt starrte ich auf die Fotomontage: im Vordergrund der total zerstörte Maserati, rechts dahinter die Betonkonstruktion der Steilkurve von Monthléry und über ihren oberen Rand hinaus die eingezeichnete Flugbahn des Rennsportwagens.
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