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Bild (1/9): Impressionen von der Gstaad Classic 2011 (© Jürg Kaufmann, 2011)
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Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Lancia Stratos (1974-1975)
Coupé, 190 PS, 2418 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Lancia A 112 (1981-1985)
Limousine-dreitürig, 48 PS, 952 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Lancia Fulvia Coupé (1967-1970)
Coupé, 80 PS, 1231 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Lancia Fulvia Coupé (1965-1967)
Coupé, 80 PS, 1216 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Lancia Fulvia Montecarlo (1972-1976)
Coupé, 90 PS, 1298 cm3
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    Seltene und schnelle Rennwagen an der Audemars Piguet Gstaad Classic 2011

    Jürg Kaufmann - 14. September 2011

    Die Berner und Waadtländer Alpen, der noble Startort Gstaad sowie Hauptsponsor Audemars Piguet bildeten einen prestigeträchtigen Rahmen für die zweite Auflage des historischen Rallyes Gstaad Classic (1. bis 3. September 2011). Das spezielle Ambiente und die ausgezeichneten Beziehungen des französischen Organisators lockte denn auch Besitzer von automobilen Preziosen ins Saanenland.

    So entdeckte man auf der Startliste beispielsweise zwei Lancia Stratos im Gruppe-4-Trimm, mehrere Ferrari Berlinetta SWB, zwei Alfa Giulia Tubolare (TZ) und 911er Porsche aller Art. Gewisse Exoten wie ein Ferrari Daytona mit Le-Mans-Geschichte oder ein Ford GT40, dessen Motor leider schon nach wenigen Kilometern den Geist aufgab, wären wohl auf einer Rundstrecke besser im Element gewesen, und auch für die wenigen Vorkriegsfahrzeuge erwies sich der Parcours als eher strapaziös.

    Keine übermässigen Risiken eingegangen

    Von den vorgesehenen Sonderprüfungen im Bernbiet und im Rhonetal mussten einige wegen zurückgezogener Bewilligungen bzw. Bauarbeiten annulliert, verkürzt oder zumindest neutralisiert werden. Da die Streckenführung geheim war, also der Parcours vorher nicht rekognosziert werden konnte, gingen selbst jene Piloten, die eigentlich um Bestzeiten und nicht bloss auf Regelmässigkeit fuhren, eher vorsichtig ans Werk. Besonders auf den echten Sonderprüfungen bei Les Avants und Bex bewog das Risiko, die teilweise sehr wertvollen Autos zu beschädigen, viele Teilnehmern den Fuss vom Gaspedal zu nehmen. Bergrennstrecken wie Massongex oder Gurnigel und der Slalom in Saanen boten wesentlich besser kalkulierbare Risiken und daher auch mehr „Action“.

    Gesellschaftliches und fahrzeughistorisches Ereignis

    Mit “modernen“ Höchstgeschwindigkeits-Rallyes liessen sich die Darbietungen denn auch nicht vergleichen. Die meisten Teilnehmer – am Steuer sassen übrigens überdurchschnittlich viele Frauen – waren aber wohl auch nicht mit dem Ziel von nah und fern angereist, ihre geliebten Objekte schonungslos über die Bergsträsschen zu prügeln. Für sie war dieser Anlass sicher auch ohne hochsportlichen Auseinandersetzungen ein Erfolg, denn auch im Umfeld wurde auf gesellschaftlicher Ebene einiges geboten.  Und für Fans historischer Fahrzeuge stimmte zumindest das Fahrzeugfeld, die grandiose Kulisse und der Sound.

    Die Ergebnisse der Rallye können auf www.gstaadclassic.com eingesehen werden.



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