Rallye Monte Carlo 1926 - Les Alpes Maritimes werden zur Tradition
Zusammenfassung
1926 wird das Reglment der Rallye Monte Carlo verfeinert. Trotz neuem Startort in Schottland stellen sich nur 36 Fahrer den Startern. Gewonnen wird die Rallye aber durch ein Team aus England auf einem AC.
Geschätzte Lesedauer: 3min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Dank der couragierten Fahrt des Ehepaars Mertens gegen den Familienclan Repusseau und dem damit ausgelöstem Presseinteresse, hofft Imre Noghès auf mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Doch nur 36 stellen sich den Startern – 24 erreichen das Ziel. Hauptproblem 1926: Nebel auf den Rallyestrassen. Um mehr Engländer an den Start zu locken, wählt Noghès das Fischerdörfchen John O’Groats im Norden Schottlands als Startort aus. Tunis ist diesmal eine Enttäuschung. Die Startliste der längsten Anfahrtsstrecke weist einen einzigen Teilnehmer auf, nämlich den Franzosen Malaret. Zu seinem Unglück ersäuft der Motor in Marokko. Ein Wadi führt Hochwasser – Malaret gibt auf. Jetzt wird John O’Groats - Monaco zur längsten Anfahrtsstrecke, womit wir erneut einen Blick aufs Reglement 1926 werfen müssen. Die 1925 eingeführte Wageneinteilung nach Hubraum und Koeffizient wird beibehalten. Bis 1100 ccm gelten die Fahrzeuge als „Voiturettes“ – über 1100 ccm als „Voitures“ und werden getrennt rangiert. Ein Beispiel: Ein 2-Liter erhält 4,5 Pluspunkte, ein 0.855-Liter deren 6. Und noch ein Kuriosum: Die Minimalgewichte der jetzt maximal 5 zugelassenen Passagiere müssen mindestens 60 Kilo betragen. Fehlende Kilos werden mit Sand aufgewogen! Der Sieger von 1925 - Repusseau und seine Familie - lassen grüssen! Sieger 1926 wird prompt eine Equipe aus England: Victor Bruce mit Beifahrer Bill Brunel auf einem 2-Liter AC. Victors Gemahlin betätigt sich als Fotografin. Trotzdem existieren fast keine brauchbaren Fotos von 1926.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?









































Kommentare