Der Kompressor von Cozette
Zusammenfassung
Ingenieur Cozette entwickelte in den Zwanzigerjahren einen Kompressor, der sich durch hohen Wirkungsgrad über das ganze Drehszahlbank auszeichnete, im Vergleich zur Konkurrenz aber weniger haltbar war. Trotzdem gelangen Siege in grossen Rennen. Eingebaut wurden die Kompressoren vor allem in die Cyclecars (u.a. Amilcar, Derby) der Zwanzigerjahre. Dieser Bericht fast kurz die Thematik “Kompressoren” zusammen und gibt einen Einblick in die Wirkungsweise des Cozette Kompressors.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vom Hochofen in den Luftkampf
- Einfaches Grundprinzip
- Überlegenes aber fragilere Bauart von Cozette
Geschätzte Lesedauer: 3min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Anfangs der Zwanzigerjahre wurden Rennwagen dank Kompressoren immer schneller. Auf grossvolumige Motoren konnte verzichtet werden. Kompressoren wurden zum idealen Tuning für 1,1-Liter-Rennwagen. Natürlich war das Prinzip des Kompressors schon längstens bekannt. Im 19. Jahrhundert wurden solche Gebläse in den Hochöfen der Stahlindustrie verwendet. Von den Gebrüdern Roots stammt der Name, die ihr Gebläse bereits 1860 patentieren liessen. Während des 1. Weltkriegs kam der Kompressor zu trauriger Bekanntheit. Um den Gegner im Luftkampf „unter sich zu haben“ war für die Motoren der Jagdflugzeuge Leistung gefragt. Leistung auch in höheren Luftschichten. Und so setzten die „tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ auf die “Auflader”.
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