Tracta 1926–1934 – Französischer Fronttriebler noch vor dem Traction Avant
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Tracta, ein Vorreiter des Frontantriebs zwischen 1926 und 1934. Der legendäre Citroën Traction Avant von 1934 war nicht der erste französische «Fronttriebler». Frankreichs Pionier dieser Antriebsart war vielmehr J. A. Grégoire, der 1926 die Automobiles Tracta gegründet hatte. Deren Vorderradantrieb erfolgte nach Patenten von Pierre Fenaille und J. A. Grégoire über vierteilige Gelenke, die, zu zwei verschränkten Halbkugeln zusammengefügt, einen grossen Winkel zwischen Halbwelle und Antrieb ermöglichten.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
Der legendäre Citroën Traction Avant von 1934 war nicht der erste französische «Fronttriebler». Frankreichs Pionier dieser Antriebsart war vielmehr J. A. Grégoire, der 1926 die Automobiles Tracta gegründet hatte. Deren Vorderradantrieb erfolgte nach Patenten von Pierre Fenaille und J. A. Grégoire über vierteilige Gelenke, die, zu zwei verschränkten Halbkugeln zusammengefügt, einen grossen Winkel zwischen Halbwelle und Antrieb ermöglichten. Frankreichs Fachpresse erkannte das Zukunftspotenzial des Vorderradantriebs: Deutlich bessere Fahreigenschaften dank tieferem Schwerpunkt. Die ersten Tracta wurden von einem Scap-Motor der 1,1-L-Klasse angetrieben. Das Getriebe war unter einer schrägen, mit Kühlschlitzen versehenen Abdeckung vor der Vorderachse untergebracht. Nebst Coupés gab es offene Torpedoaufbauten. Solche pilotierte J. A. Grégoire beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, wo seine Marke 1929 mit dem 9. und 10. Rang dem Vorderradantrieb zur grossen Anerkennung verhalf.
































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