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... nicht minder fahrlässig als beim Brotschneiden; aber die Masdiine hat einen besseren Wirkungsgrad als das Brotmesser, und die Hand ist ab. Soll man das mit drakonischen Strafen bessern können? Der drakonisdi bestrafte Unglücksrabe ist wenige Minuten nach der Urteilsverkündung schon wieder Betriebsangehöriger des technisierten Mammutbetriebes, den wir Straßenverkehr nennen. Und dieser Betriebsangehörige grollt und bockt jetzt und hat Sorgen, woher er die einhundert, zweihundert, drei hundert Mark Geldstrafe nehmen soll. Er hat jetzt eine Stinkwut auf den Staatsanwalt und den Richter, die offenbar nicht wissen, wieviel Geld das ist. Und sollen die sich doch mal in ein Auto setzen und sehen, wie das ist. — Bitte, was haben wir mit der drakonischen Bestrafung eines Un glücks gewonnen? Nur negatives: einen Mann, der fortan in jedem Poli zisten einen Erbfeind sieht und der den ganzen Verkehr nebst seiner Straßenverkehrsordnung für einen Sdieißbetrieb hält. Wir brauchen bei diesem Manne für’s erste nidit mehr auf positive Mitarbeit zu hoffen. Es sei denn, er ist einer der wenigen Idealisten. Leichtsinn ist etwas anderes, leicht von der Fahrlässigkeit und dem Unglück zu unterscheiden. In unzähligen Fäbrikbetrieben geschehen täglich Unglücke, bei denen vom blitzeblau gehämmerten Daumen bis zum Todesfall alles vorkommt. Dafür interessiert sich der Herr Staatsanwalt ...