Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... wirklich ernster Natur bieten sich dem Kraftwagenverkehr in Südrußland nirgendwo. Das Land ist flach. Die Steigungen am Dnjepr bilden für leistungsfähige Motoren keine Hindernisse. Anders die ungepflasterten Wege. Man fuhr vor dem Kriege in der Ukraine vielfach außerhalb der Wagengeleise auf der freien Steppe, soweit sie nicht angebaut war. Selbst Motorradfahrer taten das mitunter, wenn die Landstraße allzu zerfahren war. Für Lastkraftwagen wird drum die Zurücklegung größerer Strecken (und um solche handelt es sich bei den großen Entfernungen Südrußlands immer) nicht ohne Schwierigkeiten sein. Immerhin haben unsere Lastwagen und Lastwagenzüge sich im Weltkrieg an allen Fronten zu allen Jahreszeiten so bewährt, daß die Durchführung ohne weiteres möglich ist. An Regentagen wird bei den durchweichten Schwarzerdwegen ein genaues Innehalten des Fahrplans nicht garantiert werden können, doch sind das alles ja Kleinigkeiten, die bei Betrachtung des Ganzen kaum ins Gewicht fallen. Dem Flugwesen wird gleichfalls von vornherein Beachtung geschenkt weden müssen. Die südrussischen Handelszentralen Kiew und Odessa dürften bald Flughäfen erhalten, um schnelle Verbindungen zwischen Wien, Warschau und Berlin herzustellen. Daß bereits bei Anbahnung wirtschaftlicher Beziehungen mit Südrußland das Flugzeug als Verkehrsmittel eine Rolle spielen wird, kann ohne ...