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... Menschen ohne diese Sonderart von Gedächtnis gibt, ist bekannt und wird theoretisch auch zugegeben. Man nimmt sie nicht in die höhere Schule auf, weil mit Bestimmtheit anzunehmen ist, daß sie im Lateinischen, Griechischen und Französischen nie Gutes leisten werden. Vielleicht würden sie — so läßt die mit ihnen angestellte Intelligenzprüfung vermuten — tüchtige Maschinenkonstrukteure abgeben. Der Weg zur technischen Hochschule muß ihnen aber gesperrt werden, weil sie vermutlich den Hauptfächern der neunstufigen Mittelschule nicht genügend entsprechen werden. Heißt das haushälterisch umgehen mit den Geisteskräften der Nation? Die Allgemeinbildung in Ehren! Möglichst jeder soll sie erwerben. Es ist ein psychologisches Unrecht, sie einem zu verweigern, weil zu erwarten steht, daß er bei hoher sonstiger Begabung in einem Zweige dieser Allgemeinbildung kein Licht werden wird. Und eine wirtschaftliche Sünde ist es, wichtigen Sonderbegabungen die Entfaltungsmöglichkeit deswegen zu rauben, weil sie keine Normalerscheinungen sind, weil ihnen an der geistigen Uniform ein Knopf oder die Schulterklappen fehlen. Sucht die Sonderbegabungen unserer Jungen zu erforschen, pflegt und nährt diese, verschafft ihnen alle erdenklichen Möglichkeiten zur Entwicklung und versäumt dabei nicht eine gute und verständnisvolle Allgemeinbildung, so werdet ihr dem Volke ...