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... einen Namen gemacht hatte, war etwas pragmatischer als Valletta. Ihm war klar, dass die Entwicklung, Fertigung und Montage eines Sechszylinders exorbitante Investitionen verursachen würden. Deshalb entschied er sich, zwei Vierzylinderblöcke des Fiat 1100 zu ei nem V8 zu verpaaren. Noch während er daran arbeitete, flaute vonseiten der Geschäftsführung das Interesse an einer neuen Limousine ab. Der Motor, Tipo 106 getauft, wurde eingemottet. Um 1950 kamen die Strategen im Verkauf auf die Idee, was dem Image des Unternehmens wirklich gut täte: ein neuer Sportwagen. Giacosa, dem klar war, dass der Absatzmarkt dafür sehr klein wäre, weigerte sich, seine Mitarbeiter dafür zur Verfügung zu stellen. Also beauftragte er die Tuningfirma Siata mit dem Bau eines Prototypen. Den Siata-Ingenieuren gab er den Tipo-106- Mo tor, eine sportlichere Nockenwelle und ein paar Hinweise, was zu tun wäre. So bestand er beispielsweise auf einer Einzelradaufhängung an beiden Achsen (Längsträger mit Traversen) – was es bis zu dem Zeitpunkt bei keinem einzigen Fiat gegeben hatte; bei fast keinem Hersteller, um genau zu sein. Die Umsetzung war jedoch simpel: Siata übernahm die Vorderradaufhängung des Fiat 1100 und drehte sie einfach um, um sie dann am Heck des Prototypen zu montieren. Während die Mechanik außer Haus entwickelt wurde, entwarf Fiats Designchef ...