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... Wolken auch sicht bar. Gelegentlich verlassen die partikelschweren Abgase auch in spiralförmiger Eleganz das dünne Endrohr, mitunter - nach Schiebebetrieb - gibt es eine schwarze Eruption. Nein, so könnte man heute mit dem weit verbreiteten Die selprinzip nicht mehr Zusam menleben. Aber vor mehr als vier Jahrzehnten, als Mercedes 1954 die berühmt gewordene Ponton-Karosse des 180er mit dem zunächst 40, dann 43 PS leistenden Vorkammer-Vierzy linder bestückte, sah die Welt noch anders aus. „Die Einbuße an Tempera ment ist angesichts der niedri gen Haltungskosten um so eher zu verschmerzen“, resümierte Tester Werner Buck in Heft 6/54, „als der 180 D heute Fahr leistungen erlaubt, die man vor fünf Jahren nicht für reali sierbar gehalten hätte.“ Alles zu seiner Zeit, könnte man auch räsonieren. Auf der Autobahn hält der alte Diesel mühelos ein Tempo von etwa 110 km/h, und daß in den Vor kammern einiger Wirbel veran staltet wird, zeigt nicht nur die Farbe der Abgase. Während das direkt einspritzende Audi- Triebwerk, mit geringster Teil last folgend, kaum zu hören ist, zeigt der Oldie akustische Dau erpräsenz. Hier wird hart gear beitet, lautet die Botschaft, und Berge werden nicht einfach genommen, sondern bezwungen. Man ist dabei gar nicht so langsam. Wenn wir die kernige Vorkammer-Verbrennung mit Zähigkeit weiterschüren, sind wir ...