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... tippen. Und doch hat der kriegsgewohnte Fahrer recht! In Serbien fährt sich's am besten, wenn es gießt oder eben gegossen hat. Da löst sich der zähklebrige, undurchdringliche Schlamm in braune Schokoladenbrühe auf, und die vielgeplagten, vielgeflickten Reifen können den meist — nicht immer — in irgendeiner Tiefe vorhandenen harten Untergrund der Straße fassen. Es gießt! — Weihnachten steht vor der Tür, die zweite Weihnachten im Felde, fern vom stillen Herd zur Winterszeit, und statt der heimischen glitzernden Schneeflocken platscht der Spagatlregen hernieder, so daß mein serbischer Kriegshund sich selbstzuden dringendsten Ausgängen nur mit sanfter Gewalt bewegen läßt. Der Kanonenofen sprüht und der Dienst ist heute beendet, wenn nicht — das berühmte Wenn des ärztlichen und Soldatenlebens, und ich bin beides, Arzt und Soldat — noch was Neues kommt! So kann man sich's bequem machen, träumen und plaudern. Es gießt! Was taucht denn da für ein Bild vor dem nach innen gekehrten Auge auf, was für ein unwahrscheinlich friedliches Bild?! A. D. A. C.-Tag 1913, München. Wir, d. h. zwei liebe, schöne Sportskameradinnen und ich, wie stehen am Ziel der fünftägigen Wagenfahrt in Ramersdorf und — es gießt! Erst beim gemütlichen musikalischen Kaffeestündlein im kleinen Dorfwirtshaus, als das gute alte Klavier sich unter neuen, ...