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... an dere Ende war am Bremshebel befestigt. Trat man den Bremshebel nieder, preßte das Draht seil die Scheibchen fest in die Felge, um so fester, je stärker man niedertrat. Außerdem konnte man mittels eines zweiten Fußhebels einen einfachen Holzoder Gummiklotz in die gleiche Bremsfelge drücken. Später schloß man mittels Bowdenkabels die Bandbremse an einen Handbremshebel am Lenker an und konnte dann mit Hand und Fuß bremsen. Aber — die Motoren wurden betriebssicherer und leistungsfähiger — folglich wurden dann die Reisestrecken länger und die Geschwindig keiten größer. Die Beanspruchung der Brem sen stieg damit naturgemäß gewaltig. Und solche kleinen Lederscheiben sind noch schnel ler zerrieben, als sich ein Hartholzoder Gummiklotz abschleift. Die Beanspruchung der Speichen stieg gewaltig. Sie reckten sich und mußten dauernd nachgespannt werden, sonst „eierten“ sie, und die Straßenlage wurde kata strophal. Nach dem ersten Weltkriege gab es lange Zeit kein Leder. Der Chronist stanzte sich selbst mühselig solche Scheiben aus Hart pappe, die aber nicht nur schnell abgenützt waren, sondern bei Regenwetter aufweichten. Endlich, endlich brachte mal jemand — offen sichtlich ein Engländer — eine kleine Innen backenbremse nach dem Vorbild der im Kraft wagen schon zum Standard — längst auch für alle vier Räder — gewordenen Wagenbremse heraus. Und dann ...