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... sehr viel Kitsch. Eine zweite grosse Änderung in der Lebenseinstellung Louis Renaults betraf sein Verhalten den Angestellten gegenüber. Eine Reihe von Arbeitskonflik ten machte ihm klar, dass das Personal anders über seine Fa brik dachte als er. Für die Angestellten war die Fabrik einfach ein Broterwerb und nicht der alleinseligmachende Lebenszweck. Diese Erkennt nis erstaunte ihn sehr, und sein Verhalten dem Personal ge- 20 Nach dem Krieg fing für Louis Renault ein neuer Lebensabschnitt an. Er hatte sichinzwi schen mit Christiane Bouillaire, der Tochter eines Pariser Notars, verheiratet. Im Sommer 1918 war er der 21jährigen begegnet, und sie nahm seinen Heiratsantrag an, obwohl er dop pelt so alt war wie sie. genüber wurde härter. «Ich fühle mich, als ob ich gute Freunde verloren hätte», sagte er nach dem ersten Streik in seiner Fabrik. Anfänglich passte sich Renault den Wünschen der Gewerk schaften noch an. Diese kamen mit den klassischen Forderun gen nach mehr Lohn und weni ger Arbeit. Indem es Renault gelang, die Produktivität durch weitgehende Mechanisierung zu steigern, konnte er diese Wünsche erfüllen. Ausserdem sparte er dadurch Kosten, dass er die Fabriken von Ersatzteil- Lieferanten übernahm und so- Madame Christiane Renault, Tochter eines Pariser Notars. gar einen eigenen Hochofen bauen liess. Diese Erweiterun gen führten zu einer neuen Organisationsform, der 1922 ...