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... mit ihren Produkten, so sehr sie realistischen Bedürfnissen dienen, auch an die dunklen Vorstellungen wendet, die das Unterbewußtsein der Käu fer regieren. Wie die Magie des Autos als Gegenstand schuldpflichtiger Verehrung auch auf hart gesottene Geschäftsleute ausstrahlt, wurde einem erneut bewußt beim Besuch des 500 Jahre alten Schlosses Grandson, wo hin der Botschafter Georges Filipinetti — er vertritt die Republik San Marino bei der Schweizer Bundesregierung — anläßlich des Genfer Auto-Salons seine Freunde zu einem Diner geladen hatte. Das burgartige, bei Yverdon am See von Neuchätel gele gene Schloß ist Filipinettis Privatbesitz. Mit einem schwer vorstellbaren Aufwand von Mühe und Geld hat er es renovieren und mit kostbaren Gobelins und Waffensamm lungen ausstaffieren lassen, wobei ein paar Millionen mehr oder weniger keine Rolle spielten. Mehr als an Rüstungen und Ge mälden freilich hängt sein Herz an den ur alten Autos seiner Sammlung i,m Keller des Schlosses. Barocke Amedee Bollets, De Dion-Boutons und Panhard & Levassors sind im goldwarmen Glanz von poliertem Messing und Kupfer versammelt, zierliche Kaleschen mit von schwacher Verdichtung hohl dröhnenden Motoren — die techni schen Avantgardisten der Jahrhundert wende. Was da unten in den ehemaligen Burgstallungen als bunte Armada aus den Geburtsjahren des Automobils auf ...