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... es dem arrivierten Wagenbesitzer so lange Zeit erschien — es ist zum geachteten Sportund Hobby-Instrument geworden. Männer, von denen man es zunächst nicht erwartet, sind Motorradfreunde: Dr. Wimmer, Dozent an der Theologischen Fakultät in Freiburg, fährt in äußerst sportlicher Manier eine BMW R 69; Johann Graf von der Schulenburg bewegt eine Harley-Davidson, eine BSA-Lightning und eine Aermacchi; Dipl.-Ing. Klaus Steinmetz, Rennleiter bei BMW für den Wagensport, sieht man häufig auf einer schweren Maschine; und der Bischof von Linz fährt mit heller Begeisterung eine 250er Puch. (Der kirchliche Ornat steckt in einer Spezialseitentasche.) Und die technischen Wandlungen: höhere Drehzahlen und damit höhere Leistungen, jedoch infolge besseren Materials und raffinierterer Fertigung (z. B. Feinauswuchten der Kurbelwelle) gleiche, wenn nicht höhere Lebensdauer; bei einigen Zweitaktern getrennte ölzuführung; Wechselstrom-Lichtmaschinen mit teilweise schon 12 Volt oder, um einmal etwas Besonderes zu erwähnen, unterdruckgesteuerte Vergaser (an der 450er Honda). Was völlig ausgestorben ist, das ist das »Nationalbewußtsein« beim deutschen Käufer. Früher kaufte man eine Adler, eine BMW, eine DKW, eine Horex, eine NSU oder eine Zündapp. Heute zieht man unbedenklich auch die Japaner, die Tschechen oder etwas Italienisches in Erwägung. Allen voran die Japaner! ...