Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... im besten Sinne. Design war das, was möglich war, denn es musste mit den beschränkten Möglichkeiten der Nachkriegszeit herzustellen sein. Also nahm man, was verfügbar war, fügte zusammen, was eigentlich nicht passte, machte das Beste daraus und ging damit auf die Rennstrecke. Kann es sein, dass die perfekten, hochglanzlackierten Restaurierungen in den Werksmuseen da ein etwas abseitiges Bild zeichnen? Perfektion zelebrieren, wo im Original Unvollkommenheit herrschte? Schönheit vorgaukeln, wo Kraft und Wille dominierten? Und ist uns allen dabei vielleicht das Gefühl für die ganz besondere Ästhetik der Unzulänglichkeit dieser Zeit abhandengekommen? Chris Runge hatte dieses Gefühl. Und er war fasziniert von der handwerklichen Ehrlichkeit und Authentizität der frühen Nachkriegs-Eigenbauten. Auf Fotos hatte es ihm besonders ein Fahrzeug angetan, das in seinem Entstehungsjahr 1948 fast futuristisch anmuten musste. »VW Eigenbau« stand ursprünglich auf der Fronthaube. Doch am Heck wies ein Porsche-Schriftzug darauf hin, was darunter saß – und damit begann eine ganz eigene, für die Zeit typische Geschichte. Weltrekord in Montlhéry Als das kleine Porsche-Team an einem Septembertag des Jahres 1951 im Innenraum des Hochgeschwindigkeitsovals von Montlhéry südlich von Paris auf die mächtigen Steilkurven blickt, auf denen sie in den kommenden Stunden ...