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... ist ein wohltuendes Prickeln, das man ver spürt, wenn in unmittelbarer Nähe ein Zwölfzy linder-Ferrari sein kerniges, volles und durch und durch angenehmes Geräusch ertönen lässt. Es ist nicht einfach Motorenlärm, sondern der Liebhaber ist eher geneigt, Parallelen zur klassi schen Musik zu ziehen. Vor genau vierzig Jahren, am 11. Mai 1947, ging auf einem improvisierten Circuitin deroberitalienischen Provinzstadt Piacenza erstmals ein Ferrari-Zwölfzylinder an den Start. Es warder erste Ferrari überhaupt. In den dreissiger Jahren hatte Firmengründer Enzo Fer rari einen erfolgreichen Rennstall mit Sitz in Modena betrieben, welcher sich mit den Rennund Sportwagen von Alfa Romeoweltweitein solides Renommee geschaffen hatte. Nach dem Krieg nahm man die Herstellung eigener Vollblüter an die Hand, welche auch den Namen des Firmen gründers trugen. Adriano Cimarosti Am Volant jenes ersten und in eine et was unbeholfen gestylte Aluminiumka rosserie gehüllten Ferrari sass in Piacenza der elegante Herrenfahrer Franco Cortese. In den dreissiger Jahren hatte er sich bereits ausgezeichnet, ohne aber je zur absoluten Elite vorzustossen. Ein Gentlemen Driver, wie es sie damals noch gab. Wenn man heute zurückblendet, dann zählte Piacenza 1947 mit zu den «Ur sprüngen des Mythos» (Titel eines von Gioachino Colombo geschriebenen Bu ches über die ersten lahre der Marke ...