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... Ventile und Buntmetalle, bei spielsweise Bronze oder Kupfer. Die damaligen Motoren weisen zudem höhere Fertigungstoleranzen auf, weshalb die ‚modernen‘ Öle viel zu dünn sind. Die hohe Additivierung kann deshalb Buntmetalle angreifen oder Dichtungen aufquellen und brechen lassen.« Bei Vorkriegsfahrzeugen soll man sogar unlegiertes Öl verwenden. Warum? Wagner: »Vorkriegsfahrzeuge sind zum einen mit Weißmetalllagern ausgestattet und zum anderen haben die Motoren dieser Baujahre keine Ölfilter. Unlegierte Öle verhalten sich neutral gegenüber den eingesetzten Lagermetallen und Dichtungsmaterialien der damaligen Baujahre. Schmutzeintrag durch Verbrennungsruß und Abrieb ins Öl werden nicht in der Schwebe gehalten und können sich absetzen.« Dobrowolski: »Hier ist es wichtig, die Verunreinigungen nicht in Schwebe zu halten. Da viele Vorkriegsmotoren keinen Ölfilter besitzen, sollten die Verunreinigungen zum Boden der Ölwanne sinken.« Kirgus: »Deshalb spricht man da von der Ölschlammbildung. Bei Vorkriegsfahrzeugen ohne Ölfilterung bindet das Öl die Schmutzpartikel und lagert sich am Boden der Ölwanne ab. Die Detergentien und Dispersanten in vollsynthetischen Ölen bzw. in einem SAE 20W50 halten die Schmutzpartikel in der Schwebe, was bedeutet: die Schmutzpartikel würden ungefiltert im Motor zirkulieren, wobei sie Ventile zusetzen ...